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München (ots) - Husten und Schnäuzen im Bus, beim Einkaufen oder im Wartezimmer:
Vielen älteren Menschen mit Vorerkrankungen bereitet die Infektsaison Sorge, wie
eine aktuelle Umfrage zeigt.[1] Mehr als die Hälfte der vorerkrankten Befragten
über 60 Jahren fürchtet, dass ein Atemwegsvirus ihre Vorerkrankung verschlimmern
könnte.[1] Fast jeder Zweite hat dies bereits durchlebt.[1] Ein möglicher
Auslöser dafür ist die Atemwegserkrankung RSV.[2] Wie schwer sie älteren
Menschen mit Vorerkrankungen zusetzen kann und welche Präventionsmöglichkeiten
es gibt, erläutert Experte Sebastian Alsleben.
Ein Atemwegsinfekt gilt oft als Bagatelle. Für ältere Menschen mit
Vorerkrankungen ist er das häufig nicht, wie eine vom Biopharma-Unternehmen GSK
initiierte Online-Umfrage unter Menschen über 60 Jahren mit Vorerkrankungen in
Deutschland offenbart: 56 Prozent der Befragten haben Sorge, dass ein
Atemwegsvirus die Beschwerden ihrer Vorerkrankung verstärken könnte.[1] Fast 49
Prozent haben eine solche Verschlechterung sogar schon erlebt.[1] Auch die
Atemwegserkrankung RSV, ausgelöst durch das Respiratorische Synzytial-Virus,
kann solche Folgen nach sich ziehen.[2] Sebastian Alsleben, Facharzt für
Allgemeinmedizin aus Solingen, erklärt: "RSV kann älteren Menschen mit
Vorerkrankungen gefährlich werden. Neben einer Verschlimmerung der Vorerkrankung
drohen Komplikationen wie eine Lungenentzündung." Dafür gibt es mehrere Gründe:
Ab einem Alter von etwa 60 Jahren kann die Schlagkraft des Immunsystems
nachlassen.[3] Zudem können bestehende Erkrankungen wie Asthma, chronisch
obstruktive Lungenerkrankung (COPD) oder Herzschwäche die Abwehr zusätzlich
beeinträchtigen.[3]
Lunge und Herz unter Druck: Wie eine Infektion Vorerkrankungen verschlimmern
kann
Wie weitreichend der Einfluss einer RSV-Infektion auf eine Vorerkrankung sein
kann, zeigt sich an den Beispielen Asthma und COPD. Bei diesen Erkrankungen
besteht die Gefahr, dass das Virus die Lunge zusätzlich in Bedrängnis bringt und
Beschwerden wie Atemnot verschlechtert.[4,5,6] Zudem können die durch RSV in
Gang gesetzten Entzündungsprozesse Herz und Gefäßen zusetzen und auf diesem Wege
beispielsweise Herzrhythmusstörungen verschlimmern, aber auch Komplikationen wie
einen erneuten Herzinfarkt nach sich ziehen.[7,8] Der Experte Alsleben macht
deutlich: "Ein RSV-Infekt kann für Vorerkrankte im Alter einen hohen
Leidensdruck bedeuten. Patienten müssen mitunter im Krankenhaus behandelt werden
und erleben danach einen Leistungsknick. Manche von ihnen erreichen nicht mehr
das Niveau, das sie vor der Infektion hatten."
Keine gezielte Therapie gegen RSV: Warum Vorbeugung den Unterschied macht
Was Betroffenen und Ärzten im Ernstfall bislang fehlt: ein Mittel, das gezielt
gegen das Virus wirkt.[2] Alsleben erklärt: "Erkranken Patienten schwer an einer
RSV-Infektion oder liegen gar mit Komplikationen im Krankenhaus, können wir nur
versuchen, Symptome wie Atemnot zu lindern." Hinzu kommt: Wer eine Infektion
überstanden hat, darf sich nicht in Sicherheit wiegen, denn ein dauerhafter
Schutz bleibt aus.[2] "Gerade deshalb ist Prävention so wichtig", betont
Alsleben. Doch wie die von GSK initiierte Umfrage nahelegt, ist die RSV-Vorsorge
bei Menschen über 60 mit Vorerkrankungen bislang noch wenig präsent.[1] Nur 35
Prozent der befragten Über-60-Jährigen mit Vorerkrankungen vereinbarten einen
Arzttermin, um Maßnahmen zur Senkung ihres RSV-Risikos zu besprechen.[1]
Alsleben erklärt: "Das bedeutet im Umkehrschluss: Rund zwei Drittel hatten sich
dazu bislang noch keinen ärztlichen Rat eingeholt."
