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Bundespolizeidirektion München: Zeugenaufruf nach Unfall an Bahnübergang - Motorradfahrer gesucht

18.06.2026 15:25 Uhr Bundespolizeidirektion München

Heglau / Ansbach (ots) - Am Mittwochabend (17. Juni) kam es gegen 19:25 Uhr auf der Bahnstrecke 5321 an einem beschrankten Bahnübergang mit Lichtzeichenanlage auf Höhe der Ortschaft Heglau zu einer Kollision zwischen einem Güterzug und einem Motorrad.

Nach bisherigen Erkenntnissen befuhr ein Güterzug die Strecke von Ansbach in Richtung Gunzenhausen, als der 24-jährige Lokführer im Bereich des Bahnübergangs ein mit hoher Geschwindigkeit herannahendes Motorrad wahrnahm. Trotz eines abgegebenen Achtungspfiffs und einer unverzüglich eingeleiteten Schnellbremsung kam es zu einem Vorfall am Bahnübergang. Nach aktuellem Stand ist nicht auszuschließen, dass das Motorrad vom Zug touchiert wurde. Der Fahrer kam zu Fall. Nachdem der Zug zum Stillstand gekommen war, beobachtete der Lokführer bei einem Blick zurück, wie der Motorradfahrer aufstand, sein Fahrzeug aufrichtete und anschließend unerkannt vom Unfallort floh. Trotz einer großräumigen Absuche, unter anderem unter Einsatz eines ADAC-Rettungshubschraubers, konnte der Motorradfahrer bislang nicht festgestellt werden. Am Güterzug entstanden nach derzeitigen Erkenntnissen keine Schäden. Der Lokführer erlitt einen Schock und wurde abgelöst sowie zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Im Einsatz waren Kräfte der Landespolizei, ein Notfallmanager der Deutschen Bahn, ein Rettungswagen, ein ADAC-Rettungshubschrauber sowie Einsatzkräfte der Bundespolizeiinspektion Nürnberg. Die Bahnstrecke war infolge des Unfalls mehr als zwei Stunden vollständig gesperrt, wodurch es zu erheblichen Beeinträchtigungen im Bahnverkehr kam.

Die Bundespolizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.

Die Bundespolizei bittet in Abstimmung mit der Verkehrspolizeiinspektion Ansbach Zeuginnen und Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang oder zum flüchtigen Motorradfahrer machen können, sich bei der Bundespolizeiinspektion Nürnberg unter der Telefonnummer 0911 205551-0 oder per E-Mail an bpoli.nuernberg@polizei.bund.de zu melden.

Rückfragen bitte an:

Hubert Grimm Bundespolizeiinspektion Nürnberg Bahnhofsplatz 6 - 90443 Nürnberg E-Mail: bpoli.nuernberg.presse@polizei.bund.de

Die Bundespolizeiinspektion Nürnberg mit den Revieren in Augsburg, Ingolstadt und Ansbach ist zuständig für die polizeiliche Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der Anlagen der Deutschen Bahn. Die Zuständigkeit umfasst 309 Bahnhöfe und Haltepunkte sowie 1823 Streckenkilometer in Mittelfranken, Nordschwaben, dem nördlichen Oberbayern und dem Landkreis Forchheim. Dies entspricht etwa 23 Prozent der Fläche Bayerns. Die Nürnberger Bundespolizei ist rund um die Uhr für Sie im Einsatz und unter 0911 2055510 erreichbar.

Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/64017/6297179 OTS: Bundespolizeidirektion München


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Bundespolizeidirektion München
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