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Stuttgart (ots) - ETF-Apps, Robo-Advisor und KI machen Finanzwissen rund um
Geldanlagen für Verbraucher so einfach zugänglich wie nie zuvor. Was früher
einen Termin beim Berater erforderte, lässt sich heute teilweise innerhalb
weniger Minuten selbst erfragen. Produktwissen verliert dadurch als
Alleinstellungsmerkmal klassischer Finanzberater an Bedeutung, weil Verbraucher
entsprechende Informationen zunehmend über digitale Angebote und KI erhalten.
Wer seinen Kunden nur erklärt, welchen ETF, welche Versicherung oder welches
Finanzprodukt sie kaufen sollen, wird zunehmend austauschbar. Die Zukunft der
Finanzberatung liegt dort, wo Apps und KI an ihre Grenzen kommen. Hier erfahren
Sie, warum das klassische Beratermodell zunehmend unter Druck gerät, welche
Aufgaben KI und digitale Plattformen übernehmen werden und wie sich
Finanzberater neu positionieren müssen, um auch in Zukunft für Kunden relevant
zu bleiben.
Wenn Wissen kein Alleinstellungsmerkmal mehr ist
Lange beruhte ein wesentlicher Teil des Werts von Finanzberatung auf einem
Informationsvorsprung. Berater kannten Produkte, Fördermöglichkeiten,
steuerliche Gestaltungen und Anlagestrategien, während Kunden auf dieses Wissen
angewiesen waren. Diese Rollenverteilung verändert sich.
Verbraucher können sich heute selbst über ETFs, Versicherungen oder
Immobilienfinanzierungen informieren, insbesondere mit KI. Manche Kunden kommen
deshalb bereits mit konkreten Vorstellungen in ein Gespräch, haben verschiedene
Strategien geprüft und möchten wissen, ob ihre Recherche tatsächlich zu ihrer
persönlichen Situation passt.
Fachwissen verliert dadurch nicht seine Bedeutung. Es wird vielmehr zur
Grundvoraussetzung, mit der sich ein Anbieter allein kaum noch von Wettbewerbern
abheben kann. Kunden setzen eine kompetente Beratung voraus. Entscheidend wird
deshalb stärker, was darüber hinaus geboten wird.
Vom Produktmarkt zum Vertrauensmarkt
Auch die Kriterien, nach denen Kunden einen Finanzberater auswählen, haben sich
verändert. Früher war es für Anbieter bereits ein Vorteil, überhaupt sichtbar zu
sein und potenzielle Kunden zu erreichen. Mit der zunehmenden Digitalisierung
wurde es anschließend wichtiger, mit attraktiven Produkten und Konditionen zu
überzeugen. Vergleichsportale und andere digitale Angebote haben jedoch dafür
gesorgt, dass Kunden solche Angebote heute schnell selbst vergleichen können.
Das führt dazu, dass Vertrauen und persönliche Begleitung mehr an Bedeutung
gewinnen. Ein jährliches Servicegespräch und gelegentliche Produktempfehlungen
reichen den Kunden nicht mehr. Gefragt ist vielmehr eine Beratung, die nicht bei
einzelnen Finanzprodukten endet, sondern die gesamte Situation des Kunden
berücksichtigt. Denn ein Immobilienkauf, die Gründung einer Familie, der Schritt
in die Selbstständigkeit oder ein beruflicher Wechsel können finanzielle
Entscheidungen notwendig machen. Ein Berater kann dabei helfen, die Auswirkungen
auf Vermögensaufbau, Absicherung und finanzielle Planung gemeinsam zu betrachten
und aufeinander abzustimmen.
Der Berater wird zum Sparringspartner
KI dürfte daher weniger dazu führen, dass Finanzberatung vollständig
verschwindet. Vielmehr verändert sie deren Funktion. Standardinformationen,
erste Vergleiche und allgemeine Strategien lassen sich zunehmend digital
abbilden. Persönliche Beratung wird dagegen dort wichtig, wo Informationen
eingeordnet, Entscheidungen abgestimmt und Maßnahmen umgesetzt werden müssen.
