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LKA-SH: Rauschgiftfahnder heben mutmaßliches Drogenlabor aus |
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| 2.11.2026 16:26 Uhr |
Landeskriminalamt Schleswig-Holstein |
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Kiel (ots) - Gemeinsame Pressemitteilung des Landeskriminalamtes
Schleswig-Holstein, des Zollfahndungsamtes Hamburg und der Staatsanwaltschaft
Kiel
Rauschgiftfahnder der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift Kiel (GER Kiel)
des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein (LKA) und des Zollfahndungsamtes
Hamburg haben am Freitag, 30. Oktober 2026, im Zusammenwirken mit der
Staatsanwaltschaft Kiel ein offenkundig illegal betriebenes Labor zur
Herstellung synthetischer Drogen im Kreis Segeberg ausgehoben. Das Labor war
nicht im Betrieb und befand sich bereits in der Auflösung.
Das Labor wurde durch örtliche Polizeibeamte während der Aufnahme eines
Wohnungseinbruchdiebstahls zufällig entdeckt, als diese das vermietete
Nebengebäude nach möglichen Aufbruchspuren überprüften. Vor Ort fanden die
Rauschgiftermittler im Nebengebäude diverse Herstellungsapparaturen und
-utensilien sowie Chemikalien vor, die für die illegale Herstellung
synthetischer Drogen typisch sind.
Auf synthetische Drogen spezialisierte Rauschgiftfahnder der GER Kiel nahmen
gemeinsam mit Toxikologen des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein und
Kriminaltechnikern der Bezirkskriminalinspektion Kiel eine umfangreiche
Tatortaufnahme einschließlich einer umfassenden Spurensuche und -sicherung vor.
Es wurden umfangreiche Proben der dort vorgefundenen Chemikalien genommen.
Die sichergestellten Chemikalien und Produktionsapparaturen wurden durch einen
spezialisierten Abfallentsorger abtransportiert. Welche mutmaßlichen Drogen in
diesem Labor hergestellt worden sind, ergeben die nun anstehenden aufwändigen
und zeitintensiven chemischen Analysen, die im Kriminaltechnischen Institut des
LKA erfolgen werden.
Außerdem durchsuchten die Rauschgiftermittler mit Unterstützung der 2.
Einsatzhundertschaft der Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung aus Eutin die
Wohnung eines 27-jährigen Mannes mit aserbaidschanischer Staatsangehörigkeit in
Kaltenkirchen, der verdächtigt wird, in Verbindung zu dem Labor zu stehen.
Nach einer ersten, vorläufigen Einschätzung wird vermutet, dass die am 9.
Oktober 2026 in Lutzhorn (Kreis Pinneberg) und am 14. Oktober 2026 in einem
Waldstück in Heidmoor (Kreis Segeberg) in großem Umfang illegal entsorgten, zum
Teil mit Chemikalien befüllten Kanister in einem Zusammenhang zu dem nun
ausgehobenen Labor stehen (siehe Pressemitteilung des LKA SH vom 14.10.2026).
Bei dieser Form der illegalen Abfallentsorgung dürfte es sich um ein sogenanntes
"Dumping" handeln, bei der giftige Chemikalien und Abfallstoffe aus illegaler
Drogenproduktion in der Natur rücksichtslos entsorgt werden.
Die Ermittlungen zu dem Tatgeschehen und den in dem Labor mutmaßlich
produzierten synthetischen Drogen dauern an.
Rückfragen bitte an:
Landeskriminalamt Schleswig-Holstein
Carola Jeschke
Telefon: 0431/160-40130
E-Mail: Presse.Kiel.LKA@Polizei.LandSH.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/2256/6382598
OTS: Landeskriminalamt Schleswig-Holstein
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Landeskriminalamt Schleswig-Holstein
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