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Bundespolizeidirektion München: Mehrere Festnahmen bei Grenzkontrollen an der Inntalautobahn / Migranten ohne Papiere oder mit gefälschten Dokumenten - Männer mit Haftbefehlen gesucht (FOTO)

17.08.2026 17:10 Uhr Bundespolizeidirektion München

Kiefersfelden (A93) / Rosenheim (ots) - Die Bundespolizei hat am Wochenende (15./16. August) an der A93 rund 20 Personen festgestellt, die entweder ohne die erforderlichen Papiere beziehungsweise mit gefälschten Dokumenten einreisen wollten oder mit Haftbefehlen gesucht worden sind. Für einige endete die Reise vorerst in einer Haftanstalt.

Bei der Überprüfung der Personalien eines Businsassen nahe Kiefersfelden fanden die Bundespolizisten heraus, dass der Litauer mit einem Europäischen Haftbefehl gesucht wurde. Die litauische Justiz wirft dem wegen zahlreicher Betrugsdelikte amtsbekannten Mann vor, Straftaten im Bereich der Wirtschaftskriminalität verübt zu haben und sich in mehreren Fällen auf illegale Weise Vermögensvorteile verschafft zu haben. Auf richterliche Anordnung hin wurde der 20-Jährige in die Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim eingeliefert. Dort wartet er auf seine Auslieferung in sein Heimatland.

In der Bernauer Haftanstalt fand sich ein irakischer Staatsangehöriger wieder. Er wurde ebenfalls auf Höhe Kiefersfelden einer Einreisekontrolle unterzogen. Der 32-Jährige, der sich der Bundespolizei gegenüber mit einer deutschen Aufenthaltsgenehmigung ausweisen konnte, wurde gleich zweifach gesucht. Das Amtsgericht Erlangen hatte gegen ihn aufgrund unerlaubten Entfernens vom Unfallort und das Amtsgericht Nürnberg wegen Trunkenheit im Verkehr jeweils einen Strafbefehl erlassen. Wegen der beiden Verkehrsdelikte hätte der Mann Geldstrafen und Verfahrenskosten von zusammengerechnet rund 7.400 Euro zahlen müssen. Da er über diese Summe nicht verfügte, hatte er die gerichtlich festgesetzten Ersatzfreiheitsstrafen anzutreten. Somit wird er voraussichtlich 80 Tage lang hinter Gittern bleiben.

Gegen zwei syrische Pkw-Insassen, die den Beamten zur Kontrolle ihre österreichischen Flüchtlingspässe aushändigten, lag laut Polizeicomputer jeweils ein Strafbefehl des Amtsgerichts Laufen wegen illegalen Einreiseversuchs vor. Beide mussten Geldstrafen von je rund 670 Euro einschließlich Verfahrenskosten zahlen. Sowohl der 26- als auch der 28-Jährige waren in der Lage, den geforderten Betrag zu entrichten. Daher blieb ihnen eine 59-tägige Ersatzfreiheitsstrafe erspart. Sie konnten ihre Fahrt nach vorübergehender Reiseunterbrechung fortsetzen.

Bei der Kontrolle eines Syrers und eines Tunesiers, beide waren auf der Inntalautobahn in Bussen unterwegs, entlarvten die Bundespolizisten deren mitgeführte Papiere als Fälschungen. Der syrische Businsasse, 34 Jahre alt, händigte einen rumänischen Ausweis aus. Bei diesem Dokument handelt es sich um eine "glatte Fälschung". Gefälscht waren auch die spanische Aufenthaltserlaubnis und der spanische Führerschein des 22-jährigen tunesischen Staatsangehörigen. Die zwei Männer wurden wegen Urkundenfälschung angezeigt. Der Nordafrikaner erhielt zudem noch Strafanzeigen nach dem Waffen- und dem Konsumcannabisgesetz. In seinem Gepäck waren ein in der Bundesrepublik nicht zugelassenes Pfefferspray und ein Tütchen mit Cannabis aufgefunden worden. Beide Männer werden das Land voraussichtlich verlassen müssen.

Etwa drei Viertel der Personen, die übers Wochenende versucht hatten, im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion illegal nach Deutschland einzureisen, wurden nach Abschluss der erforderlichen polizeilichen Maßnahmen zurückgewiesen. Sie stammen ursprünglich unter anderem aus Ghana, Syrien, Pakistan oder Indien.

Rückfragen bitte an:

Dr. Rainer Scharf

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Der bahn- und grenzpolizeiliche Verantwortungsbereich der Bundespolizeiinspektion Rosenheim, der das Bundespolizeirevier Garmisch-Partenkirchen zugeordnet ist, erstreckt sich auf die Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen sowie auf die Stadt und den Landkreis Rosenheim. Die rund 450 Inspektionsangehörigen gehen zwischen Chiemsee und Zugspitze besonders gegen die grenzüberschreitende Kriminalität vor. In einem etwa 200 Kilometer langen Abschnitt des deutsch-österreichischen Grenzgebiets wirken sie vor allem dem Einschleusen von Ausländern sowie der ungeregelten, illegalen Migration entgegen. Ferner sorgt die Rosenheimer Bundespolizeiinspektion auf rund 370 Bahnkilometern und in etwa 70 Bahnhöfen und Haltepunkten für die Sicherheit von Bahnreisenden und Bahnanlagen. Weitere Informationen erhalten Sie über oben genannte Kontaktadresse oder unter www.bundespolizei.de sowie unter www.x.com/bpol_by .

Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/64017/6335009 OTS: Bundespolizeidirektion München


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Bundespolizeidirektion München
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