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Hubig kündigt schärferes Vorgehen gegen Deepfakes an / BIG BANG KI FESTIVAL 2026 mit Besucherrekord: 11.400 Gäste / Microsoft-Manager Alexander Britz fordert KI-Verhaltenskodex, Jens de Buhr KI-Pause (FOTO) |
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| 18.09.2026 17:40 Uhr |
DUP UNTERNEHMER-Magazin |
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Hamburg (ots) - Bundesjustizministerin Dr. Stefanie Hubig hat auf dem BIG BANG
KI FESTIVAL in Berlin gestern ein schärferes Vorgehen gegen Deepfakes
angekündigt. Zugleich forderte Microsoft-Manager Alexander Britz einen
Verhaltenskodex für Künstliche Intelligenz. Festival-Host Jens de Buhr sprach
sich angesichts der rasanten technologischen Entwicklung für eine zeitweise
KI-Pause aus. Das BIG BANG KI FESTIVAL hat am 16. und 17. September einen neuen
Besucherrekord aufgestellt - 11.400 Gäste kamen in die "STATION Berlin".
Hubig: Gesetzeslage reicht nicht aus
"Derzeit reicht die Gesetzeslage nach unserer Auffassung noch nicht aus, um sich
gut vor Deepfakes schützen zu können", sagte Hubig nach ihrem Live-Interview mit
der ehemaligen Bundeswirtschafts- und Bundesjustizministerin Brigitte Zypries.
Ein Gesetzentwurf ihres Hauses soll zeitnah ins Bundeskabinett und anschließend
in den Bundestag kommen. Vorgesehen sind unter anderem schärfere Möglichkeiten,
gegen die Verbreitung von Deepfakes und die Herstellung pornografischer
Deepfakes vorzugehen. Betroffene sollen Verantwortliche leichter identifizieren,
Inhalte löschen lassen und unter bestimmten Voraussetzungen Accounts gerichtlich
sperren lassen können.
Microsoft fordert Leitplanken für KI
Auch aus der Technologiebranche kommt der Ruf nach klareren Grenzen. Alexander
Britz von Microsoft Deutschland forderte auf dem Festival einen übergreifenden
KI-Verhaltenskodex. "Wir sehen KI, die vorgaukelt, ein Bewusstsein zu haben. Wir
sehen KI, die vorgaukelt, menschliche Gefühle zu haben. Das ist der falsche
Weg." Seine zentrale Frage: "Was kann KI, was sollte KI und, was noch wichtiger
ist: Was sollte KI nicht?" Britz forderte: "Jetzt ist die Zeit, vom Menschen
definierte Leitplanken zu setzen."
De Buhr: "Die Technologie überholt uns"
Festival-Host Jens de Buhr forderte angesichts des Entwicklungstempos eine
zeitweise KI-Pause für besonders leistungsfähige Systeme. "Was gerade passiert,
überfordert uns alle. Die Technologie entwickelt sich so schnell, dass sie uns
durch ihre eigene Geschwindigkeit überholt. Wir brauchen deshalb für einige
Monate eine KI-Pause - nicht um KI aufzuhalten, sondern um Zeit zu gewinnen,
Risiken besser zu verstehen und Sicherheitsmechanismen zu entwickeln." De Buhr
ergänzte: "Ich bin ein großer KI-Optimist. Aber Optimismus darf nicht Naivität
bedeuten. Wir müssen Innovation ermöglichen und gleichzeitig dafür sorgen, dass
der Mensch die Kontrolle behält." Auch Medizinethikerin Prof. Dr. Alena Buyx
warnte auf dem Festival davor, immer mehr menschliche Fähigkeiten an KI
abzugeben: "Man darf der KI nicht alles delegieren."
Die zentrale Botschaft der Diskussionen in Berlin: Es geht nicht um weniger KI.
Es geht um klare Regeln dafür, was Künstliche Intelligenz darf - und welche
Entscheidungen beim Menschen bleiben müssen.
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - DUP UNTERNEHMER-Magazin
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