RSV-Impfung: Was sie leisten kann und für wen sie empfohlen ist
Dabei gibt es mit einer RSV-Impfung eine Möglichkeit, schweren Infektionen und
der Verschlechterung von Vorerkrankungen vorzubeugen.[2] Die Ständige
Impfkommission (STIKO) empfiehlt sie für Menschen ab 60 Jahren mit bestimmten
Vorerkrankungen wie schweren chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen.[2] Auch
Personen ab 60, die in einer Pflegeeinrichtung leben, sollten sich laut STIKO
mit der RSV-Impfung schützen.[2] Das Gleiche gilt für alle Menschen ab 75
Jahren.[2] Im Idealfall sollte die Impfung im Spätsommer oder Herbst
erfolgen.[2] Wer diesen Zeitpunkt verpasst hat, muss aber nicht auf das nächste
Jahr warten. Die Impfung lässt sich jederzeit nachholen.[2] Hausarzt und
Facharzt können ältere Patienten mit Vorerkrankungen dazu beraten, ob eine
Impfung für sie infrage kommt. "Jeder Arztbesuch ist eine Chance, RSV
anzusprechen", so Alsleben.
Details zur Umfrage: Wie die Ergebnisse zustande kamen
Die globale Umfrage "Respiratory Syncytial Virus (RSV) Awareness Week 2026" fand
online statt.[1] Sie wurde zwischen dem 15. Juli und dem 7. August 2026 von
Human8 im Auftrag von GSK in zehn Ländern (Australien, Brasilien, Deutschland,
Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Polen, Spanien und Taiwan) durchgeführt.[1] In
Deutschland umfasste sie 518 Erwachsene im Alter ab 18 Jahren mit verschiedenen
Vorerkrankungen, darunter 249 Personen über 60 Jahre.[1] Zu den Vorerkrankungen
der Befragten zählten Diabetes mellitus Typ 1 oder Typ 2, COPD, Asthma,
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Nierenerkrankungen und Bluthochdruck.[1]
Die Umfrage befasste sich mit Atemwegsinfekten im Allgemeinen sowie mit RSV. Die
in der Pressemitteilung genannten Ergebnisse beziehen sich auf die hierzulande
befragten Personen über 60.[1]
Über GSK
GSK ist ein globales Biopharma-Unternehmen, das Wissenschaft, Technologie und
Talent vereint, um Krankheiten gemeinsam voraus zu sein. Weitere Informationen
unter: http://www.de.gsk.com/ .
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Referenzen
[1] Respiratory Syncytial Virus (RSV) Awareness Week 2026. Germany Survey.
Results Data Snapshot. August 2026
[2] Rki.de, "RSV-Infektionen". Verfügbar unter: https://www.rki.de/DE/Aktuelles/
Publikationen/RKI-Ratgeber/Ratgeber/Ratgeber_RSV.html Zugriff: Oktober 2026
[3] Chen R, et al. Chin Med J (Engl). 2024 Dec 20;137(24):3010-3049
[4] Gesundheit.gv.at, "Exazerbation - plötzliche Verschlechterung bei COPD".
Verfügbar unter: https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/atemwege/copd/akute-ve
rschlechterung.html Zugriff: Oktober 2026
[5] Lung.org, "RSV in Adults". Verfügbar unter:
https://www.lung.org/lung-health-diseases/lung-disease-lookup/rsv/rsv-in-adults
Zugriff: Oktober 2026
[6] Gomez-Garcia RM, et al. Viruses. 2024 Nov 7;16(11):1749
[7] Herzmedizin.de, "RSV ist keine Kinderkrankheit - was das für Herzkranke
bedeutet". Verfügbar unter: https://herzmedizin.de/fuer-patienten-und-interessie
rte/vorsorge/risikofaktoren/rsv-virus Zugriff: Oktober 2026
[8] Heart.org, "RSV and Heart Health". Verfügbar unter:
https://www.heart.org/en/health-topics/rsv Zugriff: Oktober 2026
**Info: Gendergerechte Sprache: Dieser Text schließt prinzipiell alle
Geschlechter mit ein. Zur besseren Lesbarkeit wird jedoch nur eine
Geschlechtsform verwendet - welche das ist, liegt im Ermessen derjenigen Person,
die den Text verfasst hat.
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