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Waidhaus (ots) - Waidhaus - Beamte der Bundespolizeiinspektion Waidhaus haben
bei Grenzkontrollen auf der A6 am Wochenende bei acht Personen zehn
Fahndungsersuchen deutscher Justizbehörden vollstreckt. Vier der Gesuchten
konnten ihre Geldstrafen vor Ort bezahlen. Zwei Männer kamen in
Untersuchungshaft, eine Frau wird in die Abschiebehafteinrichtung eingeliefert,
und eine weitere Frau musste sich von einem Bekannten aushelfen lassen.
Zwei Untersuchungshaftbefehle
Am Samstag (14. März) kontrollierten Bundespolizisten einen 34-jährigen
polnischen Staatsangehörigen bei der Einreise nach Deutschland. Dabei stellten
die Beamten einen Untersuchungshaftbefehl aus dem Jahr 2025 fest. Das
Amtsgericht Memmingen sucht den Mann wegen des dringenden Tatverdachts der
Trunkenheit im Verkehr. Er hatte offensichtlich gegen seine Bewährung verstoßen,
da ihn das Amtsgericht Neu-Ulm in 2024 bereits einmal wegen einer
Trunkenheitsfahrt zu einer dreijährigen Bewährungsstrafe verurteilt hatte. Er
hatte sich zwischenzeitlich ins Ausland abgesetzt und war seitdem unbekannten
Aufenthalts. Er wurde nun verhaftet und am Samstag dem Haftrichter in Memmingen
vorgeführt. Dieser veranlasste die Einlieferung in die Justizvollzugsanstalt
Memmingen.
Am Sonntag reiste ein 43-jähriger Rumäne als Beifahrer in einem Pkw nach
Deutschland ein. Bei der Überprüfung seiner Personalien stellte sich heraus,
dass gegen ihn ein Haftbefehl des Amtsgerichts Amberg vorlag. Er steht unter
dringendem Tatverdacht, ein Auto im Wert von mehreren zehntausend Euro
unterschlagen zu haben. Da er sich ins Ausland abgesetzt hatte, erließ das
Gericht einen Untersuchungshaftbefehl wegen Fluchtgefahr. Der Rumäne wurde
verhaftet und wird am Montag dem Haftrichter vorgeführt, um anschließend in die
JVA eingeliefert zu werden.
Freund bezahlt Justizschulden
Auch eine 31-jährige Bulgarin geriet ins Visier der Fahnder. Gegen sie lagen
Haftbefehle der Staatsanwaltschaften Deggendorf und Nürnberg-Fürth vor, die sich
auf nicht bezahlte Ordnungswidrigkeiten aus dem Jahr 2024 bezogen. Es handelte
sich um mehrere Tage Ersatzfreiheitsstrafe oder die Zahlung von 770 Euro. Da sie
die geforderte Summe nicht aufbringen konnte, bat sie einen Freund, ihr
auszuhelfen. Der Bekannte bezahlte die erforderliche Summe bei der Bundespolizei
in Nürnberg. Dadurch entging die Bulgarin einer mehrwöchigen Haftstrafe und
durfte weiterreisen.
Geldstrafen bezahlt
Als die Einsatzkräfte einen rumänischen Staatsbürger überprüften, stellten sie
eine Ausschreibung der Staatsanwaltschaft Oldenburg fest. Der 26-Jährige war im
März 2024 wegen eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz zu einer
Geldstrafe in Höhe von 540 Euro verurteilt worden. Zudem hatte die
Staatsanwaltschaft Frankenthal Interesse am Aufenthaltsort des Mannes. Er konnte
die Strafe vor Ort begleichen und entging dadurch mehreren Wochen
Gefängnisaufenthalt. Ebenso konnten ein 26-jähriger Deutscher sowie zwei Rumänen
im Alter von 28 und 35 ihre Geldstrafen vor Ort bezahlen. Sie wurden durch die
Staatsanwaltschaften Heilbronn, Traunstein und Offenbach gesucht. Nachdem sie
jeweils ihre Strafen in Höhe von mehreren Hundert Euro beglichen haben,
entgingen sie den Ersatzfreiheitsstrafen und durften weiterreisen. Besonderes
Interesse an einer 30-jährigen Venezolanerin hatte die Staatsanwaltschaft
Stuttgart. Das Amtsgericht Weiden ordnete die Einlieferung der Frau in die
Abschiebehafteinrichtung in Hof an. Der Fall wird an das Bundesamt für Migration
und Flüchtlinge (BAMF) übergeben
Rückfragen bitte an:
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Alexander Högen
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Bundespolizeiinspektion Waidhaus | Pressestelle
Vohenstraußer Straße 14 | 92726 Waidhaus
Telefon: 09652 8206-108 | Fax: 09652 8206-49
E-Mail: Alexander.Hoegen@polizei.bund.de
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Der Zuständigkeitsbereich der Inspektion umfasst die Landkreise
Neustadt an der Waldnaab,
Tirschenreuth sowie die kreisfreie Stadt Weiden und wird
charakterisiert durch zahlreiche
Hauptverkehrsadern.
Zu den Kernaufgaben der Inspektion gehören die Binnengrenzfahndung
und die Gewährleistung der
Sicherheit von Bahnreisenden.
Auf der Grundlage des Schengener Grenzkodex bekämpfen die Waidhauser
Bundespolizisten
grenzüberschreitende Kriminalität in enger Zusammenarbeit mit der
bayerischen und tschechischen
Polizei sowie dem Zoll.
Im bahnpolizeilichen Aufgabenspektrum setzt die BPOLI Waidhaus einen
Schwerpunkt bei der
Kriminalprävention und der Gefahrenvorsorge.
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/64017/6236343
OTS: Bundespolizeidirektion München
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