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Neues Prüfregime: mehr Bürokratie im Krankenhaus, weniger Zeit für Patienten

7.11.2026 14:40 Uhr Marburger Bund - Bundesverband

Berlin (ots) - Der Marburger Bund fordert die Bundesregierung auf, die zum 1. Januar 2027 vorgesehene Erhöhung der Prüfquoten des Medizinischen Dienstes (MD) und Schwellenwerte bei Krankenhausrechnungen zurückzunehmen. Das geltende Prüfquotenverfahren sei "weder praktikabel noch wirtschaftlich sinnvoll", heißt im Beschluss der 148. Hauptversammlung des Verbandes in Berlin.

Allein im Krankenhausbereich würden durch die Erhöhung der Prüfquoten nach Schätzungen ein bis zwei Vollzeitkräfte pro Krankenhaus neu eingestellt werden müssen, das wären 1.500 bis 3.000 zusätzliche Arbeitskräfte bezogen auf alle Krankenhäuser in Deutschland. Die Arbeitszeit von Ärztinnen und Ärzten und Pflegenden würde noch stärker eingeschränkt: "Operateure, behandelnde Ärzte und Pflegekräfte müssen Sachverhalte häufig Monate nach der Behandlung erläutern. Das medizinische Personal, das für diese zusätzlichen Prüfverfahren in den Krankenhäusern und beim MD gewonnen werden muss, fehlt in den Krankenhäusern für die Patientenversorgung."

Fraglich sei auch der wirtschaftliche Gesamtnutzen des vorgesehenen Prüfregimes. Bereits ohne Berücksichtigung des Aufwands der Krankenhäuser wurden rund 36 Prozent der erzielten Rückzahlungen allein durch die Prüfbürokratie selbst wieder aufgezehrt.

Der Marburger Bund plädiert stattdessen für ein geeignetes zertifiziertes Stichprobenverfahren, das den personellen Einsatz bei allen Beteiligten deutlich verringert. Solche mathematisch-statistische Stichprobenverfahren, wie das Monetary Unit Sampling (MUS) mit Hochrechnung auf die Grundgesamtheit, werden in der Wirtschaftsprüfung weltweit angewendet.

Pressekontakt:

Marburger Bund Bundesverband Referat Verbandskommunikation Hans-Jörg Freese (Pressesprecher) Tel. (030) 746846-40 Mobiltel.: 0162 2112425 E-Mail: mailto:presse@marburger-bund.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/77282/6385992 OTS: Marburger Bund - Bundesverband


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Marburger Bund - Bundesverband
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