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Hamburg (ots) - Zeit: 22.04.2026, ab 06:30 Uhr
Ort: Hamburg-St. Pauli, Reeperbahn und Hamburger Berg
Nach dem Verbundeinsatz auf St. Pauli ziehen Polizeipräsident Falk Schnabel und
Bezirksamtsleiter Ralf Neubauer eine positive Bilanz. Der gemeinsame Einsatz von
Bezirksamt Hamburg-Mitte, Polizei Hamburg, Landeskriminalamt, Jobcenter,
Familienkasse Nord und Steuerfahndung bildete einen erfolgreichen Auftakt für
eine behördenübergreifende Zusammenarbeit zur Bekämpfung von
Sozialleistungs-Missbrauch und unzulässigen Unterbringungen.
Im Fokus standen drei Immobilien: Reeperbahn 66 und 68 (Story-Hotel und
Story-Apartments), sowie Hamburger Berg 31. Dem Jobcenter lagen Daten vor, die
insgesamt 23 Bedarfsgemeinschaften mit 37 Personen in den Objekten vermuten
ließen, darunter 13 Kinder. Überprüft wurden insbesondere, ob eine Überbelegung
der Räume vorliegt, ob die gemeldeten Personen tatsächlich dort wohnen und ob
sich weitere, nicht gemeldete Personen, in den Objekten aufhalten. Das Jobcenter
wird festgestellten Unregelmäßigkeiten konsequent nachgehen. Zudem wurde der
bauliche Zustand der Gebäude überprüft.
In den Objekten Reeperbahn 66 und 68, die zur Unterbringung von
Wohnungsnotfällen und Leistungsbeziehern an der Reeperbahn genutzt werden,
stellten die Behörden erhebliche Bau- und Brandschutzmängel fest, darunter
fehlende Rauchmelder, sowie unzureichende und nicht vorhandene Fluchtwege.
Nutzungserlaubnisse für die Betriebe lagen ebenfalls nicht vor. Das Bezirksamt
Hamburg-Mitte hat daraufhin eine vorläufige Nutzungsuntersagung der insgesamt 23
Zimmer ausgesprochen. Dem Betreiber wurde gestattet, die Unterbringung der
betroffenen Personen bis 17 Uhr desselben Tages anderweitig zu organisieren, was
durch ihn zugesichert wurde. Im Anschluss wurden die Objekte versiegelt. Im
Mehrfamilienwohnhaus am Hamburger Berg 31 konnten teils deutliche Überbelegungen
der Zimmer festgestellt werden, die beteiligten Fachdienststellen gehen dem nun
weiter nach. Da auch Kinder in den Räumlichkeiten untergebracht waren, wurde
zusätzlich das Jugendamt einbezogen. Darüber hinaus besteht der Verdacht einer
unzulässigen Nutzung zu Beherbergungszwecken; entsprechende Genehmigungen sowie
eine Gewerbeanmeldung konnten nicht vorgelegt werden.
Falk Schnabel, Polizeipräsident: "Im Rahmen unserer guten und bewährten
Zusammenarbeit haben wir das Bezirksamt und weitere Stellen gezielt mit Kräften
unterstützt. Der Verbundeinsatz hat erneut gezeigt, dass wir in Hamburg
erfolgreich an einem Strang ziehen. Gemeinsam haben wir heute eklatante
Missstände aufgedeckt und wirksame Maßnahmen zum Schutz der Bewohnerinnen und
Bewohner ergriffen. Für dieses engagierte Miteinander spreche ich allen
Beteiligten meinen ausdrücklichen Dank aus."
Ralf Neubauer, Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte: "Der Verbundeinsatz
unterstreicht den hohen Wert eines koordinierten Zusammenspiels der Behörden.
Die Ergebnisse werden nun sorgfältig ausgewertet, um die Situation für die
Menschen vor Ort nachhaltig zu verbessern."
Scholz, Pressestelle Bezirksamt Hamburg-Mitte
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