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Heglau / Ansbach (ots) - Am Mittwochabend (17. Juni) kam es gegen 19:25 Uhr auf
der Bahnstrecke 5321 an einem beschrankten Bahnübergang mit Lichtzeichenanlage
auf Höhe der Ortschaft Heglau zu einer Kollision zwischen einem Güterzug und
einem Motorrad.
Nach bisherigen Erkenntnissen befuhr ein Güterzug die Strecke von Ansbach in
Richtung Gunzenhausen, als der 24-jährige Lokführer im Bereich des Bahnübergangs
ein mit hoher Geschwindigkeit herannahendes Motorrad wahrnahm. Trotz eines
abgegebenen Achtungspfiffs und einer unverzüglich eingeleiteten Schnellbremsung
kam es zu einem Vorfall am Bahnübergang. Nach aktuellem Stand ist nicht
auszuschließen, dass das Motorrad vom Zug touchiert wurde. Der Fahrer kam zu
Fall. Nachdem der Zug zum Stillstand gekommen war, beobachtete der Lokführer bei
einem Blick zurück, wie der Motorradfahrer aufstand, sein Fahrzeug aufrichtete
und anschließend unerkannt vom Unfallort floh. Trotz einer großräumigen Absuche,
unter anderem unter Einsatz eines ADAC-Rettungshubschraubers, konnte der
Motorradfahrer bislang nicht festgestellt werden. Am Güterzug entstanden nach
derzeitigen Erkenntnissen keine Schäden. Der Lokführer erlitt einen Schock und
wurde abgelöst sowie zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus
gebracht. Im Einsatz waren Kräfte der Landespolizei, ein Notfallmanager der
Deutschen Bahn, ein Rettungswagen, ein ADAC-Rettungshubschrauber sowie
Einsatzkräfte der Bundespolizeiinspektion Nürnberg. Die Bahnstrecke war infolge
des Unfalls mehr als zwei Stunden vollständig gesperrt, wodurch es zu
erheblichen Beeinträchtigungen im Bahnverkehr kam.
Die Bundespolizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des
gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.
Die Bundespolizei bittet in Abstimmung mit der Verkehrspolizeiinspektion Ansbach
Zeuginnen und Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang oder zum flüchtigen
Motorradfahrer machen können, sich bei der Bundespolizeiinspektion Nürnberg
unter der Telefonnummer 0911 205551-0 oder per E-Mail an
bpoli.nuernberg@polizei.bund.de zu melden.
Rückfragen bitte an:
Hubert Grimm
Bundespolizeiinspektion Nürnberg
Bahnhofsplatz 6 - 90443 Nürnberg
E-Mail: bpoli.nuernberg.presse@polizei.bund.de
Die Bundespolizeiinspektion Nürnberg mit den Revieren in Augsburg,
Ingolstadt und Ansbach ist zuständig für die polizeiliche
Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der Anlagen der
Deutschen Bahn. Die Zuständigkeit umfasst 309 Bahnhöfe und
Haltepunkte sowie 1823 Streckenkilometer in Mittelfranken,
Nordschwaben, dem nördlichen Oberbayern und dem Landkreis Forchheim.
Dies entspricht etwa 23 Prozent der Fläche Bayerns.
Die Nürnberger Bundespolizei ist rund um die Uhr für Sie im Einsatz
und unter 0911 2055510 erreichbar.
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/64017/6297179
OTS: Bundespolizeidirektion München
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