Hannover
Top-News
Hannover, Landeshauptstadt
Fläche: 204,07 km²
Einwohner: 516.415
PLZ: 30159
|
Neue Gasbohrungen in Niedersachsen: Deutsche Umwelthilfe geht mit Aktionsbündnis rechtlich gegen Erweiterungspläne des kanadischen Konzerns Vermilion vor |
 |
| 7.10.2026 09:05 Uhr |
Deutsche Umwelthilfe e.V. |
|
|
Hannover (ots) -
- Geplante Ausweitung der Gasbohrungen Wisselshorst: DUH reicht Widerspruch
gegen Hauptbetriebsplan von kanadischem Konzern Vermilion ein
- Bündnis warnt vor Risiken für Mensch, Umwelt und Natur durch fossile
Expansionspläne im Heidekreis und kritisiert, dass es keine
Umweltverträglichkeitsprüfung gab
- Bündnis fordert klare Absage für fossiles Projekt durch niedersächsische
Landesregierung und Behörden
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat gemeinsam mit dem Aktionsbündnis gegen
Gasbohren Bad Fallingbostel Widerspruch gegen die im niedersächsischen
Heidekreis geplante Ausweitung der Gasbohrungen eingereicht. Das
Niedersächsische Landesamt für Bergbau, Geologie und Energie (LBEG) hatte den
Antrag für einen Hauptbetriebsplan des kanadischen Konzerns Vermilion
zugelassen. Die Umweltorganisation vermutet, dass Vermilion die gesetzliche
Pflicht zur Umweltverträglichkeitsprüfung dadurch umgehen will, dass zunächst
eine Förderung von maximal 500.000 Kubikmeter pro Tag beantragt wurde, obwohl
die tatsächlichen Förderpläne diesen Umfang schnell übersteigen könnten. Die DUH
fordert gemeinsam mit dem Aktionsbündnis gegen Gasbohren Bad Fallingbostel eine
klare Absage der Landesregierung und Behörden für das fossile Projekt.
Dazu Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: "Neue Gasbohrungen
sind klimapolitisch aus der Zeit gefallen und setzen Mensch und Umwelt unnötigen
Risiken aus. Für die Zulassung hat die zuständige Behörde weder die
Treibhausgasemissionen noch die Risiken für die Gesundheit der Menschen vor Ort
oder die Umwelt ausreichend geprüft. Niedersachsen hat sich gesetzlich
verpflichtet, im Jahr 2040 klimaneutral zu sein. Neue Gasbohrungen mit einer
üblichen Förderdauer von 20 bis 30 Jahren widersprechen diesem Ziel komplett.
Deutschland muss endlich den Gasausstieg angehen, anstatt die fossile
Abhängigkeit immer weiter zu vertiefen."
Hans-Heinrich von Hofe, Sprecher des Aktionsbündnisses gegen Gasbohren Bad
Fallingbostel: "Das Aktionsbündnis lehnt die Erschließung neuer Erdgasbohrungen
in unserer Region entschieden ab. Die Gasförderung birgt Gefahren für unsere
Gesundheit durch krebserregende Stoffe wie Benzol und Quecksilber, für unser
Trinkwasser durch den Einsatz von Chemikalien und hochgiftigem
Lagerstättenwasser sowie ein sehr hohes Erdbebenrisiko. Neue Erdgasbohrungen
sind klimapolitisch und wirtschaftlich ein Irrweg."
Pressekontakt:
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer DUH
0160 90354509, mailto:mueller-kraenner@duh.de
Hans-Heinrich von Hofe, Sprecher des Aktionsbündnisses
0151 11009189, mailto:hans-heinrich@von-hofe.de
DUH-Newsroom:
030 2400867-20, mailto:presse@duh.de
http://www.duh.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/22521/6366240
OTS: Deutsche Umwelthilfe e.V.
|
|
Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Deutsche Umwelthilfe e.V.
Für den Inhalt übernehmen wir keine Verantwortung
|