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Frankfurt (ots) - Brasilien hat am Sonntag die Welt einmal mehr mit einem
Wahlergebnis überrascht. Lula da Silva gelang etwas Historisches. Einen Sieg in
der Stichwahl nach vorheriger Pleite in der ersten Runde hat in den vergangenen
40 Jahren niemand geschafft, seit Brasilien wieder eine Demokratie ist. Es ist
ein Segen für das Land und die Welt, dass Brasilien ein rechtsextremer Bolsonaro
2.0 mit seinen antidemokratischen, autoritären und klimafeindlichen Ideen
erspart geblieben ist. (...)
Der Sieg des Linken Lula ist auch ein Sieg des Multilateralismus und vor allem
ein Triumph des Unterlegenenschutzes über das Recht des Stärkeren. Die völlig
aus den Fugen geratene Welt ist ein Stückchen besser geworden. So viel Pathetik
darf an dieser Stelle erlaubt sein. Denn in Zeiten, in denen sich die
Demokratie, insbesondere in Lateinamerika, in einer rasanten Erosion befindet,
ist das Wahlergebnis von Brasilien ein hell leuchtender Hoffnungsschimmer.(...)
Lula muss noch beweisen, dass er mit seiner alten Form, Politik zu machen, auch
die aktuellen Herausforderungen bewältigen kann. Er hat einen konservativen und
ultrarechten Kongress gegen sich. Dieser wird alles daran setzen, ihm das
Regieren unmöglich zu machen. Dazu werden immer mehr Bundesstaaten von
"Bolsonaristas" regiert.
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