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Berlin/München/Stuttgart/Hamburg/Hannover (ots) - Kommunale IT-Dienstleister
gehen neue Kooperationen ein - Vertrag zur Kooperation im Verkehrswesen und
Absichtserklärung zu "Register as a Service" unterzeichnet
VITAKO setzte auf der Smart Country Convention 2026 (SCCON) ein Zeichen für die
Verwaltungsdigitalisierung im Schulterschluss von Bund, Ländern und Kommunen:
Die kommunalen IT-Dienstleister AKDB, Komm.ONE, ekom21, regio iT und Dataport
vereinbarten mit der gemeinsamen Gesellschaft Telecomputer GmbH den nächsten
Schritt zu einer länderübergreifenden Lösung im Verkehrswesen. Zugleich
unterzeichneten AKDB, ekom21, Komm.ONE und Dataport eine Absichtserklärung für
"Register-as-a-Service" - ein datensicheres, digital souveränes Angebot auf
Open-Source-Basis.
Vom 13. bis 15. Oktober 2026 präsentierte sich VITAKO, die
Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister e.V., gemeinsam mit
govdigital eG auf der Smart Country Convention in Berlin. Der Kooperationsstand
entwickelte sich zum Treffpunkt für Entscheider:innen aus Politik, Verwaltung,
Wissenschaft und öffentlicher IT. Im Mittelpunkt des Bühnenprogramms standen die
strategischen Zukunftsfragen der Verwaltungsdigitalisierung: digitale
Souveränität, Kooperation und Konsolidierung öffentlicher IT-Dienstleister,
Registermodernisierung, Cybersicherheit sowie die praktische Umsetzung der
föderalen Modernisierungsagenda.
Auftakt: "Ökosystem Digitale Verwaltung - Föderalismus als Feature, nicht als
Bug"
Den Auftakt bildete am 13. Oktober das gemeinsame Panel von VITAKO und
govdigital unter dem Titel "Ökosystem Digitale Verwaltung - Föderalismus als
Feature, nicht als Bug". Moderiert von Guido Gehrt (Behördenspiegel),
diskutierten Martin Schallbruch (CEO govdigital e.G.), William Schmitt
(Vorstandsvorsitzender Komm.ONE AöR und VITAKO) und Alexander Smolianitski
(ZenDiS), wie bestehende Kompetenzen und Infrastrukturen zu einem
leistungsfähigen digitalen Gesamtsystem verbunden werden können.
Interföderale Zusammenarbeit im Verkehrswesen
Wie interföderale Zusammenarbeit konkret gelingt, zeigte der im Rahmen der SCCON
vorgestellte Konsortialvertrag im Verkehrswesen: Die Gesellschafter AKDB,
Komm.ONE, ekom21, regio iT und Dataport gehen in Abstimmung mit dem
Bundesministerium für Verkehr den nächsten Schritt zu einer länderübergreifenden
Lösung. Mit der neuen Gesellschafterstruktur werden Kompetenzen, Ressourcen und
langjährige Erfahrung der beteiligten IT- und Fachverfahrensanbieter bei
Telecomputer gebündelt. "Wir haben uns als Partner zusammengeschlossen, um auch
im Bereich Verkehrswesen den Paradigmenwechsel in der öffentlichen IT konsequent
und partnerschaftlich voranzutreiben: weg von isolierten Einzelprojekten, hin zu
verbindlicher Zusammenarbeit und gemeinsam verantworteten Lösungen - um Kunden,
Partner und vor allem Bürger:innen ein verlässliches und anwenderfreundliches
Nutzendenerlebnis zu bieten", sagte William Schmitt, Vorstandsvorsitzender von
VITAKO.
"Gemeinsam besser: Wie Kooperation die digitale Verwaltung zukunftsfest macht"
Anke Pörksen, Digitalisierungsstaatssekretärin in Niedersachsen, Bernd Schlömer,
Staatssekretär und CIO in Sachsen-Anhalt, sowie die VITAKO-Vorstandsmitglieder
William Schmitt (Komm.ONE), Rudolf Schleyer (AKDB) und Kerstin Pliquett (KDN)
diskutierten praxisorientiert über die Zukunft öffentlicher IT-Dienstleister.
Einig waren sich alle Teilnehmenden: Kooperation und Bündelung müssen zum
Regelfall werden, damit Kompetenzen und Ressourcen zusammengeführt und Lösungen
gemeinsam verantwortet, gesteuert, finanziert und im Sinne der Bürger:innen
umgesetzt werden können.
"Die jahrelange Erfahrung unserer Expert:innen zeigt deutlich, dass die
Modernisierung unseres Staates nicht durch neue Parallelstrukturen gelingt,
sondern durch konsequente Zusammenarbeit und Weiterentwicklung. Kommunale
IT-Dienstleister verfügen über die Erfahrung, die Infrastruktur und die
Umsetzungskompetenz, um digitale Verwaltungsleistungen flächendeckend
bereitzustellen", erklärte Lars Hoppmann, geschäftsführender Vorstand von
VITAKO.
Registermodernisierung: Absichtserklärung für "Register as a Service"
Auch bei der Registermodernisierung setzen kommunale IT-Dienstleister auf
gemeinsame Umsetzung und komplementäre Erfahrungen, um damit den Weg von der
fachlichen und technischen Entwicklung über den Registeranschluss bis zum
laufenden Betrieb und Support abzubilden. In diesem Sinne unterzeichneten AKDB,
ekom21, Komm.ONE und Dataport eine Absichtserklärung für "Register as a
Service".
