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Hamburg (ots) - Ärztinnen und Psychotherapeutinnen stehen im Berufsalltag unter
hohem Druck. Verantwortung für Patientinnen und Patienten, enge Zeitfenster,
zunehmende Bürokratie und eine hohe emotionale Dichte prägen den Alltag. Vor
diesem Hintergrund arbeitet die psychologische Psychotherapeutin und Coachin
Beate Krasberg mit Frauen in hochbelastenden Berufen und entwickelt Angebote zur
Stärkung der mentalen Stabilität. Ihr Fokus liegt darauf, Frauen dabei zu
unterstützen, im anspruchsvollen Berufsalltag langfristig gesund und
handlungsfähig zu bleiben.
Studien belegen strukturelle Überlastung
Untersuchungen zeigen seit Jahren, dass Beschäftigte im Gesundheitswesen
überdurchschnittlich häufig unter Stress, Erschöpfung und Schlafproblemen
leiden. Burnout wird dabei als Folge anhaltender Überlastung beschrieben und
geht häufig mit emotionaler Erschöpfung, innerer Distanz und reduzierter
Leistungsfähigkeit einher. Studien verweisen zudem auf strukturelle Faktoren wie
Arbeitsverdichtung, Personalmangel und hohe Verantwortung. Besonders Frauen
berichten von einem Spannungsfeld zwischen beruflichen Anforderungen,
gesellschaftlichen Erwartungen und eigenen Bedürfnissen.
Der Preis des ständigen Funktionierens
Die Auswirkungen zeigen sich oft schleichend und werden lange übergangen. Für
viele endet die Belastung nicht mit dem Arbeitstag: Gedanken kreisen weiter,
Erholung bleibt aus, der Schlaf wird unruhig. Körperliche Symptome wie
Anspannung oder Erschöpfung können hinzukommen. Gleichzeitig entsteht häufig
eine innere Distanz - zu sich selbst, aber auch zum Umfeld. Was nach außen als
Stabilität erscheint, ist innerlich oft ein Zustand dauerhafter Anspannung.
Beobachtungen aus der Praxis zeigen ein wiederkehrendes Muster: Viele Ärztinnen
funktionieren über lange Zeit - im Dienst, für Patientinnen und Patienten, im
Team und im privaten Umfeld. Eigene Grenzen werden erst dann wahrgenommen, wenn
die Belastung bereits deutlich spürbar ist.
Hinzu kommt ein weiterer Aspekt, über den im Gesundheitswesen noch immer zu
wenig gesprochen wird: der emotionale Schmerz. Viele Ärztinnen erleben täglich
menschliches Leid, schwierige Diagnosen, Verluste oder Situationen, in denen sie
Entscheidungen unter hohem Zeitdruck treffen müssen. Solche Erfahrungen können
lange nachwirken. Der Schmerz zeigt sich nicht immer offen, sondern oft in Form
von innerer Unruhe, Selbstzweifeln, Erschöpfung oder dem Gefühl, nur noch zu
funktionieren.
Beate Krasberg: Ansatz und Haltung
Krasbergs Ansatz setzt bewusst nicht bei kurzfristiger Optimierung an, sondern
bei einem grundlegenden Perspektivwechsel: weg vom reinen Funktionieren hin zu
mehr Selbstwahrnehmung, innerer Klarheit und bewusster Selbstführung.
"Viele Ärztinnen funktionieren über Jahre hinweg - und verlieren dabei den
Kontakt zu sich selbst. Der entscheidende Schritt ist, diesen Zustand überhaupt
wahrzunehmen und ernst zu nehmen", sagt Krasberg.
Mit ihrem Programm "Raus aus dem Funktionieren - Mentale Stabilität für
Ärztinnen" schafft sie einen geschützten Rahmen, in dem Betroffene innehalten
können. Ziel ist es, nicht nur Symptome zu reduzieren, sondern ein tieferes
Verständnis für die eigenen Belastungsmuster zu entwickeln.
