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Stade (ots) - Am Donnerstag gegen 21:03 Uhr wurde der Polizei auf dem Vorplatz
des Jugendhauses an der Hohenfriedberger Straße eine körperliche
Auseinandersetzung zwischen 40 und 50 Personen gemeldet. Beim Eintreffen der
ersten Funkstreifenwagen hatten sich die Personen bereits verstreut und den
Beamten wurde von lediglich verbalen Streitigkeiten berichtet.
Gegen 21:55 Uhr erschienen zwei Männer auf der Polizeiwache in Stade, um eine
Strafanzeige zu erstatten, welche mit der zuerst gemeldeten Auseinandersetzung
zusammenhing. Eine zunächst verbale Streitigkeit um vermeintliche Schulden sei
zu einer körperlichen Auseinandersetzung eskaliert.
Um 22:12 Uhr wurde der Polizei über den Notruf abermals eine größere Schlägerei
im Bereich Hohenfriedberger Straße Ecke Grünendeicher Straße gemeldet.
Zahlreiche Funkstreifen wurden zum Einsatzort entsandt. Ein Mann berichtete vor
Ort, dass er von einer Personengruppe abgefangen und an der Weiterfahrt mit
seinem VW Polo gehindert worden sei. Man habe ihn aus dem Auto gezogen, mit
Schlägen traktiert und das Auto geraubt. Der Pkw konnte später von den Beamten
in einer Nebenstraße wiedergefunden werden.
Am Kreisverkehr vor dem Jugendhaus hatten sich zu diesem Zeitpunkt rund 150
Personen versammelt. Neben zahlreichen Schaulustigen war eine unbekannte Zahl
von Personen in eine körperliche Auseinandersetzung unter anderem mit Ästen und
Besenstielen verwickelt. Unter den Beteiligten befanden sich auch die beiden
Männer, die zuvor die Strafanzeige erstattet hatten. Die Polizei setzte zur
Trennung und Zerstreuung der Konfliktparteien Reizstoff ein, eine Person wurde
vorübergehend in Handfesseln gelegt. Den Einsatzkräften gelang es in der Folge,
die Lage zu beruhigen. Den Anlass für die zweite, größere Auseinandersetzung
hatte offenbar gegeben, dass eine der Streitparteien aus dem ersten Vorfall die
andere Partei zur Rede stellen wollte.
Zur sicheren Versorgung von vier Leichtverletzten wurde ein Bereitstellungsraum
für den Rettungsdienst am Staatsarchiv eingerichtet, welcher von der Polizei
geschützt wurde. Alle Verletzten wurden später in Krankenhäuser gebracht. Die
Polizei zeigte verstärkte Präsenz am Stader Elbe Klinikum.
Nachdem die Polizei Platzverweise ausgesprochen hatte, löste sich die
Personenansammlung im Altländer Viertel sukzessive auf. Beendet war der Einsatz
gegen 23:45 Uhr.
Die Polizei stellte zahlreiche Personalien von Beschuldigten und Zeugen fest. Es
wurden mehrere Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen Körperverletzung, Raub
und Landfriedensbruch, eingeleitet. Die genauen Hintergründe der Taten sind
Gegenstand der weiteren Ermittlungen.
Rückfragen bitte an:
Polizeiinspektion Stade
Matthias Bekermann
Telefon: 04141/102-104
E-Mail: matthias.bekermann@polizei.niedersachsen.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/59461/6302591
OTS: Polizeiinspektion Stade
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