Essen
Top-News
Essen, Stadt
Fläche: 210,36 km²
Einwohner: 591.889
PLZ: 45127
|
Mittelhessen: Gemeinsame Pressemeldung der Staatsanwaltschaft Gießen und des Polizeipräsidiums Mittelhessen: Gießen: Festnahme nach tödlicher Messerattacke - Haftbefehl erlassen |
 |
| 7.09.2026 11:25 Uhr |
Polizeipräsidium Mittelhessen - Pressestelle |
|
|
Giessen (ots) - Die Staatsanwaltschaft Gießen und die Kriminalpolizei Gießen
führen aktuell ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts
gegen einen 19-jährigen Mann. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, in der Nacht
von Samstag (5.9.) auf Sonntag in der Hindemithstraße in Gießen zwei Männer mit
einem Messer derart schwer verletzt zu haben, dass einer der beiden Geschädigten
noch am Tatort verstarb.
Gegen 02:44 Uhr ging bei der Rettungsleitstelle ein Notruf ein. Ein Passant
meldete im Kreuzungsbereich "Frankfurter Straße - Robert-Sommer-Straße" eine
Person mit blutenden Verletzungen. Bei dem Verletzten handelt es sich um einen
26 Jahre alten Mann, der sogleich notfallmäßig in das Uniklinikum Gießen
verbracht wurde. Im Rahmen der ärztlichen Behandlung konnten mehrere
Stichverletzungen im Bereich des Oberkörpers und des Kopfes festgestellt werden.
Aktuell ist sein Gesundheitszustand stabil, er konnte aber noch nicht zum
Sachverhalt befragt werden. Die eingesetzten Polizeibeamten konnten den Weg des
Geschädigten bis zu einem Balkon in der Hindemithstraße zurückverfolgen. In der
Wohnung fanden sie schließlich einen 18-Jährigen schwerverletzt vor. Trotz
sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen verstarb er noch am Tatort.
Die sich anschließende Tatortaufnahme wurde durch die Kriminalpolizei unter
Mitwirkung der Rechtsmedizin Gießen und des sachleitenden Staatsanwalts
durchgeführt. Es wurden Lichtbilder gefertigt, der Tatort vermessen, Nachbarn
befragt und umfangreiche Spuren gesichert. Ferner wurde der Leichnam noch im
Verlauf des gestrigen Tages auf Anordnung der Staatsanwaltschaft obduziert.
Hierbei wurden ebenfalls mehrere Messerstichverletzungen festgestellt. Ein Stich
verletzte das Herz und führte zum Tod.
Zum genauen Tatablauf und dem Motiv sind nach derzeitigen Ermittlungsstand noch
keine gesicherten Erkenntnisse vorhanden. Der Beschuldigte stellte sich am
gestrigen Morgen auf der Polizeistation Gießen Nord und trug blutverschmierte
Kleidung. Er gab an, zwei Personen mit einem Messer im Zuge eines Streits
verletzt zu haben. Weitere Angaben machte er zunächst nicht. Daraufhin wurde er
vorläufig festgenommen und erkennungsdienstlich behandelt. Der Beschuldigte
wurde außerdem gestern Nachmittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem
zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt, der Untersuchungshaftbefehl wegen des
dringenden Verdachts des versuchten und vollendeten Totschlags sowie
gefährlicher Körperverletzung erließ.
Der Beschuldigte, der zuletzt ohne festen Wohnsitz war, befindet sich nunmehr in
einer hessischen Justizvollzugsanstalt. Bei sämtlichen Beteiligten handelt es
sich um afghanische Staatsangehörige. Alle drei dürften sich zumindest bekannt
gewesen sein. Offenbar hielt sich der Getötete zum Tatzeitpunkt in der Wohnung
des 26-jährigen Geschädigten in der Hindemithstraße auf, bis es dort zum Angriff
durch den Beschuldigten kam. Der Beschuldigte ist nach den hiesigen
Erkenntnissen bislang noch nicht polizeilich in Erscheinung getreten. Die
umfangreichen Ermittlungen in Gestalt von Zeugenvernehmung und
Spurenauswertungen dauern weiter an.
Bitte haben Sie Verständnis, dass derzeit mit Blick auf die laufenden
Ermittlungen keine weiteren Auskünfte erteilt werden können. Bei Rückfragen
wenden Sie sich bitte an die Pressestelle der Staatsanwaltschaft Gießen, Herrn
Oberstaatsanwalt Hauburger, Tel.: 0641-934-3230 oder per Mail an:
thomas.hauburger@sta-giessen.justiz.hessen.de.
Thomas Hauburger, Oberstaatsanwalt und Pressesprecher der Staatsanwaltschaft
Gießen
Pierre Gath, Polizeihauptkommissar und Pressesprecher des Polizeipräsidiums
Mittelhessen
Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Mittelhessen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Ferniestraße 8
35394 Gießen
Telefon: +49 641/7006-2055 (Pressetelefon)
E-Mail: pressestelle.ppmh@polizei.hessen.de
Außerhalb der Regelarbeitszeit
Polizeiführerin/Polizeiführer vom Dienst (PvD)
Telefon: +49 641/7006-3381
E-Mail: ful.ppmh@polizei.hessen.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/154582/6346593
OTS: Polizeipräsidium Mittelhessen - Pressestelle
|
|
Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Polizeipräsidium Mittelhessen - Pressestelle
Für den Inhalt übernehmen wir keine Verantwortung
|