Die Partner setzen dabei auf eine gebündelte, cloudorientierte und digital
souveräne Bereitstellung. Gemeinsam nutzbare Plattformdienste und
standardisierte Fachadapter senken den Aufwand für einzelne Registeranschlüsse
und erleichtern die Anbindung an das Nationale Once-Only-Technical-System
(NOOTS). Einmal entwickelte Komponenten sind wiederverwendbar, Wartung und
Sicherheitsupdates lassen sich bündeln - das entlastet die registerführenden
Stellen und beschleunigt den Rollout in der Fläche.
Die Plattform unterstützt unterschiedliche Register und Verwaltungsträger in
einer gemeinsamen technischen Umgebung, die föderal wie national betrieben
werden kann. Fachliche Verantwortung und Datenhoheit bleiben bei den zuständigen
Stellen; durch die Cloud-Architektur können Kapazitäten bedarfsgerecht
bereitgestellt und weitere Register schrittweise aufgenommen werden.
KI in der kommunalen Praxis
Wie Künstliche Intelligenz die Verwaltung schon heute entlastet, zeigten vier
Praxisbeispiele aus der VITAKO-Mitgliedschaft im Hauptprogramm der Smart Country
Convention. Durch den Programmpunkt führte der geschäftsführende Vorstand der
VITAKO Lars Hoppmann, der in seiner Einführung deutlich machte, dass KI für
kommunale IT-Dienstleister längst vom Pilotprojekt in den produktiven Einsatz
gefunden hat. Die AKDB präsentierte mit ihrer Plattform "IVA" einen
KI-gestützten Verwaltungsassistenten, der die Antragsprüfung - von der
Aufenthaltsgenehmigung über Wohngeld bis zur Jugendhilfe - Ende-zu-Ende
unterstützt und bereits in 127 deutschen Ausländerbehörden im Einsatz ist; die
Entscheidung bleibt dabei stets beim Menschen. Die regio iT stellte mit
"davinKI" eine Plattform mit zahlreichen Open-Source-Komponenten vor, mit der
Kommunen eigenes Verwaltungswissen bündeln, recherchieren und eigene KI-Agenten
entwickeln können - digitale Souveränität ohne Abhängigkeit von Google & Co. Die
ekom21 zeigte, wie Echtzeitdaten aus Verkehr, Wetter und Gefahrenausbreitung
Krisenpläne im Bevölkerungsschutz dynamisch aktualisieren und so etwa Engpässe
früh erkennen und Einsatzkräfte besser koordinieren helfen. PROSOZ Herten
präsentierte ein KI-gestütztes Transkriptionstool für das Jugendamt, das
Pilotkommunen bereits Zeitersparnisse von bis zu 70 Prozent bei der
Dokumentation meldet. "Vier Anwendungsfälle, ein gemeinsamer Nenner: KI kann
Verwaltungsarbeit erleichtern, Ressourcen gezielter einsetzen und neue
Handlungsspielräume schaffen - mit Mehrwert für die Menschen", fasste Lars
Hoppmann die Showcases zusammen. Für die spannenden Einblicke dankte er
Christian Davepon (AKDB), Yasmeen Babar (regio iT), Nina Mergner (ekom21) und
Arne Baltissen (PROSOZ).
Career Day: Die Menschen hinter der digitalen Verwaltung
Der VITAKO Career Day richtete den Blick auf die Menschen hinter der digitalen
Verwaltung. Fenja Sieker (OWL-IT), Tina Siegfried (Dataport), Melike Geyik (NExT
e. V.) und Barbara Schmatz (AKDB) sprachen über Berufswege,
Einstiegsmöglichkeiten, Verantwortung und sinnstiftende Arbeit gerade für Frauen
in der öffentlichen IT. Ihr Fazit: Die kommunale IT ist eine besondere,
verantwortungsvolle Branche, in der die unterschiedlichsten Charaktere,
Ausbildungsberufe und Fachbereiche gemeinsam im Sinne der Gesellschaft arbeiten.
Über VITAKO: VITAKO ist die Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen
IT-Dienstleister e.V. 60 Rechenzentren, Software- und Serviceunternehmen mit
mehr als 20.000 Beschäftigten bündeln innerhalb von VITAKO ihr Know-how.
Insgesamt betreuen die VITAKO-Mitglieder rund 750.000 IT-Arbeitsplätze in mehr
als 10.000 Kommunen. VITAKO ist als Berater und Betriebspartner für Kommunen
tätig sowie der zentrale Ansprechpartner für Verbände und Entscheider:innen
aller Ebenen in allen Fragen des Einsatzes von Informationstechnik im kommunalen
Sektor. VITAKO und ihre Mitgliedsunternehmen "verstehen" Verwaltung und "können"
IT - sie entwickeln seit mehr als 50 Jahren innovative und zukunftsorientierte
IT-Lösungen im Auftrag der kommunalen Eigentümer und Kunden und integrieren
diese in Verwaltungsprozesse.
Pressekontakt:
Frau Aboli Lion
VITAKO - Charlottenstraße 65 - D - 10117 Berlin
Tel.: 030-2063156-14 - Mobil +49 175 1119466
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OTS: Vitako
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