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Berlin/Dresden/Shintuya (Peru) (ots) - Neues Schutzgebiet in Peru schließt eine
Lücke zwischen Manu Nationalpark und Amarakaeri Communal Reserve. Gemeinsam mit
indigenen Gemeinschaften stellt es sich so unter anderem gegen die drohende Öl-
und Gasförderung. TV-Moderatorin Hannah Emde begleitet das Projekt in einer
6-teiligen YouTube-Doku.
- Neues Schutzgebiet im Amazonas als strategischer Wildniskorridor: Wilderness
International kauft ein über 1.200 Hektar großes Regenwaldgebiet in der
Provinz Manu in Peru. Der "Secret Forest Manu" schließt künftig eine
entscheidende Schutzlücke zwischen dem Manu Nationalpark und dem Amarakaeri
Communal Reserve.
- Allianz gegen Erschließung: Wilderness International bildet damit eine Allianz
mit indigenen Gemeinschaften vor Ort, um einer drohenden Öl- und Gasförderung
sowie illegalem Holzeinschlag und Goldabbau zuvorzukommen.
- Doku-Serie mit prominenter Unterstützung: TV-Moderatorin, Tierärztin und
Artenschützerin Hannah Emde begleitete die Organisation für eine 6-teilige
Doku-Serie auf YouTube (https://www.youtube.com/playlist?list=PLJlLkiR_lbWY) .
- Starker Partner Ecosia: Die grüne Suchmaschine Ecosia teilfinanziert die
Produktion der Dokumentation und gründet als einer der ersten Partner einen
Unternehmenswald im neuen Schutzgebiet mit einer Spende.
Die Umweltstiftung Wilderness International gibt die Gründung eines neuen
strategischen Schutzgebiets bekannt: Der Secret Forest Manu. Das über 1.200
Hektar große Areal liegt in der peruanischen Provinz Manu, die als einer der
artenreichsten Orte der Erde gilt. Mit Höhenunterschieden von über 4.000 Metern
in den Ausläufern der Anden bis hinab ins Amazonas-Tiefland beheimatet die
Region ein weltweit einmaliges Mosaik an Lebensräumen und Tausende teils
endemische Arten.
Ein Wildniskorridor gegen die Zerstörung
Mit dem Erwerb der Fläche gelingt Wilderness International ein wichtiger
strategischer Schritt: Der Secret Forest Manu bildet künftig einen essentiellen
Schutz- und Wildniskorridor zwischen zwei bereits bestehenden Großschutzgebieten
- dem berühmten Manu Nationalpark und dem Amarakaeri Communal Reserve.
Trotz der Nähe zum Manu Nationalpark, der den Status "UNESCO Weltnaturerbe" hat,
steht die Region unter massivem wirtschaftlichem Druck. Für das Gebiet liegt
eine staatliche Konzession zur Öl- und Gasförderung vor. Zudem bedrohen
illegaler Holzeinschlag und Goldabbau das fragile Ökosystem und die Gesundheit
der Bevölkerung. Zwar gehören Bodenschätze in Peru rechtlich dem Staat, doch der
rechtssichere Kauf des Landes durch eine internationale Naturschutzorganisation
in enger Allianz mit den lokalen indigenen Gemeinschaften schreckt Investoren ab
und verhindert so häufig auch den Bau von Zufahrtsstraßen und Infrastruktur zur
Öl- und Gasförderung.
Schulterschluss mit der indigenen Gemeinschaft der Shintuya
Indigene Gemeinschaften kämpfen in dieser Region seit Jahrzehnten gegen die
Ausbeutung ihrer Heimat und Lebensgrundlagen. Um den Lebensraum langfristig zu
bewahren, arbeiten die Stiftung und die Gemeinschaft nun in gemeinsamen
Projekten Hand in Hand:
- Anstellung lokaler Waldhüter: Angehörige der Shintuya sichern das Gebiet teils
als fest angestellte Waldhüter:innen gegen illegale Aktivitäten.
- Gemeinsame Waldwiederherstellung: Kürzlich wurden mehr als sechs Hektar durch
früheren Holzeinschlag geschädigte Flächen nahe der Gemeinschaft wieder
aufgeforstet.
- Umweltbildung und Agroforst: Es werden Agroforstprojekte und
Umweltbildungsaktionen mit der lokalen Schule in Shintuya umgesetzt.
