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Hamburg/Berlin (ots) - Anlässlich der heutigen Energiewende-Demonstration vor
dem Bundestag zeigt eine repräsentative Civey-Umfrage im Auftrag von Green
Planet Energy: Die große Mehrheit der Menschen in Deutschland wünscht sich von
der Energiepolitik vor allem mehr Unabhängigkeit von Energieimporten. Demnach
halten es 88 Prozent der Befragten für wichtig, dass Deutschland bei der
Energieversorgung möglichst unabhängig von Energieimporten aus dem Ausland wird.
Fast zwei Drittel (64 Prozent) stufen dieses Ziel sogar als sehr wichtig ein.
"Die Menschen haben in den vergangenen Jahren mehrfach erlebt, wie stark die
Abhängigkeit von fossilen Energieimporten auf den Geldbeutel durchschlägt. Die
Folgen waren steigende Strom- und Heizkosten sowie Rekordpreise an den
Tankstellen", sagt Sönke Tangermann, Vorstand bei Green Planet Energy. "Wind und
Sonne müssen wir nicht importieren. Genau deshalb sind Erneuerbare nicht nur
Klimaschutz, sondern auch ein Stück Unabhängigkeitspolitik. Jede Kilowattstunde
aus heimischer Wind- und Solarenergie ersetzt Energieimporte und macht
Deutschland krisenfester."
Die Umfrage zeigt zugleich: Knapp einem Drittel der Befragten (29 Prozent) ist
nicht bewusst, wie viele Menschen schon heute in Deutschland im Bereich der
erneuerbaren Energien beschäftigt sind. Mehr als jede zweite befragte Person (54
Prozent) unterschätzt die tatsächliche Zahl von rund 436.000 Beschäftigten. Laut
einer Szenarioanalyse der Bertelsmann Stiftung vom September 2026 könnte die
Branche bis 2035 auf über 707.000 Beschäftigte wachsen.
"Viele Menschen verbinden die Energiewende vor allem mit Windrädern und
Solaranlagen. Weniger sichtbar ist, dass dahinter längst hunderttausende
Arbeitsplätze in Mittelstand, Handwerk, Industrie, Planung, Betrieb und Service
stehen", so Tangermann. "Erneuerbare Energien sind heute ein bedeutender
Wirtschaftsfaktor in Deutschland und sorgen für Arbeitsplätze, Gewerbesteuern
und Einnahmen für Städte und Gemeinden im ganzen Land."
Auch bei den Kosten zeigt die Umfrage ein gemischtes Bild. Auf die Frage, mit
welcher Technologie Strom am günstigsten erzeugt werden kann, nennen 36 Prozent
Solarenergie und 35 Prozent Atomkraftwerke nahezu gleichauf. Windenergie wird
lediglich von 17 Prozent als günstigste Stromquelle angesehen. Dabei kommen
internationale Studien regelmäßig zu dem Ergebnis, dass Wind- und Solarenergie
heute zu den kostengünstigsten Formen der Stromerzeugung zählen, Neubauprojekte
für Atomkraft zu den teuersten. So liegen die Stromgestehungskosten neuer
Atomkraftwerke laut Fraunhofer ISE bei 13,6 bis 49 Cent pro Kilowattstunde,
während Strom aus Windenergie an Land und Solarparks bereits für rund vier bis
neun beziehungsweise vier bis sieben Cent pro Kilowattstunde erzeugt werden
kann. "In der öffentlichen Wahrnehmung von Atomkraft werden die hohen
Investitionskosten, jahrzehntelangen Bauzeiten sowie die Kosten für Rückbau und
Atommülllagerung häufig unterschätzt", betont Tangermann.
Energiewende-Demonstration am 9. Oktober vor dem Bundestag
Auf der Energiewende-Demonstration am 9. Oktober in Berlin fordert Green Planet
Energy den Bundestag auf, die Energiewende konsequent fortzusetzen, statt mit
dem geplanten Netzpaket neue Risiken für Wind- und Solarprojekte zu schaffen und
damit Investitionen, Arbeitsplätze und wirtschaftliche Entwicklung zu gefährden.
Zu der Demonstration ruft ein breites Bündnis aus Wirtschaft, Gewerkschaften,
Umweltverbänden und Bürgerenergie-Akteuren auf.
"Durch den Kurswechsel der Bundesregierung droht ein fossiler Backlash. Schon
vor zehn Jahren wurden Wind- und Solarenergie mit dem Argument steigender Kosten
politisch gebremst. Die Folge waren verlorene Arbeitsplätze, der Niedergang der
deutschen Solarindustrie und ein massiver Vorsprung Chinas. Diesen Fehler dürfen
wir nicht wiederholen. Wer heute neue Risiken für Erneuerbare schafft, gefährdet
Investitionen, industrielle Wertschöpfung und zukunftsfähige Jobs in
Deutschland. Für Öl und Gas fließen dagegen jedes Jahr 81 Milliarden Euro ins
Ausland und stärken häufig auch autoritäre Regime", so Tangermann.
Zur Methodik der Umfrage: Für die Umfrage befragte Civey im Auftrag von Green
Planet Energy vom 5. bis 6. Oktober 2026 online 5.000 Bundesbürger:innen ab 18
Jahren.
Über uns: Green Planet Energy, 1999 von Greenpeace gegründet, gehört ihren mehr
als 50.000 Mitgliedern und ist damit Deutschlands größte Energiegenossenschaft.
Sie versorgt rund 200.000 Haushalte und Geschäftskund:innen mit innovativen
Ökostrom- und Gasprodukten. Dabei setzt Green Planet Energy auf Stromerzeugung
aus 100 Prozent erneuerbaren Energien: Die Genossenschaft betreibt Wind- und
Solarparks sowie Elektrolyseure zur Produktion von grünem Wasserstoff (Windgas)
und bezieht Strom ausschließlich aus Direktlieferverträgen - garantiert ohne
Kohle- oder Atomstrom. Green Planet Energy unterstützt Kund:innen, Unternehmen
und Kommunen bei ihrer Energiewende - von der eigenen Wärmepumpe über PV-Anlagen
und Mieterstromprojekte bis hin zur kommunalen Wärmeplanung. Als nicht
profitmaximierende Genossenschaft engagiert sich Green Planet Energy auch
politisch für eine nachhaltige und sozial gerechte Energiewende.
Pressekontakt:
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Politik und Kommunikation
Alexander Karasek
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OTS: Green Planet Energy eG
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