|
Berlin (ots) - Anlässlich der Beratungen zum Bundeshaushalt 2027 fordert der
Ratschlag Kinderarmut in einem Appell mit 71 unterzeichnenden Organisationen und
Einzelpersonen aus Zivilgesellschaft und Wissenschaft (https://www.savethechildr
en.de/fileadmin/downloads/appell-ratschlag-kinderarmut-2026.pdf) , die
Zukunftschancen junger Menschen zu sichern und Jugendarmut wirksam zu bekämpfen.
Unter dem Titel "Nicht an der Zukunft sparen - Jugendarmut bekämpfen, Teilhabe
sichern" warnt das Bündnis vor Einsparungen bei Jugendlichen und jungen
Erwachsenen. Sozialreformen dürften nicht von Sparzwängen bestimmt werden. Ein
starker Sozialstaat müsse junge Menschen schützen und ihnen Zukunftsaussichten
eröffnen. Wer heute bei jungen Menschen spare, der gefährde den
gesellschaftlichen Zusammenhalt, demokratische Teilhabe und die
Zukunftsfähigkeit Deutschlands.
Der Ratschlag Kinderarmut fordert in seinem Appell daher weitreichende
Verbesserungen für Jugendliche und junge Erwachsene. Anstelle von Kürzungen im
Bundeshaushalt, zum Beispiel beim Wohngeld oder Kindersofortzuschlag, braucht es
aus Sicht der Unterzeichner*innen endlich Investitionen in eine starke soziale
Infrastruktur und armutsfeste Sozialleistungen.
Dazu kommentiert Eric Großhaus, Experte für Kinderarmut bei Save the Children
Deutschland:
"Den richtigen Beruf finden, eigene Entscheidungen treffen und Schritt für
Schritt selbstständiger werden: Erwachsenwerden ist ein echtes Abenteuer.
Deshalb braucht es gute Rahmenbedingungen vom frühen Kindesalter bis in die
Jugend. Doch noch immer hängen in Deutschland Zukunftschancen maßgeblich vom
Geldbeutel der Eltern ab. Armut und finanzielle Unsicherheiten erschweren vielen
jungen Menschen den Weg in ein selbstbestimmtes Leben. Ein wegbrechender
Unterhaltsvorschuss kann eine Schullaufbahn gefährden und ein Ausbildungs- oder
Studienplatz nützt wenig, wenn die Miete am Ausbildungsort unbezahlbar ist.
Die von der Bundesregierung geplanten Kürzungen im sozialen Bereich würden
armutsgefährdete und armutsbetroffene Kinder und Jugendliche besonders hart
treffen. Aber es ist noch möglich, umzusteuern und den Haushalt 2027 so zu
gestalten, dass er Zukunftschancen sichert. Das bedeutet: Mehr Investitionen in
Kinder und Jugendliche, den Ausbau einer funktionierenden sozialen Infrastruktur
und keine Streichung wichtiger Unterstützungsleistungen. Soziale Sicherheit und
Chancengerechtigkeit sind nicht zuletzt wichtige Voraussetzungen für
wirtschaftliches Wachstum, gesellschaftlichen Zusammenhalt und eine
funktionierende Demokratie."
Der Appell zum Download: Nicht an der Zukunft sparen: Jugendarmut bekämpfen,
Teilhabe sichern (https://www.savethechildren.de/fileadmin/downloads/appell-rats
chlag-kinderarmut-2026.pdf)
Über Save the Children
Im Nachkriegsjahr 1919 gründete die britische Sozialreformerin und
Kinderrechtlerin Eglantyne Jebb Save the Children, um Kinder in Deutschland und
Österreich vor dem Hungertod zu retten. Heute ist die inzwischen größte
unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt in rund 100 Ländern tätig. Save
the Children setzt sich ein für Kinder in Kriegen, Konflikten und Katastrophen.
Für eine Welt, die die Rechte der Kinder achtet, in der alle Kinder gesund und
sicher leben sowie frei und selbstbestimmt aufwachsen und lernen können - seit
über 100 Jahren.
Pressekontakt:
Save the Children Deutschland e.V.
Pressestelle
Tel.: +49 (0)30 - 27 59 59 79 - 226
Mail: mailto:presse@savethechildren.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/106106/6378330
OTS: Save the Children Deutschland e.V.
|