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Würzburg (ots) - Eine Stelle für eine Fachkraft bleibt im Handwerk heute im
Schnitt 224 Tage unbesetzt. Viele Betriebe haben in dieser Zeit längst etwas
versucht, oft mit externer Hilfe, und sitzen am Ende auf einem Stapel
Bewerbungen, aus dem niemand anfängt. Levi Koller und Oskar Lode von der Koller
& Lode GmbH sagen: Die Leute sind da, man muss nur anders an sie herankommen.
Die Auswertung stammt von der Bundesagentur für Arbeit, veröffentlicht im
September 2025 zum Tag des Handwerks. 2015 dauerte es im Schnitt 104 Tage, bis
eine Handwerksstelle besetzt war, 2024 waren es 224. Und während der deutsche
Arbeitsmarkt zwischen 2015 und 2024 um 13 Prozent gewachsen ist, ist die
Beschäftigung im Handwerk um drei Prozent zurückgegangen.
"Sieben Monate klingen nach Warten, kosten den Betrieb aber bares Geld", sagt
Levi Koller, Geschäftsführer der Koller & Lode GmbH in Würzburg. "Der Betrieb
lehnt Aufträge ab, und die Mannschaft arbeitet die Lücke mit, bis irgendwann der
Nächste kündigt. Aus einer offenen Stelle werden dann zwei."
Was dieser Stillstand kostet, rechnen die wenigsten aus. Der Fachverband
perfakta.SH hat es getan: Eine unbesetzte Fachkraftstelle reißt im Sanitär-,
Heizungs- und Klimahandwerk rund 70.000 Euro Deckungsbeitrag im Jahr heraus,
also fast 6.000 Euro pro Monat, in dem sie offen bleibt. "Die meisten Chefs
rechnen das nicht, weil sie das Gehalt ja sparen", sagt Koller. "Aber der Mann,
der fehlt, hätte das Vier- bis Fünffache seines Lohns erwirtschaftet. Das ist
kein Sparen, das ist jeden Monat ein Loch in der Kasse." Für die gesamte
Wirtschaft beziffert das Institut der deutschen Wirtschaft den Schaden durch
nicht besetzbare Stellen auf rund 49 Milliarden Euro im Jahr.
Der Markt ist nicht leer, nur schlecht erreicht
Dass der Arbeitsmarkt leer sei, hält Koller für die falsche Erklärung. Thomas
Thümer, Inhaber eines Garten- und Landschaftsbaubetriebs in Dresden, bringt es
auf den Punkt: "Fachkräfte gibt es genügend. Viele Leute sind wechselbereit,
weil sie mit ihrem Chef oder ihrer Bezahlung unzufrieden sind. Man muss sie nur
finden."
Die Zahlen stützen das. Eine Untersuchung des Meinungsforschungsinstituts
Gallup, für die im März 2026 bundesweit 1.700 Arbeitnehmer befragt wurden, kommt
zu dem Ergebnis: Nur zwölf Prozent suchen aktiv eine neue Stelle, aber weitere
25 Prozent würden wechseln, wenn das Richtige käme. Wer eine Stelle ausschreibt
und wartet, erreicht nur den kleinen aktiven Teil. "Der Anlagenmechaniker mit
fünfzehn Jahren Erfahrung ist nicht arbeitslos", sagt Koller. "Der steht morgens
um sieben auf der Baustelle und ärgert sich seit anderthalb Jahren über seinen
Chef. Der sucht nichts, aber er würde wechseln."
Genau diese Leute erreicht auch das, was in der Branche inzwischen als
Standardlösung gilt, kaum: Werbung in den sozialen Netzwerken, oft Social
Recruiting genannt. "So eine Anzeige erwischt jemanden abends auf der Couch am
Handy, und damit er überhaupt reagiert, besteht die Bewerbung am Ende aus drei
Fragen und einem Klick", sagt Koller. "Wer sich in einer Minute beworben hat,
sagt aber genauso schnell wieder ab. Am schnellsten meldet sich ohnehin der, der
sich überall meldet, also nicht der, der bleibt." Noch deutlicher wird Lode beim
Beitrag auf der eigenen Firmenseite: "Den sehen die eigenen Kunden, die
Nachbarn, die Familie. Der unzufriedene Geselle drei Orte weiter weiß ja gar
nicht, dass es den Betrieb gibt."
Ein Pool, aus dem neu angegangen wird
Das eigene Verfahren des Unternehmens heißt Regional-Sourcing+ und geht einen
anderen Weg. Koller & Lode unterhält einen Pool wechselbereiter Fachkräfte aus
den Regionen der Partnerbetriebe, Leute, die bereits gezeigt haben, dass sie
offen für einen Wechsel sind, ohne gerade aktiv zu suchen. Steht in einem
Betrieb eine Stelle an, geht das Team genau diese Kandidaten neu an, für diesen
einen Betrieb und mit dessen Argumenten. "Wir müssen nicht bei null anfangen und
hoffen, dass sich jemand meldet", sagt Lode. "Wir wissen, wer in der Region
wechseln würde, und sprechen die Richtigen gezielt erneut an."
