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POL-IZ: 260610.1 Itzehoe: Warnung vor Schockanrufen |
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| 10.06.2026 17:35 Uhr |
Polizeidirektion Itzehoe |
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Itzehoe (ots) - Aktuell verzeichnet die Polizeidirektion Itzehoe vor allem im
Kreis Steinburg eine gehäufte Welle von sogenannten Schockanrufen. Die
Kriminellen gehen dabei mit einer neuen Betrugsmasche vor. Die Polizei warnt
eindringlich und möchte hiermit die Bevölkerung für die sich ständig
verändernden Legenden der Täter sensibilisieren.
In den aktuellen Fällen geben sich die unbekannten Anrufer am Telefon als
Mitarbeiter eines Krankenhauses aus. Den Betroffenen wird suggeriert, dass sich
die Tochter oder der Sohn derzeit wegen einer vermeintlich routinemäßigen
Darmspiegelung in der Klinik befinde. Im Zuge der Untersuchung sei jedoch eine
Krebserkrankung festgestellt worden. Die Täter behaupten weiter, dass eine
sofortige, lebensnotwendige Behandlung eingeleitet werden müsse oder sehr teure
Medikamente aus der Schweiz eingekauft werden müssen, diese jedoch privat und
per Vorkasse bezahlt werden müsse. Im weiteren Gesprächsverlauf fragen die
Betrüger gezielt nach im Haus vorhandenem Bargeld und Wertgegenständen.
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass sich die Legenden der
Betrüger ständig verändern. Während in der Vergangenheit meist das Vortäuschen
von Polizei und Staatsanwaltschaft im Vordergrund stand, weichen die Täter nun
auf Krankenhaus-Szenarien aus. Parallel dazu sind jedoch auch die altbekannten
Maschen falscher Polizeibeamter nach wie vor aktiv.
Die Betrüger setzen bewusst auf den Schockmoment, um ihre Opfer emotional unter
Druck zu setzen und logisches Nachdenken zu verhindern. Die Polizei rät daher
dringend:
- Gesundes Misstrauen: Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen
am Telefon als Amtsträger oder Klinikmitarbeiter ausgeben und
Geld fordern.
- Keine Details: Geben Sie am Telefon niemals Auskunft über Ihre
finanziellen Verhältnisse, Bargeld oder Wertsachen.
- Gespräch abbrechen: Legen Sie bei Forderungen nach Geld oder
Wertsachen sofort den Hörer auf. Sie müssen nicht höflich sein!
- Gegenrecherche: Nehmen Sie selbst Kontakt mit Ihren Angehörigen
unter den Ihnen bekannten Nummern auf. Rufen Sie im Zweifel die
betroffene Institution (Krankenhaus, Polizeidienststelle) über
die offiziellen, öffentlich zugänglichen Telefonnummern zurück.
- Niemals Geld übergeben: Weder Behörden noch Krankenhäuser
fordern Bargeld oder Wertsachen am Telefon oder verlangen eine
Übergabe an der Haustür.
Die Polizei bittet zudem darum, insbesondere ältere Angehörige und Nachbarn über
diese neuen Formen des Telefonbetrugs zu informieren.
Wer einen solchen Anruf erhalten hat, wird gebeten, sich unverzüglich über den
Notruf 110 oder bei der örtlich zuständigen Kriminalpolizei zu melden.
Theresa Straßmann
Rückfragen bitte an:
Polizeidirektion Itzehoe
Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit
Große Paaschburg 66
25524 Itzehoe
Telefon:
+49 (0) 4821 602 2010
E-Mail: pressestelle.itzehoe@polizei.landsh.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/52209/6291993
OTS: Polizeidirektion Itzehoe
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Polizeidirektion Itzehoe
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