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Hamburg (ots) - Gespräche, die abbrechen. Eine Stille, die sich im Alltag
ausbreitet. Ein Mensch, der einem vertraut ist und sich dennoch zunehmend fremd
anfühlt. Wer einen nahestehenden Menschen mit Depression begleitet, kennt diese
Momente und weiß oft nicht, wie er damit umgehen soll. Motivieren oder in Ruhe
lassen? Eingreifen oder abwarten? Sprechen oder schweigen? Was kann in solchen
Momenten wirklich helfen - und wie lässt sich Orientierung im Umgang finden?
Angehörige von Menschen mit Depression erleben häufig eine schleichende
Veränderung im gemeinsamen Alltag. Ein vertrauter Mensch zieht sich zurück,
Gespräche verlaufen im Sande und selbst einfache Aufgaben wirken plötzlich
überwältigend. Gleichzeitig entsteht der Wunsch, zu helfen und die Situation zu
verbessern. Doch genau hier beginnt für viele die Unsicherheit. Gut gemeinte
Ratschläge greifen nicht, Motivation führt nicht zur erhofften Veränderung und
die Frage, was wirklich unterstützt, bleibt offen. Viele Angehörige übernehmen
zusätzliche Aufgaben, stellen eigene Bedürfnisse zurück und geraten dabei
zunehmend unter Druck. Die Belastung wächst ebenso wie das Gefühl, wenig
Einfluss auf die Situation zu haben. Nicht selten entstehen Schuldgefühle oder
die Frage, ob man selbst etwas falsch gemacht hat. Gleichzeitig fehlt es häufig
an gezielten Unterstützungsangeboten, sodass sich viele Angehörige mit ihrer
Situation allein fühlen. "Wenn Angehörige dauerhaft versuchen, alles
auszugleichen, geraten sie oft selbst an ihre Grenzen - körperlich wie
emotional", sagt Anna Lucia Kaiser, Psychotherapeutin aus Hamburg.
"Und genau das ist das Problem: Viele Angehörige machen ähnliche Erfahrungen,
sprechen aber selten offen darüber. Dabei gibt es konkrete Wege, wie man einen
depressiv erkrankten Menschen hilfreich begleiten und gleichzeitig selbst
emotional stabil bleiben kann", fügt Anna Lucia Kaiser hinzu. Sie weiß, wovon
sie spricht - nicht nur als Fachfrau, sondern auch aus eigener Erfahrung: Einen
schwer depressiv erkrankten Menschen in ihrem nahen Umfeld zu begleiten und
dabei zu erleben, wie schwer zugänglich passende Unterstützungsangebote für
Angehörige sind, hat sie selbst durchlebt. Aus dieser Erfahrung heraus
entwickelte sie den Wunsch, genau das zu verändern und gezielte, praxisnahe
Angebote zu schaffen, die Angehörigen echte Orientierung im Alltag geben.
Unterstützt wurde sie dabei von Tamara Scherer, Psychologin, Psychotherapeutin
und Gründerin von TherapeutenWEGE (https://www.therapeutenwege.com/) , die
Fachpersonen dabei begleitet, aus ihrer Expertise konkrete
Unterstützungsangebote für spezifische Zielgruppen zu entwickeln. Das Ergebnis
dieser Zusammenarbeit ist NOSOLA - ein Angebot, das Raum für Orientierung,
Austausch und Entlastung schafft und Angehörigen dabei hilft, sich weniger
allein zu fühlen und mehr Sicherheit im Umgang mit der Situation zu gewinnen.
Wenn der Alltag aus dem Gleichgewicht gerät: Typische Dynamiken erkennen
Im Alltag mit einem depressiv erkrankten Menschen entstehen oft Muster, die sich
schleichend entwickeln. Sie sind nicht nur schwer einzuordnen, sondern auch
schwer zu durchbrechen. Für Angehörige wirkt das Verhalten der Betroffenen dabei
oft widersprüchlich: Die Reaktionen bleiben aus, Verhaltensweisen verändern sich
und vertraute Abläufe verlieren ihre Selbstverständlichkeit. Gleichzeitig ist
der erkrankte Mensch häufig sehr kritisch mit sich selbst, setzt sich unter
Druck und bewertet sich hart. Viele Angehörige versuchen dann häufig, durch
Motivation oder Ratschläge zu helfen. Doch genau das führt nicht selten dazu,
dass sich der Druck weiter erhöht. Auch die Beziehung selbst verändert sich:
Nähe und Verbindung werden weniger spürbar. Außerdem ist es belastend, den
geliebten Menschen so verändert zu erleben. "Viele Angehörige versuchen alles,
um zu helfen, und verstehen nicht, warum es trotzdem nicht besser wird. Das
liegt nicht an ihnen, sondern daran, dass sie schlicht nicht wissen, was in
dieser Situation wirklich wirkt", erklärt Anna Lucia Kaiser.
