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Delmenhorst (ots) - Die Bauzinsen sind zurück auf einem Niveau, das viele Käufer
lange nicht mehr erlebt haben: Für zehnjährige Finanzierungen wurden Mitte
September im Durchschnitt rund 4,28 Prozent aufgerufen - so viel wie zuletzt
2011. Gleichzeitig kühlt sich die Nachfrage ab, Finanzierungen werden
schwieriger und Immobilien brauchen teilweise länger, bis sich ein Käufer
findet.
Hohe Zinsen bedeuten nicht automatisch, dass Immobilienhändler keine Deals mehr
machen können. Entscheidend ist vielmehr, zu welchem Preis eingekauft wird.
Gerade wenn andere Käufer zurückhaltender werden, können sich
Verhandlungsspielräume und neue Einstiegsmöglichkeiten ergeben. Nachfolgend
erfahren Sie, warum professionelle Immobilienhändler trotz hoher
Finanzierungskosten weiter nach Objekten suchen, wo sich aktuell Chancen ergeben
und warum der Einkaufspreis in dieser Marktphase noch wichtiger wird.
Schwächere Nachfrage eröffnet neue Chancen beim Immobilienkauf
Was viele Immobilienkäufer derzeit verunsichert, kann für professionelle
Immobilienhändler eine interessante Ausgangslage schaffen. Denn während hohe
Finanzierungskosten und die angespannte wirtschaftliche Situation einen Teil der
Kaufinteressenten zurückhaltender werden lassen, wächst gleichzeitig das Angebot
an verfügbaren Immobilien. Dadurch ergeben sich für Händler, die den Markt genau
kennen, neue Möglichkeiten beim Einkauf. Sie können aus einer größeren Auswahl
gezielt diejenigen Objekte herausfiltern, für die trotz der schwierigeren
Rahmenbedingungen eine ausreichend hohe Nachfrage besteht.
Entscheidend ist dabei nicht, möglichst viele Immobilien günstig zu erwerben,
sondern die richtigen Objekte auszuwählen. Schließlich lässt sich nicht jede
Immobilie, die zu einem vermeintlichen Schnäppchenpreis angeboten wird,
anschließend problemlos weiterverkaufen. Professionelle Händler konzentrieren
sich deshalb auf Wohnungen und Häuser, die bei potenziellen Käufern besonders
gefragt sind und sich entsprechend schnell vermarkten lassen. Wer die
Bedürfnisse seiner Zielgruppe kennt und attraktive Objekte frühzeitig erkennt,
kann somit auch in einer angespannten Marktphase profitable Geschäfte
abschließen.
Warum der Einkaufspreis jetzt noch wichtiger wird
Mit den gestiegenen Bauzinsen haben sich auch die Anforderungen an die
Wirtschaftlichkeit eines Immobiliengeschäfts verändert. Höhere
Finanzierungskosten belasten die Kalkulation und machen es schwieriger,
Immobilien zu Preisen zu verkaufen, die noch vor einigen Monaten realistisch
erschienen. Umso wichtiger ist es, bereits beim Einkauf ausreichend Spielraum
einzuplanen. Denn ein erfolgreicher Immobilienhandel setzt voraus, dass zwischen
dem Kaufpreis und dem später erzielbaren Verkaufserlös genügend Abstand bleibt,
um sämtliche Kosten abzudecken und einen Gewinn zu erwirtschaften.
Dabei müssen Händler berücksichtigen, dass nicht nur die Finanzierung teurer
geworden ist. Auch die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit und die fehlende
Planungssicherheit beeinflussen die Kaufentscheidungen vieler Interessenten. Wer
unter diesen Bedingungen weiterhin mit den Verkaufspreisen der vergangenen
Monate kalkuliert, riskiert, am tatsächlichen Markt vorbeizuplanen. Stattdessen
kommt es darauf an, Immobilien entsprechend günstiger einzukaufen und sie
anschließend zu einem Preis anzubieten, der für die aktuelle Käuferschaft
attraktiv ist. Neben dem Einkaufspreis spielt deshalb auch die Geschwindigkeit
eine wichtige Rolle: Je genauer Händler die Nachfrage einschätzen können, desto
gezielter können sie Objekte auswählen und unnötig lange Vermarktungszeiten
vermeiden.