Für Krasberg ist Schmerz dabei nicht ausschließlich etwas, das vermieden werden
muss. Vielmehr kann er ein wichtiger Hinweis darauf sein, dass persönliche
Grenzen überschritten wurden oder zentrale Bedürfnisse über längere Zeit
unbeachtet geblieben sind.
Erweitertes Programm: Beziehung, Intimität und Selbstfürsorge
Ergänzend dazu hat Krasberg ihr Angebot erweitert. In einem neuen Programm
rücken Themen in den Fokus, die im beruflichen Kontext häufig wenig Raum finden:
Beziehung, Intimität und Selbstfürsorge. Dabei geht es nicht ausschließlich um
private Lebensbereiche, sondern um grundlegende Fragen des Selbstbezugs.
Wie gestalte ich Nähe und Abgrenzung? Wo orientiere ich mich stärker an äußeren
Erwartungen als an meinen eigenen Bedürfnissen? Wie kann ich wieder Zugang zu
meinen Gefühlen finden? Diese Fragen stehen im Zentrum der Arbeit. Häufig
berichten Teilnehmerinnen von anhaltendem Grübeln, innerer Unruhe oder
Schwierigkeiten, auch außerhalb der Arbeit abzuschalten.
Krise als Wendepunkt
Innere Unruhe, Schlafprobleme oder Gereiztheit werden im Ansatz nicht als
Schwäche interpretiert, sondern als wichtige Signale. Sie weisen darauf hin,
dass persönliche Belastungsgrenzen erreicht sind und Veränderung notwendig wird.
Auch einzelne Erfahrungen - etwa schwierige Gespräche, Verluste oder belastende
Entscheidungen - können als Auslöser wirken.
Gerade emotionaler Schmerz, Schuldgefühle oder Selbstzweifel werden häufig
verdrängt, obwohl sie wichtige Hinweise auf innere Konflikte und Überlastung
geben können. Werden diese Signale ernst genommen, können sie zum Ausgangspunkt
für Entwicklung und Veränderung werde n.
Diese Momente gelten als mögliche Wendepunkte. Statt sie zu verdrängen, werden
sie als Ausgangspunkt für Entwicklung genutzt - hin zu einer bewussteren und
stabileren inneren Ausrichtung.
Raum für Reflexion und Selbstwahrnehmung
Im Zentrum der Arbeit steht ein geschützter Raum, in dem Teilnehmerinnen zur
Ruhe kommen und sich selbst wieder wahrnehmen können. Es geht darum, den Kontakt
zu eigenen Gefühlen zu stärken, das Nervensystem zu regulieren und neue innere
Orientierung zu entwickeln.
Dabei wird bewusst ein Gegenpol zum oft leistungsorientierten Alltag geschaffen:
ein Raum, in dem nicht bewertet wird und in dem es nicht darum geht, zu
funktionieren oder Erwartungen zu erfüllen.
Was sich verändern kann
Aus der Arbeit heraus ergeben sich laut Krasberg typische Entwicklungsschritte.
Viele Teilnehmerinnen berichten von mehr innerer Ruhe, verbessertem Schlaf und
einer spürbaren Entlastung im Umgang mit belastenden Gedanken. Das sogenannte
Gedankenkarussell wird leiser, Entscheidungen fallen klarer, und der Umgang mit
beruflichen Anforderungen verändert sich.
Auch die Fähigkeit zur Abgrenzung nimmt zu. Eigene Bedürfnisse werden früher
wahrgenommen und können bewusster berücksichtigt werden - ohne dass dabei
Schuldgefühle im Vordergrund stehen.
Praxisnahe Methoden für den Alltag
Krasbergs Ansatz verbindet psychotherapeutische Erfahrung mit alltagstauglichen
Methoden. Dazu gehören Atemübungen zur Beruhigung des Nervensystems, imaginative
Verfahren zur inneren Klärung sowie gezielte Übungen zur Selbstregulation.
