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Berlin (ots) - Bitkom-Befragung zeigt wirtschaftlichen Druck auf DiGA-Hersteller
- digitale Therapien brauchen verlässliche Vergütung und weniger Bürokratie.
Pharma Deutschland fordert angesichts der aktuellen Bitkom-Befragung (https://ww
w.bitkom.org/Bitkom/Publikationen/Digitale-Gesundheitsanwendungen-DiGA-2026) zu
Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) verlässliche Rahmenbedingungen für
digitale Therapien. Die Befragung von 34 DiGA-Unternehmen zeigt: 85 Prozent
sehen hohe Entwicklungs- und Zulassungskosten als Nachteil für die
wirtschaftliche Tragfähigkeit, 76 Prozent bewerten die Investitionssicherheit
als gering. 74 Prozent halten die aktuelle Vergütung im Verhältnis zum
Entwicklungs-, Betriebs-, Evidenz- und Zulassungsaufwand für nicht oder eher
nicht angemessen. Aus Sicht von Pharma Deutschland müssen der Zugang zu
digitalen Behandlungsmöglichkeiten für Patientinnen und Patienten verbessert und
die Entwicklung von DiGA in Deutschland gestärkt werden.
"Deutschland hat mit der App auf Rezept einen Weg für digitale Therapien in die
Versorgung geschaffen. Diesen Fortschritt dürfen wir jetzt nicht kaputtsparen.
Wer hohe Anforderungen an Evidenz, Datenschutz und Sicherheit stellt, muss auch
Bedingungen schaffen, unter denen Unternehmen diese Anforderungen dauerhaft
erfüllen können. Entscheidend ist, ob eine Therapie den Menschen hilft. Wir
brauchen verlässliche Vergütung, planbare Anforderungen und einen einfachen Weg
von der Verordnung zur Behandlung. Eine digitale Versorgung, die politisch
gewollt ist, muss auch wirtschaftlich möglich sein", sagt Dorothee Brakmann,
Hauptgeschäftsführerin von Pharma Deutschland.
Die Ergebnisse der Bitkom-Befragung zeigen ein deutliches Spannungsverhältnis:
86 Prozent der befragten Unternehmen bewerten Deutschland bei der Zulassung und
Erstattung von DiGA im internationalen Vergleich als eher oder sehr gut.
Gleichzeitig berichten sämtliche befragten Unternehmen von einer
Verschlechterung der allgemeinen Situation für DiGA-Hersteller in den
vergangenen zwei Jahren, 82 Prozent sogar von einer starken Verschlechterung.
Das ist aus Sicht von Pharma Deutschland ein Warnsignal für die
Weiterentwicklung der digitalen Versorgung.
79 Prozent der befragten Unternehmen nennen Unsicherheit über akzeptierte
Studiendesigns als Herausforderung beim Nutzennachweis. Pharma Deutschland
fordert deshalb, Anforderungen an Studien frühzeitig und verlässlich zu klären.
Unternehmen müssen notwendige Investitionen in Evidenz, Sicherheit und
Weiterentwicklung langfristig planen können.
Pharma Deutschland setzt sich dafür ein, die Bewertung digitaler Therapien
konsequent am Versorgungsnutzen auszurichten. Nutzungsdauer und
Nutzungshäufigkeit dürfen nicht isoliert mit dem Behandlungserfolg gleichgesetzt
werden. Vorgaben zur Erfolgsmessung müssen die unterschiedlichen Erkrankungen
und Therapiekonzepte berücksichtigen. Zusätzliche Datenerhebung muss einen
erkennbaren Mehrwert für die Bewertung und Verbesserung der Versorgung liefern.
Neben verlässlichen Vergütungsbedingungen braucht es einen einfacheren Zugang zu
digitalen Therapien. Alle befragten Unternehmen halten eine medienbruchfreie,
volldigitale Verordnung für wichtig, 94 Prozent sogar für sehr wichtig. Pharma
Deutschland fordert deshalb praxistaugliche Verordnungs- und Einlöseprozesse,
die Patientinnen und Patienten ohne unnötige technische oder administrative
Hürden zur Behandlung führen.
DiGA sind Medizinprodukte, die vor ihrer Aufnahme in das DiGA-Verzeichnis ein
Prüfverfahren beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
durchlaufen. Sie können Behandlungen begleiten und Patientinnen und Patienten im
Alltag unterstützen. Dieses Potenzial gilt es durch praxistaugliche Verfahren,
bessere Information und verlässliche Investitionsbedingungen zu erschließen.
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Der Pharma Deutschland e.V. ist der mitgliederstärkste Branchenverband der
Pharmaindustrie in Deutschland. Er vertritt die Interessen von rund 400
Mitgliedsunternehmen, die in Deutschland ca. 80.000 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter beschäftigen. Die in Pharma Deutschland e.V. organisierten
Unternehmen tragen maßgeblich dazu bei, die Arzneimittelversorgung in
Deutschland zu sichern. So stellen sie fast 80 Prozent der in Apotheken
verkauften rezeptfreien und fast zwei Drittel der rezeptpflichtigen Arzneimittel
sowie einen Großteil der stofflichen und dentalen Medizinprodukte für die
Patientinnen und Patienten bereit. Unter http://www.pharmadeutschland.de gibt es
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