Künftig könnte das Gespräch häufiger mit einem bereits gut informierten Kunden
beginnen. Dieser hat möglicherweise mithilfe von KI eine Strategie entwickelt
und möchte prüfen, ob sie zu seiner Situation passt. Der Finanzberater wird
damit vom Wissensvermittler stärker zum Sparringspartner, der Annahmen prüft,
Zusammenhänge erkennt und bei der Umsetzung begleitet.
Hinzu kommt die langfristige Betreuung. Finanzielle Strategien müssen nicht nur
entwickelt, sondern auch umgesetzt und bei Veränderungen angepasst werden.
Gerade darin kann künftig ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal liegen.
Warum Sichtbarkeit allein nicht reicht
Auch über Social Media lässt sich Kompetenz heute schwieriger vermitteln als
früher. Denn mit KI kann nahezu jeder in kurzer Zeit fachlich überzeugende
Beiträge, Texte oder Videoskripte erstellen. Ein professioneller Auftritt sagt
deshalb noch wenig darüber aus, wie gut die tatsächliche Beratung ist.
Umso wichtiger werden echte Erfahrungen von Kunden. Bewertungen, Empfehlungen
und Kundenstimmen zeigen potenziellen Interessenten, ob ein Finanzberater auch
in der Praxis gute Arbeit leistet und seine Kunden zuverlässig betreut.
Trotzdem bleibt Sichtbarkeit wichtig. Bevor sich Interessenten für einen Berater
entscheiden, müssen sie zunächst auf ihn aufmerksam werden und mehrfach mit
seinen Inhalten oder Angeboten in Kontakt kommen. Werbung und Social Media
können dabei helfen. Vertrauen entsteht jedoch vor allem dann, wenn zufriedene
Kunden von ihren Erfahrungen berichten und die versprochene Beratungsqualität
tatsächlich erleben.
Beratung beginnt dort, wo Information endet
Wer sich ausschließlich über Produkte und einen Wissensvorsprung definiert,
konkurriert zunehmend mit digitalen Angeboten, die Informationen schneller und
teilweise kostenlos bereitstellen.
Finanzberatung muss deshalb stärker dort ansetzen, wo reine
Informationsvermittlung endet. Dazu gehören die Einordnung komplexer
Entscheidungen, eine kontinuierliche Begleitung und das Verständnis dafür, wie
unterschiedliche finanzielle und persönliche Entwicklungen zusammenwirken.
KI nimmt Finanzberatern damit nicht zwangsläufig ihre Aufgabe. Sie verändert
jedoch die Anforderungen an ihren Beruf. Je leichter Wissen verfügbar wird,
desto weniger reicht es aus, dieses lediglich weiterzugeben. Relevant bleibt
persönliche Beratung vor allem dann, wenn sie Informationen auf die individuelle
Situation überträgt, Entscheidungen begleitet und auch nach dem
Vertragsabschluss verlässlich zur Verfügung steht.
Über Kevin Fiawoo und die Vertranium GmbH:
Kevin Fiawoo, Marcel Mankas und Maurice Mankas sind die Gründer der Vertranium
GmbH. Sie bringen die Finanzbranche wieder ins richtige Licht und verhelfen
Finanzdienstleistern erfolgreich zu hochwertigen Kunden und Mitarbeitern. Dabei
verfolgen sie als eine der führenden Unternehmensberatungen eine hybride
Strategie: Zum einen werden bewährte und in der Praxis erprobte
Marketingmaßnahmen umgesetzt. Zum anderen erfolgt eine Analyse und Optimierung
der internen Strukturen und Prozesse des Unternehmens. Mehr Informationen unter:
https://vertranium.de/
Pressekontakt:
Vertranium GmbH
Vertreten durch: Marcel Mankas und Kevin Fiawoo
E-Mail: mailto:info@vertranium.de
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