Ohne genaue Marktkenntnis wird der Immobilienhandel zum Risiko
Ein günstiger Kaufpreis allein reicht allerdings nicht aus, um ein
Immobiliengeschäft erfolgreich abzuschließen. Ebenso entscheidend ist eine
fundierte Einschätzung des Standorts. Dabei sollten sowohl die übergeordnete
Entwicklung einer Stadt als auch die unmittelbare Wohnlage berücksichtigt
werden. Gerade bei Immobilien, die langfristig gehalten werden sollen, kann es
problematisch sein, sich ausschließlich auf den aktuellen Zustand und mögliche
Wertsteigerungen zu konzentrieren. Vielmehr gilt es, auch die wirtschaftlichen
Perspektiven des Standorts zu hinterfragen.
So kann beispielsweise die Abhängigkeit einer Stadt von einzelnen großen
Arbeitgebern ein Risiko darstellen, wenn deren Zukunft unsicher ist. Auch die
konkrete Lage einer Immobilie und ihre Attraktivität für potenzielle Käufer oder
Mieter sollten sorgfältig geprüft werden. Hinzu kommen finanzielle Risiken, die
bei einer zu knappen Kalkulation schnell zum Problem werden können. Reparaturen,
Mieterwechsel oder vorübergehender Leerstand verursachen zusätzliche Kosten, für
die ausreichende Rücklagen vorhanden sein sollten. Wer solche Faktoren
unterschätzt und ausschließlich auf steigende Immobilienwerte setzt, kann selbst
bei einem zunächst attraktiv erscheinenden Kaufpreis erhebliche Verluste
erleiden. Für professionelle Immobilienhändler können gerade daraus wiederum
neue Kaufgelegenheiten entstehen, wenn Eigentümer unter Verkaufsdruck geraten.
Erfolgreiche Immobilienhändler kennen ihre Käufer schon vor dem Einkauf
Wie erfolgreich sich eine Immobilie wiederverkaufen lässt, entscheidet sich
häufig bereits vor dem Kauf. Professionelle Immobilienhändler beschäftigen sich
deshalb nicht erst nach dem Erwerb mit der Frage, wer als Käufer infrage kommt.
Sie analysieren zunächst die vorhandene Nachfrage und suchen anschließend
gezielt nach passenden Objekten. Dafür ist eine genaue Kenntnis des lokalen
Immobilienmarkts unverzichtbar. Wer weiß, welche Wohnlagen, Grundrisse und
Ausstattungsmerkmale besonders gefragt sind, kann die Verkaufschancen deutlich
besser einschätzen.
Umgekehrt können bestimmte Eigenschaften den Wiederverkauf gerade in einem
schwierigeren Markt erheblich erschweren. Dazu gehören beispielsweise
Erbpachtgrundstücke, Wohnungen ohne Balkon oder ungünstige Grundrisse mit
Durchgangszimmern. Solche Merkmale fallen bei einer hohen allgemeinen Nachfrage
möglicherweise weniger stark ins Gewicht, können bei zurückhaltenden Käufern
jedoch zum entscheidenden Hindernis werden. Umso wichtiger ist es, bereits beim
Einkauf auf die spätere Vermarktbarkeit zu achten und nur solche Immobilien zu
erwerben, für die sich realistische Absatzchancen abzeichnen. Werden diese
Objekte anschließend bedarfsgerecht renoviert und zu marktgerechten Preisen
angeboten, lassen sich auch bei hohen Bauzinsen weiterhin attraktive Geschäfte
realisieren. Entscheidend ist somit nicht, auf bessere Marktbedingungen zu
warten, sondern die vorhandene Nachfrage zu verstehen und den Einkauf konsequent
daran auszurichten.
Über Oliver Fischer:
Oliver Fischer ist Immobilienexperte mit über 40 Jahren Erfahrung und Entwickler
des FIX&FLIP-Systems. Er hat über 3.000 Projekte realisiert und mehr als 2.800
Teilnehmer ausgebildet. Mit praxisnahen Strategien unterstützt er Investoren im
strukturierten Immobilienhandel und beim nachhaltigen Vermögensaufbau. Weitere
Informationen unter: https://www.oliverfischer.de
Pressekontakt:
Oliver Fischer
E-Mail: mailto:support@fixundflip.de
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OTS: Oliver Fischer
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