Was wirklich hilft: Wie Angehörige Betroffene konkret im Alltag unterstützen
können
Angehörige, die Erkrankte konkret unterstützen wollen, müssen sich von einem
konkreten Gedanken lösen: Um zu helfen, muss man nicht alle Probleme lösen oder
zu jedem Zeitpunkt die richtigen Worte finden. Oft reicht allein eine ruhige und
verlässliche Präsenz, um einen großen Unterschied zu machen. Ehrliche, einfache
Aussagen geben Halt, ohne zusätzlichen Druck aufzubauen. Auch kleine Gesten, wie
gemeinsam Zeit zu verbringen, nebeneinanderzusitzen oder einfach still präsent
zu sein, können eine wertvolle Verbindung schaffen, die ganz ohne Worte
funktioniert. "Es geht nicht darum, Lösungen vorzugeben, sondern darum, da zu
sein und Orientierung zu bieten", erklärt Anna Lucia Kaiser. Gleichzeitig kann
es entlastend sein, im Alltag punktuell zu unterstützen - bei einzelnen Aufgaben
oder durch kleine, wiederkehrende Routinen. Nicht, um alles zu übernehmen,
sondern um den Alltag ein Stück weit leichter zu machen. "Wichtig ist, einfach
da zu sein. Auf eine Art, die dem anderen Sicherheit gibt, ohne ihn zu
überfordern", betont Anna Lucia Kaiser von NOSOLA.
Was den Umgang ungewollt erschwert: Hinderliche Verhaltensweisen
Viele Angehörige kennen genau diese Momente: Man möchte helfen, etwas verändern,
den anderen irgendwie aus seinem Loch "herausholen" - und merkt gleichzeitig,
dass genau das oft nicht funktioniert. Der Impuls, Druck zu machen oder schnelle
Fortschritte zu erwarten, entsteht meist aus Sorge und Hilflosigkeit. Doch
häufig führt er dazu, dass sich die Situation eher zuspitzt als entspannt. Auch
gut gemeinte Ratschläge oder der Versuch, dem anderen alles abzunehmen, können
ungewollt zusätzlichen Druck erzeugen.
Besonders schwierig wird es, wenn Angehörige das Verhalten des erkrankten
Menschen persönlich nehmen. Denn das belastet nicht nur die Beziehung, sondern
auch das eigene Wohlbefinden erheblich. "Was Angehörige oft nicht wissen: Das
Verhalten eines depressiv erkrankten Menschen ist kein Ausdruck von
Gleichgültigkeit oder Ablehnung. Es ist ein Symptom, und das zu verstehen,
verändert alles", sagt Anna Lucia Kaiser.
Was wirklich hilft: Die richtige innere Haltung entwickeln
Neben allem, was im Alltag konkret getan werden kann, spielt vor allem eines
eine große Rolle: die eigene innere Haltung. Viele Angehörige kennen diese
leisen, aber hartnäckigen Gedanken. Habe ich etwas falsch gemacht? Mache ich
genug? Müsste ich anders reagieren? Zweifel schleichen sich oft ganz automatisch
ein. Zu verstehen, dass Depression eine Krankheit ist und keine bewusste
Entscheidung oder persönliche Schwäche, kann dabei helfen, wieder etwas mehr
Ruhe in die eigene Wahrnehmung zu bringen. Es nimmt Druck raus, auch sich selbst
gegenüber. Sich von Schuldfragen zu lösen, ist für viele ein entscheidender
Schritt, um überhaupt wieder Kraft zu finden.
Gleichzeitig bleibt dieser tiefe Wunsch bestehen, den Menschen nicht zu
verlieren, den man kennt und liebt. Ihn noch zu erkennen, hinter all dem
Rückzug, der Distanz, der Veränderung. Viele Angehörige beschreiben genau dieses
Gefühl. Der Mensch ist irgendwie noch da, aber scheint oft kaum erreichbar. Und
gerade in Gesprächen wird spürbar, wie sensibel alles geworden ist. Ein falsches
Wort kann Distanz schaffen - ein vorsichtiges, ehrliches Aussprechen der eigenen
Gefühle kann dagegen manchmal wieder ein kleines Stück Nähe ermöglichen. Wenn
keine Vorwürfe im Raum stehen, sondern Sätze wie "Ich mache mir Sorgen" oder
"Ich vermisse dich", entsteht eher ein Moment, in dem Verbindung wieder möglich
wird. "Diese Haltung schafft eine Grundlage, auf der echte Unterstützung
entstehen kann", erklärt Anna Lucia Kaiser von NOSOLA.
Selbstfürsorge ist keine Schwäche, sondern eine notwendige Voraussetzung
Bei aller Liebe und Fürsorge für den erkrankten Menschen gibt es einen Punkt,
den viele Angehörige immer wieder übergehen: sich selbst. Oft passiert es
schleichend. Eigene Bedürfnisse treten in den Hintergrund, Pausen werden
aufgeschoben und die eigenen Grenzen immer weiter verschoben. Vielleicht, weil
es sich falsch anfühlt, an sich selbst zu denken, während es dem anderen so
schlecht geht. Vielleicht, weil man das Gefühl hat, stark sein zu müssen.