"Der Schutz des Regenwaldes kann nur gemeinsam mit den Menschen funktionieren,
die ihn seit Generationen kennen und bewohnen. Indigene Gemeinschaften sind vom
weltweiten Hunger nach Rohstoffen besonders stark bedroht und profitieren
gleichzeitig am wenigsten vom Raubbau an den von ihnen behüteten Ressourcen" ,
erklärt Kai Andersch, CEO der Stiftung. Durch den Goldabbau geraten
Schwermetalle wie Quecksilber in die Flüsse, was die Lebensgrundlage und
Gesundheit der Menschen vor Ort massiv gefährdet. Zudem drohen bei der
Erschließung durch Öl- und Gaskonzerne die Zerstörung heiliger Stätten sowie der
Verlust ihrer kulturellen Identität. Mit Wilderness International hat Shintuya
nun einen internationalen Partner an der Seite.
"Wir kämpfen seit Jahrzehnten gegen die Ausbeutung unserer Territorien. Durch
die Zusammenarbeit und Allianz mit Wilderness International wird unserer Stimme
hoffentlich mehr internationales Gehör verschafft und unser Schutzschild gegen
die Waldzerstörung gestärkt" , sagt Victoria Corisepa aus der Shintuya
Community.
Expedition mit Hannah Emde und Unterstützung durch Ecosia
Zum offiziellen Start des Schutzgebiets gingen Wilderness International und die
bekannte TV-Moderatorin, Tierärztin und Artenschützerin Hannah Emde auf eine
Expedition tief in den Dschungel. In einer 6-teiligen Doku-Serie auf YouTube
(https://www.youtube.com/playlist?list=PLJlLkiR_lbWY) nimmt Hannah Emde die
Zuschauerinnen und Zuschauer mit in den Secret Forest Manu. Sie begleitet das
Forschungs- und Waldhüter:innen-Team bei der Arbeit, zeigt hautnah Begegnungen
mit der faszinierenden Tierwelt - von der Korallenotter über die Baumkronen
hinweg bis zur eigenen schmerzhaften Begegnung mit einer Bullet Ant. Anhand von
Interviews mit den lokalen Akteur:innen erklärt sie die Bedrohungslage und
trifft Vertreter:innen der Shintuya, um über die Bedeutung des intakten Waldes
für Mensch und Natur zu sprechen.
"Ich durfte auf dieser abenteuerlichen Reise tief in den Wald und in die Arbeit
von Wilderness International eintauchen. Daraus ist diese schöne Doku
entstanden. Ich freue mich, wenn durch sie viele Menschen sehen, wie
schützenswert dieses Stück Erde ist und mit wie viel Herzblut dort jeden Tag für
seinen Erhalt gearbeitet wird" , so Hannah Emde über das Projekt.
Ermöglicht wird dieses Projekt auch durch einen starken Unternehmenspartner: Die
grüne Suchmaschine Ecosia hat nicht nur einen Teil der Produktionskosten der
Dokumentation übernommen, sondern engagiert sich auch direkt vor Ort. Als eines
der ersten Unternehmen unterstützt Ecosia den Schutz des Secret Forest Manu mit
einer Spende und gründet so einen eigenen Unternehmenswald.
"In wenigen Wochen verhandelt die Welt bei der nächsten UN-Klimakonferenz in
Antalya darüber, ob die in Belém versprochene Wende beim Waldschutz tatsächlich
kommt. Im Secret Forest Manu passiert sie schon jetzt: Hier bleibt der Wald
stehen, weil die Menschen vor Ort ihn schützen und weil viele Menschen bei uns
mit ihrer ganz alltäglichen Suche dazu beitragen. Wir haben bei Ecosia über 250
Millionen Bäume gepflanzt, aber kein neuer Baum ersetzt einen intakten
Primärwald wie diesen. Unsere Vision ist ein Internet, das dem Planeten mehr
zurückgibt, als es ihm nimmt. Dazu gehört, Wälder zu sichern, bevor Straßen und
Bohrtürme kommen" , sagt Christian Kroll, Gründer und CEO von Ecosia.
Die Doku-Reihe ist ab sofort auf dem YouTube-Kanal von Wilderness International
(https://www.youtube.com/playlist?list=PLJlLkiR_lbWY) zu sehen. Der Kauf des
Schutzgebiets und sein langfristiger Schutz sollen durch Spenden refinanziert
werden. Das Prinzip: 1 EUR schützt 1 m² Regenwald dauerhaft und finanziert auch
die Projekte mit den indigenen Gemeinschaften.
