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ZOLL-H: Großangelegte Durchsuchungen gegen mutmaßliche Drogenhändler in Hannover/Neun Durchsuchungen und drei Festnahmen in Hannover, Schmuggel von Drogen im Wert von einer Million Euro aufgedeckt (FOTO)

15.06.2026 12:10 Uhr Zollfahndungsamt Hannover

Hannover (ots) - Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Hildesheim, des Zollfahndungsamtes Hannover und des Landeskriminalamtes Niedersachsen

Im Rahmen eines umfangreichen Ermittlungsverfahrens wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln haben Einsatzkräfte des Zollfahndungsamtes Hannover und des Landeskriminalamtes Niedersachsen am 2. Juni 2026 insgesamt neun Durchsuchungsbeschlüsse im Stadtgebiet Hannover vollstreckt und drei Beschuldigte festgenommen.

Die Maßnahmen erfolgten im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hildesheim -Zentralstelle zur Bekämpfung krimineller Clanstrukturen-.

Die insgesamt vier Beschuldigten im Alter von 29, 31, 34 und 35 Jahren stehen im Verdacht, unter anderem die Einfuhr von rund 100 Kilogramm Cannabis aus Kanada organisiert zu haben. Die Betäubungsmittel waren Anfang des vergangenen Jahres als Luftfrachtsendung am Flughafen Frankfurt am Main durch den Zoll entdeckt und sichergestellt worden, bevor sie ihren Bestimmungsort erreichen konnten.

Die nun vollstreckten Maßnahmen sind das Ergebnis intensiver Ermittlungen, die seit Februar 2025 geführt wurden.

Ein Hauptbeschuldigter ist den Strafverfolgungsbehörden bereits seit Jahren bekannt. Er war in der Vergangenheit mehrfach wegen des unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in Erscheinung getreten und verbüßte bis Ende des vergangenen Jahres eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren.

Neben dem Verdacht der versuchten Einfuhr und des Handeltreibens mit Cannabis prüfen die Ermittler derzeit weitere Erkenntnisse, wonach die Beschuldigten auch mit Kokain und Amphetaminen gehandelt haben sollen.

Einer der Beschuldigten leistete bei seiner Festnahme Widerstand. Die Beamten konnten die Person dennoch unter Kontrolle bringen. Verletzt wurde dabei niemand.

Im Zuge der Durchsuchungen stellten die Ermittler Vermögenswerte in erheblichem Umfang sicher. Hierzu zählen rund 45.000 Euro Bargeld, das teilweise in Verstecken innerhalb der durchsuchten Objekte aufgefunden wurde. Ein Teil des Bargeldes konnte erst durch den Einsatz eines speziell ausgebildeten Spürhundes lokalisiert werden. Darüber hinaus beschlagnahmten die Einsatzkräfte zwei hochwertige Armbanduhren der Marke Rolex mit einem geschätzten Gesamtwert von etwa 80.000 Euro.

Zudem stellten die Ermittler geringe Mengen Cannabis und Kokain sowie zahlreiche Mobiltelefone und weitere Datenträger sicher. Die sichergestellten Beweismittel werden derzeit kriminaltechnisch ausgewertet.

Allein die bereits letztes Jahr am Frankfurter Flughafen beschlagnahmten 100 Kilogramm Cannabis hätten im Straßenverkauf einen Wert von circa einer Million Euro gehabt.

An dem Einsatz waren insgesamt mehr als 100 Einsatzkräfte von Zoll und Polizei beteiligt. Die Maßnahmen wurden durch Spezialeinsatzkräfte des Mobilen Einsatzkommandos (MEK) des Landeskriminalamtes Niedersachsen unterstützt.

Die Ermittlungen führt im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hildesheim die gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift, bestehend aus Ermittlern des Zollfahndungsamtes Hannover und des Landeskriminalamtes Niedersachsen.

Zusatzinformationen:

Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift

Im Interesse einer wirksamen Bekämpfung der schweren Rauschgiftkriminalität -insbesondere in Erscheinungsformen der Organisierten Kriminalität - wurde die institutionalisierte Zusammenarbeit zwischen Polizei und Zoll durch die Einrichtung einer Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) etabliert. Die GER ist eine aus Polizeivollzugs- und Zollfahndungsbeamten bestehende, auf Dauer angelegte Ermittlungs- und Einsatzorganisation.

Weitere Informationen finden Sie auf www.zoll.de

Rückfragen bitte an:

Staatsanwaltschaft Hildesheim -Pressestelle- Tel.: 05121/968-619 E-Mail: STHI-B-Pressestelle@justiz.niedersachsen.de

Zollfahndungsamt Hannover -Presse- und Öffentlichkeitsarbeit- Tel.: 0511 / 8990-1004 E-Mail: presse@zfah.bund.de

Landeskriminalamt Niedersachsen -Pressestelle- Tel.: 0511 / 9873-1030 E-Mail: pressestelle@lka.polizei.niedersachsen.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/50275/6294198 OTS: Zollfahndungsamt Hannover


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Zollfahndungsamt Hannover
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