Doch genau hier beginnt die Überlastung. Viele Angehörige merken erst spät, wie
erschöpft sie eigentlich sind - körperlich wie emotional. Um langfristig für den
anderen da sein zu können, braucht es genau das Gegenteil. Angehörige müssen
also explizit auch den eigenen Zustand ernst nehmen, sich bewusst Auszeiten
erlauben und eigene Grenzen wahrnehmen, bevor sie überschritten werden. Das
Wichtigste dabei: Sie dürfen sich selbst nicht aus dem Blick verlieren. "Wer
sich selbst aufgibt, um für andere da zu sein, verliert irgendwann die Kraft,
die er braucht. Selbstfürsorge ist kein Luxus, sondern die Basis dafür, dass man
überhaupt helfen kann", unterstreicht Anna Lucia Kaiser.
Wenn die Last zu groß wird: Wie wichtig es ist, sich Unterstützung von außen zu
holen
Trotz aller Bemühungen und all der Stärke, die Angehörige jeden Tag aufbringen,
kommen viele irgendwann an einen Punkt, an dem es einfach nicht mehr geht. An
dem die Kraft nachlässt und dem sich alles nur noch schwer anfühlt. Vielleicht
schleichend, weil man immer weiter funktioniert hat. Vielleicht aber auch ganz
plötzlich, weil es ein Moment ist, der das Fass zum Überlaufen bringt. Und dann
ist da dieses Gefühl: "Ich kann nicht mehr so weitermachen wie bisher." Die
Erschöpfung sitzt tief, die Gedanken kreisen unaufhörlich und oft kommt noch
etwas hinzu, das viele kaum aussprechen: das Gefühl, versagt zu haben. Nicht
stark genug gewesen zu sein oder nicht genug getan zu haben. Doch genau das ist
nicht die Wahrheit. An diesen Punkt zu kommen, ist ausdrücklich kein Zeichen von
Schwäche, sondern ein Zeichen dafür, dass man durchgehalten und versucht hat,
für einen anderen da zu sein. "Wenn Angehörige merken, dass es allein nicht mehr
geht, dann ist das kein Scheitern, sondern ein ehrlicher Moment. Ein Moment, in
dem sie anerkennen, wie viel sie bereits getragen haben. Und dass auch sie
Unterstützung brauchen und verdient haben", so Anna Lucia Kaiser.
In solchen Momenten kann es eine enorme Entlastung sein, sich nicht länger
allein durchkämpfen zu müssen. Zu erleben, dass andere ähnliche Gedanken kennen.
Dass dieses Gefühl von Überforderung kein Einzelfall ist. Der Austausch mit
anderen Betroffenen hilft vielen Angehörigen, sich zum ersten Mal wirklich
verstanden zu fühlen - und zu merken: Ich bin nicht allein damit. Gleichzeitig
kann professionelle Begleitung dabei unterstützen, wieder Orientierung zu
finden, die eigene Situation klarer zu sehen und konkrete Wege für den Alltag zu
entwickeln.
Du bist nicht allein: Wie NOSOLA Angehörige im Alltag begleitet
Genau hier setzt das Angebot NOSOLA an, das aus der Zusammenarbeit zwischen Anna
Lucia Kaiser und Tamara Scherer entstanden ist. Es richtet sich gezielt an
Angehörige von Menschen mit Depression - an Menschen, die sich erschöpft,
unsicher oder allein fühlen und sich konkrete Unterstützung im Alltag wünschen.
In einem geschützten Rahmen erhalten sie nicht nur fachliche Orientierung,
sondern auch die Möglichkeit, ihre eigene Situation besser zu verstehen, neue
Perspektiven zu entwickeln und sich mit anderen Betroffenen auszutauschen.
NOSOLA bietet damit mehr als nur Wissen: Es schafft einen Raum, in dem
Angehörige sich entlasten können, ohne sich erklären zu müssen, und Schritt für
Schritt lernen, wieder mehr Sicherheit im Umgang mit der Situation zu gewinnen
und gleichzeitig für sich selbst zu sorgen. "Sich Unterstützung zu holen,
bedeutet nicht, dass man gescheitert ist - sondern dass man beginnt, auch sich
selbst ernst zu nehmen", fasst Anna Lucia Kaiser zusammen.
Wenn auch Sie Unterstützung brauchen, weil die Belastung wächst, dann erlauben
Sie sich, diesen Schritt zu gehen. Melden Sie sich jetzt bei Anna Lucia Kaiser
(https://www.nosola-mentoring.de/) und ihrem Team von NOSOLA und vereinbaren Sie
einen Termin!
Pressekontakt:
TherapeutenWEGE - HE Academy & Concept GmbH
E-Mail: mailto:kontakt@tamarascherer.com
Web: https://www.therapeutenwege.com
Ruben Schäfer
E-Mail: mailto:redaktion@dcfverlag.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/181595/6262063
OTS: TherapeutenWEGE - HE-Academy & Concept GmbH
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