Was beim Inhaber ankommt, sind feste Gesprächstermine mit vorab geprüften
Bewerbern aus dem eigenen Umkreis. Michael Sauer von der PSH Bau, einem
Trockenbaubetrieb, beschreibt den Unterschied: "Über Arbeitsamt und Zeitung kam
eine Bewerbungsflut, die wir gar nicht bewältigen konnten, und fast nichts davon
passte. Aus dem Pool haben wir uns am Ende die passenden Leute ausgesucht." Zwei
Einstellungen in rund vier Wochen. "Der Chef sichtet keine Mappen und
telefoniert niemandem hinterher", sagt Lode. "Er führt Gespräche mit Leuten, die
passen, und entscheidet selbst. Alles davor ist unsere Aufgabe."
Damit setzt sich das Unternehmen bewusst von einem Markt ab, der viele Betriebe
enttäuscht hat. Wie teuer das werden kann, hat die Deutsche Handwerks Zeitung im
Februar 2026 gezeigt: Ein Dachdeckerbetrieb aus Niedersachsen beauftragte eine
Personalagentur, bekam ausschließlich unqualifizierte Bewerbungen und eine
Rechnung über 15.000 Euro. Nach drei Monaten war der Anbieter nicht mehr
erreichbar. "Wenn ein Inhaber mich am Telefon erst mal abblockt, hat er meistens
recht", sagt Koller. "Der ist vorher zweimal enttäuscht worden." Koller & Lode
zählt sich ausdrücklich weder zu den Agenturen noch zu Personalvermittlern,
Headhuntern oder Jobbörsen, sondern arbeitet ausschließlich mit Fachbetrieben im
Handwerk.
Wochen statt Monate
Was Regional-Sourcing+ für einen Betrieb bedeutet, lässt sich an der Zeit
zwischen Start und Unterschrift ablesen. Bei der Malerei Peters wurden in 41
Tagen zwei Meister und ein Geselle eingestellt. Bei der Eduard Gäckle GmbH saß
nach 22 Tagen ein Polier im Betrieb, der dort bis heute arbeitet. Thomas Heinze,
Inhaber eines SHK-Betriebs mit zwölf Mitarbeitern, hatte es vorher über das
Jobportal Stepstone versucht, ohne Ergebnis, und beim Arbeitsamt nur unpassende
Bewerber bekommen. Über Regional-Sourcing+ saßen schon nach wenigen Tagen die
ersten Kandidaten im System, und er stellte einen erfahrenen Anlagenmechaniker
ein.
Besonders anschaulich ist der Fall der Rusch Zimmerei. Der Betrieb hatte ein
Überalterungsproblem, mehrere Leute gingen in Rente, und über Zeitungsanzeigen
und Facebook war nichts nachgekommen. Über Regional-Sourcing+ besetzte Franz
Rusch in rund acht Wochen zwei schwer zu findende Stellen, einen Dachdecker und
einen Spengler, und hatte am Ende mehr geeignete Kandidaten als offene Stellen.
"Jetzt kann man Termine wieder einhalten, und wenn einer ausfällt, sind noch
zwei Ersatzleute da", sagt er.
Fazit: Wissen, was einen Wechsel auslöst
Inzwischen hat das Würzburger Unternehmen hunderte Stellen quer durch das
Handwerk besetzt, für hunderte Partnerbetriebe vom Fünf-Mann-Betrieb bis zur
Gruppe mit über hundert Mitarbeitern. Beide Geschäftsführer stehen im engen
Austausch mit Innungen, Fachverbänden und Handwerkskammern.
Der größte Gewinn ist für Koller dabei nicht die einzelne Einstellung, sondern
das Wissen über den Arbeitsmarkt vor Ort. "Wir wissen inzwischen ziemlich genau,
wie ein Dachdecker in einer bestimmten Region tickt und was ihn zu einem Wechsel
bewegt", sagt er. "Das ist selten das Gehalt und fast nie das, was in einer
Stellenanzeige steht. Dieses Wissen steckt in unserem Pool, und genau deshalb
können wir die Richtigen für einen Betrieb gezielt neu angehen, statt eine
Anzeige in die Gegend zu schicken."
Sie führen einen Fachbetrieb im Handwerk und wollen offene Stellen mit Leuten
besetzen, die auch bleiben? Dann melden Sie sich bei Levi Koller und Oskar Lode
von der Koller & Lode GmbH und vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch.
Über die Koller & Lode GmbH
Levi Koller und Oskar Lode sind die Gründer und Geschäftsführer der Koller &
Lode GmbH mit Sitz in Würzburg. Als Branchenpartner für Fachbetriebe im Handwerk
arbeiten sie ausschließlich mit diesen Betrieben und haben dafür zwei eigene
Systeme entwickelt: Regional-Sourcing+ für die Besetzung offener Stellen und das
LOKALMAGNET-System für die Gewinnung kaufkräftiger Kunden aus der Region.
Weitere Informationen unter https://koller-lode.de/
Pressekontakt:
Koller & Lode GmbH
Vertreten durch: Levi Koller & Oskar Lode
E-Mail: mailto:info@koller-lode.de
Web: https://koller-lode.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/183627/6371208
OTS: Koller & Lode GmbH
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