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Berlin (ots) - Die Bundeswehr und der Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e. V.
(ASB) bauen ihre Zusammenarbeit im Bereich der zivil-militärischen Kooperation
aus. Mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Kooperationsvereinbarung durch
Generalleutnant André Bodemann, Stellvertreter des Befehlshabers des Operativen
Führungskommandos der Bundeswehr und Kommandeur Territoriale Aufgaben, sowie
Knut Fleckenstein, Bundesvorsitzender des ASB, schaffen beide Organisationen
einen gemeinsamen Rahmen, um ihre Fähigkeiten besser aufeinander abzustimmen und
die Vorbereitung auf Krisen- und Katastrophenlagen in Deutschland zu stärken.
Ziel der Vereinbarung ist es, das gegenseitige Verständnis für Aufgaben,
Strukturen und Fähigkeiten beider Organisationen zu vertiefen und das
Zusammenwirken bei Bedarf zu erleichtern. Im Mittelpunkt stehen der regelmäßige
Informations- und Erfahrungsaustausch, gemeinsame Aus- und
Weiterbildungsmaßnahmen sowie die Beteiligung an Übungen. Darüber hinaus sollen
Möglichkeiten einer gegenseitigen Unterstützung im Kontext der jeweiligen
gesetzlichen und satzungsgemäßen Aufgaben geprüft und weiterentwickelt werden.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit im Zuge der
Gesamtverteidigung Deutschlands. Angesichts komplexer Krisenlagen und steigender
Anforderungen an die staatliche und gesellschaftliche Resilienz kommt dem
abgestimmten Handeln militärischer und ziviler Akteure zur gesamtstaatlichen
Verteidigung eine besondere Bedeutung zu. Die Vereinbarung sieht deshalb auch
einen verstärkten Austausch über mögliche Unterstützungsleistungen und die
Koordination zwischen den beteiligten Organisationen vor. Im Rahmen seiner
Drehscheibenfunktion hat Deutschland u.a. die Aufgabe, als Host Nation die
Unterstützung der verbündeten Streitkräfte sicherzustellen. Zivile Akteure, wie
der ASB, tragen gemäß der Konzeption Zivile Verteidigung maßgeblich dazu bei,
die Erfüllung dieses militärischen Auftrags zu unterstützen.
"Eine wirksame Krisenvorsorge und ein konstruktives Miteinander im Rahmen der
Gesamtstaatlichen Verteidigung setzen voraus, dass die beteiligten Akteure ihre
jeweiligen Fähigkeiten kennen, Ansprechpartner etabliert sind und Verfahren des
Zusammenwirkens frühzeitig abgestimmt werden. Die Kooperationsvereinbarung
schafft dafür einen verlässlichen Rahmen und stärkt die Voraussetzungen für eine
koordinierte Zusammenarbeit im Inland", erklärte General Bodemann anlässlich der
Unterzeichnung.
Der ASB-Bundesvorsitzende Knut Fleckenstein betonte: "Mit der
Kooperationsvereinbarung schaffen wir eine wichtige Grundlage für den
strukturierten Dialog zwischen dem ASB und der Bundeswehr. Gerade angesichts der
aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen wollen wir als unabhängige
zivile Hilfsorganisation unsere Kompetenzen einbringen und gemeinsam dazu
beitragen, den Bevölkerungsschutz zu stärken sowie die Widerstandsfähigkeit
unserer Gesellschaft zu erhöhen."
Die Zusammenarbeit soll auf Bundes-, Landes- und regionaler Ebene
weiterentwickelt werden. Regelmäßige Abstimmungen, der Austausch von
Ansprechpartnern und die gemeinsame Auswertung von Erfahrungen sollen dazu
beitragen, bestehende Strukturen zu festigen und neue Kooperationsmöglichkeiten
zu erschließen.
Die Vereinbarung berücksichtigt ausdrücklich die unterschiedlichen Aufgaben,
Zuständigkeiten und rechtlichen Grundlagen beider Organisationen. Eine
Zusammenarbeit erfolgt innerhalb der verfügbaren personellen und materiellen
Ressourcen sowie der jeweils geltenden gesetzlichen und satzungsgemäßen
Vorgaben.
Mit der Unterzeichnung setzen Bundeswehr und ASB ein gemeinsames Zeichen für
eine leistungsfähige zivil-militärische Zusammenarbeit und eine
widerstandsfähige Gesellschaft.
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