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Frankfurt (ots) - Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit setzt in der
Frankfurter Paulskirche ein Zeichen gegen das Vergessen - Reza Pahlavi verwahrt
den Preis als Treuhänder, bis frei gewählte Vertreter des Iran ihn selbst
entgegennehmen können.
Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit hat heute in der Frankfurter
Paulskirche ihren Freiheitspreis 2026 an das iranische Volk verliehen. Erstmals
in der Geschichte des Preises ehrt die Stiftung keine Einzelperson, sondern
alle, die im Iran für Freiheit, Demokratie und Menschenwürde ihr Leben riskiert
haben und riskieren. Der iranische Oppositionspolitiker Reza Pahlavi nahm die
Auszeichnung treuhänderisch entgegen. Er verwahrt sie, bis der Preis an frei
gewählte Vertreterinnen und Vertreter des iranischen Volkes übergeben werden
kann.
Im Mittelpunkt der Ehrung stehen insbesondere die Frauen und jungen Menschen,
die seit dem Tod von Jina Mahsa Amini unter dem Ruf "Frau, Leben, Freiheit" den
Protest tragen. Der Preis gilt ebenso den Getöteten, Verfolgten und Inhaftierten
sowie ihren Angehörigen. Bei den Massenprotesten im Januar 2026 hat das Regime
Tausende Demonstrierende getötet; allein im Oktober wurden nach Angaben der IGFM
(Internationale Gesellschaft für Menschenrechte) mindestens 70 Menschen
hingerichtet.
Steffen Saebisch, Vorsitzender des Vorstands der Friedrich-Naumann-Stiftung für
die Freiheit:
"Mit dem Freiheitspreis würdigen wir ein Volk, das nicht aufgibt. Wir ehren die
Frauen und Männer, die im Iran trotz Lebensgefahr für ihre Freiheit eintreten,
ebenso wie die Menschen im Exil, die friedlich und beharrlich für einen freien
Iran demonstrieren. Dieser Preis gilt keiner Gruppe, keiner Partei und keiner
einzelnen Person. Er gilt dem iranischen Volk."
Die Laudatio hielt Bijan Djir-Sarai, Mitglied des Bundesvorstandes der FDP, der
in Teheran geboren wurde:
"Die Menschen im Iran kämpfen für einen freien, demokratischen und
rechtsstaatlichen Iran. Ihr Einsatz für Freiheit und Menschenrechte wirkt weit
über ihr Land hinaus. Der heutige Preis ist eine Würdigung des Mutes der
Menschen im Iran und zugleich eine Verpflichtung für uns, nicht zu schweigen und
nicht wegzuschauen."
Gemeinsam mit Florian Rentsch, Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung,
überreichte Saebisch den Freiheitspreis an Reza Pahlavi. Weitere Iranerinnen und
Iraner standen dabei mit auf der Bühne - symbolisch für das iranische Volk, dem
der Preis gilt.
Reza Pahlavi sagte bei der treuhänderischen Entgegennahme:
"Dieser Preis gehört dem iranischen Volk - den Frauen und Männern, die für ihre
Freiheit auf die Straße gehen, den politischen Gefangenen und den Familien, die
geliebte Menschen verloren haben. Ich freue mich sehr, den Preis als Treuhänder
entgegennehmen zu dürfen und werde ihn an die ersten frei gewählten
Vertreterinnen und Vertreter unseres Volkes weitergeben. Über die Zukunft des
Iran und über seine Staatsform werden die Iranerinnen und Iraner selbst
entscheiden."
Den Festakt eröffneten der Frankfurter Bürgermeister Dr. Nils Kößler und Steffen
Saebisch. Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Vorsitzende des Ausschusses für
Sicherheit und Verteidigung des Europäischen Parlaments, sprach ein Grußwort.
Das Streichquartett der Kronberg Academy spielte Beethovens Streichquartett Nr.
1 F-Dur, op. 18; nach der Rede Pahlavis stimmten alle Gäste gemeinsam "Die
Gedanken sind frei" an. Das Schlusswort hielt Bettina Stark-Watzinger,
stellvertretende Vorsitzende des Stiftungsvorstands und Bundesministerin a. D.
Über den Freiheitspreis
Seit 2006 würdigt die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit alle zwei
Jahre herausragendes Engagement für eine freie Gesellschaft. Der Freiheitspreis
besteht aus einer Münze und einer Urkunde und ist nicht mit einem Preisgeld
verbunden. 2026 wird er erstmals nicht an eine Einzelperson, sondern an ein
ganzes Volk verliehen.
Hinweise für Redaktionen
- Fotos der Preisverleihung sowie weitere Informationen stehen zum Download auf
der Webseite der Veranstaltung bereit https://www.freiheit.org/de/freiheitspreis
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Pressekontakt:
mailto:presse@freiheit.org
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/43315/6386163
OTS: Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit
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