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Hamburg (ots) - Zeit: 08.05.2026 bis 24.06.2026
Tatorte: Hamburger Stadtgebiet
Einsatzkräfte der Fachdienststelle für Trickbetrug (LKA 43) nahmen gestern einen
mutmaßlichen Trickbetrüger vorläufig fest. Gegen den 56-Jährigen wurde heute ein
Haftbefehl erlassen.
Nach den bisherigen Erkenntnissen meldeten sich am Dienstagmittag zunächst ein
angeblicher Bankmitarbeiter und im weiteren Verlauf ein angeblicher
Polizeibeamter bei einer 62-Jährigen im Hamburger Stadtteil Finkenwerder. Der
Frau wurde zunächst durch ein Telefongespräch und im weiteren Verlauf der
Kommunikation in russischer Sprache über einen Messengerdienst suggeriert, dass
sie Opfer eines Betruges geworden sei. Durch eine geschickte Gesprächsführung
brachten die mutmaßlichen Betrüger sie dazu, Bargeld auf dem Grundstück zu
hinterlegen, welches am Nachmittag zur angeblichen "Prüfung" durch einen
Unbekannten abgeholt wurde.
Nachdem die 62-Jährige Zweifel bekommen hatte, erstattete sie gestern Vormittag
eine Strafanzeige an der Außenstelle des Polizeikommissariats 47. Während der
Anzeigenaufnahme kontaktierten die mutmaßlichen Betrüger die Geschädigte erneut
und forderten sie auf, weiteres Geld zu "Prüfzwecken" auszuhändigen.
Die Beamtinnen und Beamten des LKA 43 übernahmen daraufhin die Ermittlungen und
begleiteten die weitere Kommunikation mit den Betrügern. Nachdem diesen
mitgeteilt wurde, dass weiteres Geld auf dem Grundstück deponiert worden war,
erschien gegen Mittag der angekündigte "Abholer" an dem verabredeten Ort. Die
Einsatzkräfte nahmen den Tatverdächtigen daraufhin vorläufig fest.
Im Zuge der intensiven Ermittlungen erlangten die Ermittlerinnen und Ermittler
den Verdacht, dass der 56-jährige Ukrainer für mindestens vier weitere
vollendete Trickbetrüge in den Stadtteilen Finkenwerder, Billstedt, Langenhorn
und Lohbrügge verantwortlich sein könnte. Hierbei wurden jeweils russisch
sprechende Bürgerinnen und Bürger von "falschen" Polizistinnen oder Polizisten
kontaktiert. Ihnen wurde auf Russisch mitgeteilt, dass ein naher Angehöriger
oder eine nahe Angehörige einen Verkehrsunfall verursacht habe und nun eine
Kaution gezahlt werden müsse. Der 56-jährige Mann soll auch bei diesen Taten als
"Abholer" fungiert haben.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen führten die Ermittlerinnen und
Ermittler den Tatverdächtigen dem Untersuchungsgefängnis zu. Ein Haftrichter
erließ heute einen Haftbefehl.
Ob falsche Bankmitarbeiter, falsche Polizisten, Enkeltrick oder Schockanruf: Die
Maschen der Telefonbetrüger sind vielfältig und die Polizei warnt immer wieder
davor und rät:
- Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl - Kann eine solch abenteuerliche
Geschichte, die Ihnen am Telefon erzählt wird, wirklich stimmen?
- Ein gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit!
- Sprechen Sie mit einer Person Ihres Vertrauens. Auch Verwandte,
Freunde oder Nachbarn können helfen, solche Taten zu verhindern.
- Geht es am Telefon um Ihr Vermögen, welches Sie direkt übergeben
sollen, sollten Sie sofort alarmiert sein!
- Legen Sie beim kleinsten Verdacht umgehend auf. Rufen Sie dann
die Polizei unter 110 oder ihre örtliche Polizeidienststelle an.
- Lassen Sie grundsätzlich keine Fremden in Ihre Wohnung!
- Führen Sie das Gespräch an der Tür nach Möglichkeit nur bei
vorgelegtem Sperrbügel oder durch die geschlossene Tür.
- Prüfen Sie die Berechtigung des Gegenübers, Ihre Wohnung zu
betreten: Kann die Person sich ausweisen?
Weitere Informationen sind unter anderem hier zu finden:
https://www.polizei.hamburg/betrug-am-telefon-a-792560 und
https://www.polizei.hamburg/haustuerbetrug-a-792004 .
Schl.
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Rückfragen der Medien bitte an:
Polizei Hamburg
Patrick Schlüse
Telefon: 040 4286-56215
E-Mail: mailto:polizeipressestelle@polizei.hamburg.de
http://www.polizei.hamburg
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