Ergänzt wird dies durch strukturierte Reflexionsprozesse und Begegnungsräume, in
denen Erfahrungen eingeordnet und neue Perspektiven entwickelt werden können.
Ziel ist es, die erarbeiteten Impulse nachhaltig in den Alltag zu integrieren.
Wenn Helfende selbst an ihre Grenzen geraten
Wie tief die psychische Belastung im medizinischen Alltag reichen kann, zeigt
auch das vielfach ausgezeichnete Krankenhausdrama "Nachbeben" (Originaltitel:
Second Victims). Der Film erzählt die Geschichte einer erfahrenen Ärztin, deren
Leben nach einem möglichen Diagnosefehler aus dem Gleichgewicht gerät. Im
Mittelpunkt steht nicht nur das Schicksal eines Patienten, sondern auch die
seelische Not der behandelnden Ärztin. Schuldgefühle, Selbstzweifel und die
Angst, versagt zu haben, entwickeln sich zu einem emotionalen Schmerz, der ihr
gesamtes Leben erschüttert.
Der Film macht sichtbar, was viele Ärztinnen aus ihrem Berufsalltag kennen: die
enorme Verantwortung für andere Menschen und die oft unsichtbaren seelischen
Folgen belastender Erfahrungen. Damit greift "Nachbeben" ein Thema auf, das auch
Beate Krasberg in ihrer therapeutischen Arbeit begegnet - den Schmerz
derjenigen, die täglich für andere da sin d und dabei häufig sich selbst aus dem
Blick verlieren.
Rahmen und Zielgruppe
Das Angebot richtet sich an Ärztinnen, die sich erschöpft, überfordert oder
innerlich distanziert erleben und spüren, dass ein "Weiter so" nicht mehr
funktioniert. Die Begleitung erfolgt in Einzelsettings oder kleinen Gruppen,
online oder vor Ort. Vertraulichkeit, Sicherheit und ein professioneller Rahmen
stehen dabei im Vordergrund.
Wachsende Bedeutung von Selbstfürsorge
Angesichts steigender Anforderungen im Gesundheitswesen wächst der Bedarf an
Angeboten, die die mentale Gesundheit von Fachkräften stärken. Programme wie das
von Krasberg greifen diesen Bedarf auf und setzen bei einem zentralen Punkt an:
der Fähigkeit, nicht nur für andere, sondern auch für sich selbst zu sorgen.
Dabei geht es nicht nur um Stressbewältigung, sondern auch darum, emotionalen
Schmerz wahrzunehmen, belastende Erfahrungen zu verarbeiten und wieder einen
gesunden Zugang zu den eigenen Bedürfnissen zu finden. Denn langfristige
Stabilität beginnt dort, wo Menschen sich selbst mit derselben Aufmerksamkeit
begegnen, die sie täglich anderen schenken.
Über Beate Krasberg
Beate Krasberg ist psychologische Psychotherapeutin und Coachin mit
jahrzehntelanger Erfahrung in der Begleitung von Frauen in anspruchsvollen und
hochbelastenden Berufen. Ihre Ausbildungen in Gestalttherapie,
tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie und verschiedenen Coachingmethoden
bilden die Grundlage ihres ganzheitlichen Ansatzes.
Ihre Arbeit zeichnet sich durch eine Verbindung aus fachlicher Klarheit,
strukturierter Vorgehensweise und einem sensiblen Gespür für individuelle
Prozesse aus. Im Mittelpunkt steht dabei stets die Frage, wie nachhaltige
Veränderung entstehen kann.
Pressekontakt:
Friedensallee 62a
22765 Hamburg
Email: mailto:krasberg@t-online.de
Telefon: +49 40 3893637
Mobil: +49 160 91009644
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/182797/6296648
OTS: Beate Krasberg
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