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Mittelhessen: MARBURG-BIEDENKOPF: Falsche Bankmitarbeiter ergaunern 25.000 Euro Bargeld + Scheunenbrand in Amönau

1.10.2026 15:11 Uhr Polizeipräsidium Mittelhessen - Pressestelle

Giessen (ots) - Marburg: Falsche Bankmitarbeiter ergaunern 25.000 Euro Bargeld

Ein Marburger Senior wurde gestern (30. September) Opfer eines Telefonbetrugs. Die falschen Bankmitarbeiter hatten es auf sein Bargeld sowie seine Zahlungskarten abgesehen. Als gestern Mittag das Telefon des Rentners klingelte, meldete sich ein Mann, der sich als Sicherheitsbeauftragter seiner Bank ausgab. Im weiteren Verlauf des Gesprächs behauptete der Mann, dass unter dem Namen des Marburgers eine Warenbestellung aufgegeben worden sei. Aus Sicherheitsgründen sei es nun erforderlich, Zahlungskarten sowie Bargeld einem Fahrer zu übergeben. Das Geld werde abfotografiert und anschließend wieder zurückgebracht. Gegen 14.30 Uhr erschien schließlich ein Abholer und nahm die Karten inklusive der PINs sowie rund 25.000 Euro Bargeld entgegen. Der Mann wird als etwa 40 Jahre alt und mit kurzen schwarzen Haaren beschrieben. Bekleidet war er mit einem weißen Hemd. Anschließend entfernte er sich über die Raiffeisenstraße. Die Marburger Kriminalpolizei sucht Zeugen, die den beschriebenen Mann wahrgenommen haben und Hinweise auf seine Identität geben können. Hinweise werden telefonisch unter (06421) 4060 entgegengenommen. Um es den dreisten Betrügern möglichst schwer zu machen, bittet die Polizei um Mithilfe. Sprechen Sie mit älteren Angehörigen über die vielfältigen Maschen der Täter. Stellen Sie sich als Ansprechpartner für Ihre Angehörigen zur Verfügung. Zeigen Sie die Möglichkeit auf, unter der Nummer 110 jederzeit die Polizei zu Hilfe holen zu können. Betrüger manipulieren oftmals geschickt. In der Regel versuchen sie, ihre Opfer initial zu schockieren. In vergangenen Fällen kam es bereits zu zahlreichen Anrufen und Gesprächen, die sich teils über einen langen Zeitraum, in manchen Fällen Stunden, erstrecken können. Darin üben die Kriminellen im Verlauf immer mehr Druck auf ihre Opfer aus. Die dabei genutzten Betrugsmaschen sind vielfältig. Im Kontext von falschen Bankmitarbeitern ist der typische Ablauf der gängigsten Fälle wie folgt: - Der Schockanruf: Die Täter rufen an und geben sich als Mitarbeiter Ihrer Bank oder Sparkasse aus. Oft behaupten sie, es seien "unregelmäßige Kontobewegungen" aufgefallen. Daher seien weitere Sicherheitsvorkehrungen nötig. - Die PIN-Falle: Unter dem Vorwand, die Karte sperren oder prüfen zu müssen, wird das Opfer gedrängt, die PIN preiszugeben. Entweder direkt am Telefon, vor Ort an den falschen Mitarbeiter oder durch Eingabe in eine gefälschte Website. - Die Abholung: Da die Karte angeblich "defekt" oder "unsicher" sei, kündigt der Anrufer an, ein Kurier oder Kollege werde sie sofort an der Haustür abholen, um sie zur Bank zu bringen. Teils wird versucht, auch weitere Wertgegenstände in Verwahrung zu nehmen, um sie so vor Dieben zu sichern. - Die Plünderung: Sobald die Betrüger Karte und PIN haben, heben sie umgehend Bargeld an Automaten ab oder tätigen Einkäufe.

Die Ermittler raten: Banken fragen telefonisch nicht nach Details, Wertgegenständen, Geheimnummern oder fordern Sie telefonisch zu Überweisungen auf. Sollte sich ein angeblicher Mitarbeiter bei Ihnen melden, ohne dass Sie darum gebeten haben: Legen Sie einfach den Hörer auf! Vergewissern Sie sich im Zweifel persönlich bei Ihrer Bank. Geben Sie auf keinen Fall Informationen zu Ihren Wertgegenständen, private Daten wie z.B. Bankkonto- und Kartendaten oder andere Zugangsdaten zu Kundenkonten (z.B. PayPal), heraus. Im Zweifel gilt: Gespräch sofort beenden und die Polizei informieren!

Die Polizei Hessen bietet umfangreiche Präventionsangebote und gibt kostenlos Tipps. Kontakt zu den mittelhessischen Ansprechpersonen finden Sie auf unserer Internetseite: https://www.polizei.hessen.de/service/ansprechpersonen/kriminalpo lizeiliche-beratungsstelle-im-polizeipraesidium-mittelhessen

Wetter-Amönau: Scheunenbrand in Amönau

Gestern Nachmittag (30. September) gegen 15.15 Uhr brannte in Amönau in der Straße "Am Riedtor" eine Fachwerkscheune. Die Feuerwehr löschte den Brand und konnte ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Gebäude verhindern. Es wurde niemand verletzt. Da die Scheune einsturzgefährdet war, musste sie durch das Technische Hilfswerk kontrolliert abgerissen werden. Nach derzeitigem Erkenntnisstand stand das Fachwerkgebäude leer. Spezialisten der Kriminalpolizei haben die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Angaben zur Schadenshöhe können derzeit noch nicht gemacht werden.

Alisa Jockel

Pressesprecherin

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Mittelhessen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Ferniestraße 8 35394 Gießen

Telefon: +49 641/7006-2055 (Pressetelefon) E-Mail: pressestelle.ppmh@polizei.hessen.de

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Polizeiführerin/Polizeiführer vom Dienst (PvD) Telefon: +49 641/7006-3381 E-Mail: ful.ppmh@polizei.hessen.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/154582/6363042 OTS: Polizeipräsidium Mittelhessen - Pressestelle


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Polizeipräsidium Mittelhessen - Pressestelle
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