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Über Wilderness International
Wilderness International besteht aus drei gemeinnützigen Schwesterstiftungen in
Deutschland, Kanada und Peru. Seit 2008 schützen sie ökologisch wertvolle und
akut bedrohte Wildnisgebiete - dauerhaft und rechtssicher durch Landkauf mit
Grundbucheintrag. Im Fokus ihrer Arbeit stehen der artenreichste Ort der Erde
und die größten CO2-Speicher auf dem Festland: der tropische Amazonas-Regenwald
in Peru und der temperierte Regenwald Westkanadas. Der Erhalt dieser Wälder ist
einer der wirksamsten Hebel gegen Artensterben und Klimakrise. Privat- und
Unternehmensspenden refinanzieren die Landkäufe. Das Prinzip: 1 EUR schützt 1 m²
Regenwald - für immer! Spender:innen erhalten die exakten Geo-Koordinaten und
Luftaufnahmen ihres geschützten Waldstücks. Das Konzept von Wilderness
International wurde 2023 mit dem Phineo WIRKT!-Siegel für seine Wirksamkeit und
Transparenz ausgezeichnet.
Über Ecosia
Ecosia, mit Hauptsitz in Berlin, ist die größte gemeinwohlorientierte
Suchmaschine der Welt. Das Tech-Unternehmen widmet 100 % seines Gewinns dem
Klimaschutz und hat in Zusammenarbeit mit lokalen Communities in über 35 Ländern
mehr als 250 Millionen Bäume gepflanzt. 2014 wurde Ecosia als erstes deutsches
Unternehmen als B-Corporation zertifiziert und seit 2019 wird Ecosia auch nach
den Kriterien der Gemeinwohlökonomie bilanziert. Seit 2017 baut Ecosia
Solaranlagen, um sicherzustellen, dass die weltweiten Serverleistungen für
Suchanfragen mit erneuerbarer Energie kompensiert werden können. Mittlerweile
produzieren die Solaranlagen mehr als 200% des eigenen Energieverbrauchs. 2018
verschenkte Ecosias Gründer und Geschäftsführer Christian Kroll seine Anteile
(https://de.blog.ecosia.org/baume-statt-profit/) an die Purpose Foundation, um
es ins sogenannte Verantwortungseigentum zu überführen und so unwiderruflich
rechtlich verbindlich zu machen, dass das Unternehmen unverkäuflich bleibt und
dass Gewinne gemeinwohlorientiert genutzt werden müssen. Ecosia wurde im Jahr
2009 von Christian Kroll gegründet.
Über Hannah Emde
Hannah Emde, geboren 1992, ist approbierte Tierärztin - und passionierte
Artenschützerin. 2017 gründete sie mit anderen Fachleuten den gemeinnützigen
Verein Nepada Wildlife e. V., der sich für den globalen Natur- und Artenschutz
sowie für Umweltbildung in Deutschland einsetzt. Sie ist in der ganzen Welt als
Wildtierärztin im Einsatz, besonders gerne im Regenwald. Seit April 2024
moderiert sie für das ZDF die Doku-Reihe "Terra X: Faszination Erde".
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Pressematerial zu dieser Meldung:
YouTube Trailer (https://www.youtube.com/watch?v=niVuZ8eij00&list=PLJlLkiR_lbWY)
| Playlist der Doku-Serie auf YouTube
(https://www.youtube.com/playlist?list=PLJlLkiR_lbWY)
Factsheet DE (https://docs.google.com/document/d/1rFBWuL1PnRMm-baDdsA0j-ylQGniA0
LYxK42uqPavMc/edit?usp=drive_link) | Foto- & Bewegtbild- Logo- und
Kartenmaterial (https://drive.google.com/drive/folders/1d46twNsNAxU6JBWw1YYxD0ho
sQYqWUeN?usp=drive_link)
Blogartikel "Manu: Paradies der Vielfalt" (https://wilderness-international.org/
de/de/wilderness-stories/manu-paradies-der-vielfalt)
Blogartikel "Zusammenarbeit mit Shintuya" (https://wilderness-international.org/
de/de/wilderness-stories/partnerschaft-shintuya)
Landingpage Hannah Emde bei Wilderness International
(https://wilderness-international.org/de/de/hannah-emde)
Spendenlink (https://donate.wilderness-international.org/?campaign=manu-doku-spe
nden&sqm=25&lang=de&utm_campaign=manu-doku-spenden&utm_source=youtube&utm_medium
=referral¤cy=eur)
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Kanäle der Stiftung:
Website : http://www.wilderness-international.org
Instagram : http://www.instagram.com/wildernessinternational
YouTube : http://www.youtube.com/@ProtectWilderness
Linkedin : http://www.linkedin.com/company/wilderness-international
Pressekontakt:
Stiftung Wilderness International
Rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts - Die Stiftung ist als gemeinnützig
anerkannt.
Grundstraße 1, 01326 Dresden, Deutschland
Tel.: +49 351 31402220
Pressekontakt:
Claire von Quast
E-Mail: claire.v.quast@wilderness-international.org
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/183695/6375730
OTS: Wilderness International
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