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Mehr SOS-Infos
https://ots.de/NUWbGf
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Bethlehem (ots) - Zunehmende Gewalt und Bewegungseinschränkungen verhindern den
Zugang zu Bildung von Kindern und jungen Menschen im Westjordanland. Das geben
die SOS-Kinderdörfer weltweit bekannt. Allein seit Beginn des neuen Schuljahres
am 6. September 2026 kam es zu Angriffen und Blockaden an 140 Schulen - mit
Auswirkungen auf etwa 24.500 Schülern und Schülerinnen. Vielerorts bedeutet
schon der Schulweg ein hohes Risiko, und zahlreiche Checkpoints machen es für
Schüler und Schülerinnen immer schwieriger, Bildungseinrichtungen überhaupt zu
erreichen. Laut den Vereinten Nationen gab es bereits Anfang des Jahres über 900
dieser Kontrollpunkte. Im gesamten Westjordanland haben staatliche Schulen seit
langer Zeit nur noch an drei Tagen pro Woche geöffnet.
"Wenn Kinder nicht regelmäßig und sicher zur Schule gehen können, hat das
massive Folgen - nicht nur für ihre akademische Entwicklung, sondern auch für
ihre Psyche, ihre Persönlichkeitsentwicklung und ihr allgemeines Wohlergehen.
Der regelmäßige Schulbesuch bietet ihnen Stabilität, Routine und soziale
Bindungen. Sie haben ein Recht darauf", sagt Ghada Hirzallah, Leiterin der
SOS-Kinderdörfer in Palästina.
Straßensperrungen erschweren die Hilfe der SOS-Kinderdörfer
Die Lage im Westjordanland spitzt sich immer weiter zu. Angriffe durch
israelische Siedler sowie Zwangsräumungen und gewalttätige Vertreibungen von
palästinensischen Familien häufen sich. Für die betroffenen Kinder können die
Gewalterfahrungen schwere psychische Folgen haben. Viele junge Menschen leiden
unter Unsicherheit und Perspektivlosigkeit. Auch auf Familien und Gemeinden
liege ein erheblicher Druck. "Viele der Familien, die wir unterstützen, leben in
armen Verhältnissen und haben mit unserer Hilfe mühsam Stabilität für sich und
ihre Kinder aufgebaut. Die zunehmende Gewalt und die ständige Gefahr könnten all
dies wieder zunichte machen", sagt Ghada Hirzallah.
Auch für die SOS-Kinderdörfer sei es immer schwieriger, Hilfe für notleidende
Familien zu leisten. Straßensperrungen führen dazu, dass sich Besuche bei
Familien verzögern oder ganz ausfallen. Das Team versucht, über Telefonate,
Text-Nachrichten und freiwillige Unterstützer in der Region den Kontakt zu
halten. Und wie alle anderen Bewohner des Westjordanlandes sind auch die
Mitarbeitenden der SOS-Kinderdörfer sowie ihre Familien persönlich von den
aktuellen Ereignissen betroffen. "Dennoch leisten sie Tag für Tag wichtige
Arbeit und setzen sich für bedürftige Kinder und Familien ein", sagt Hirzallah.
Humanitäres Völkerrecht und Kinderrechte müssen geachtet werden
Die SOS-Kinderdörfer fordern ein sofortiges Ende jeglicher Angriffe auf Kinder,
Bildungseinrichtungen und Lehrkräfte im Westjordanland. Kinder und Familien
müssen einen sicheren und ununterbrochenen Zugang zu Bildung,
Gesundheitsversorgung, Kinderschutz sowie psychosozialer Unterstützung erhalten.
Das humanitäre Völkerrecht und Kinderrechte müssen zu jeder Zeit geachtet
werden.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Boris Breyer
Pressesprecher SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 0160 - 984 723 45
E-Mail: mailto:boris.breyer@sos-kd.org
http://www.sos-kinderdoerfer.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/1658/6379881
OTS: SOS-Kinderdörfer weltweit e.V.
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