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Immenstadt (ots) - Künstliche Intelligenz verändert längst nicht mehr nur
einzelne Arbeitsabläufe: Immer leistungsfähigere Systeme übernehmen
qualifizierte Aufgaben, verändern wirtschaftliche Abhängigkeiten und stellen
gewohnte Führungsprinzipien infrage. Führungsteams müssen dadurch immer häufiger
Entscheidungen treffen, deren Folgen sich nicht vollständig absehen lassen. Umso
wichtiger wird ihre Fähigkeit, auch unter Unsicherheit gemeinsam handlungsfähig
zu bleiben. Doch wie können sie genau das lernen?
Neue KI-Anwendungen, automatisierte Prozesse und datenbasierte Entscheidungen:
Viele Unternehmen investieren erhebliche Ressourcen, um ihre Produktivität zu
steigern und den technologischen Wandel erfolgreich zu gestalten. Was dabei
häufig unterschätzt wird, sind die Folgen für bestehende Strukturen,
Verantwortlichkeiten und zwischenmenschliche Beziehungen. Denn sobald vertraute
Abläufe nicht mehr funktionieren, reagieren Führungsteams keineswegs immer
rational. Statt gemeinsam nach Lösungen zu suchen, sichern sie ihre eigenen
Bereiche ab, schieben Verantwortung weiter oder verlieren sich in immer neuen
Analysen. Gerade wenn Entscheidungen gefragt wären, geraten Organisationen
dadurch zunehmend unter Druck. "Gefährlich wird es, wenn Führungskräfte
angesichts wachsender Unsicherheit in alte Verhaltensmuster zurückfallen und
dadurch als Team an Handlungsfähigkeit verlieren", erklärt Michael Fuchs,
Gründer von five4success.
"Führungsteams müssen ihre eigenen Verhaltensmuster unter Druck erst einmal
erkennen, bevor sie lernen können, anders mit solchen Situationen umzugehen",
betont Michael Fuchs weiter. Seit mehr als 25 Jahren beschäftigt sich der
Executive Coach und Organisationsentwickler mit der Entwicklung von
Führungskräften und Organisationen. Seine Arbeit verbindet praktische Erfahrung
mit einem wissenschaftlichen Fundament, zu dem unter anderem sein
Change-Phases-Modell gehört, das er 2009 auf der 9th Asia-Pacific Complex
Systems Conference in Tokyo vorstellte. Gemeinsam mit Jochen Messner entwickelte
er das GlobalCommunityGame®, eine mehrtägige Live-Simulation, in der
Führungsteams Komplexität nicht nur theoretisch betrachten, sondern unter
Zeitdruck und gegenseitiger Abhängigkeit unmittelbar erleben. Wie Führungsteams
unter solchen Bedingungen tatsächlich reagieren, macht der simulierte
KI-Arbeitsmarkt-Schock sichtbar.
Wenn künstliche Intelligenz plötzlich die Spielregeln verändert
Wie Führungsteams auf Unsicherheit reagieren, lässt sich nur bedingt in
theoretischen Modellen erkennen. Das GlobalCommunityGame® setzt deshalb auf ein
Planspiel, in dem die Teilnehmenden unter wechselnden Bedingungen gemeinsam
wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen bewältigen müssen. Die
auf Spiral Dynamics basierende Live-Simulation macht dabei erfahrbar, wie
Führung, Kooperation und der Umgang mit Stress unter zunehmender Komplexität
zusammenwirken. Dafür gestalten vier fiktive Länder zunächst unter wachsender
Unsicherheit und gegenseitiger Abhängigkeit eine gemeinsame Werteökonomie. Mit
der Ereigniskarte "KI-Arbeitsmarkt-Schock" verändert sich diese Ausgangslage
grundlegend: Generative und autonome Systeme übernehmen große Teile
qualifizierter Arbeit, die Produktivität steigt, menschliche Arbeit wird
verdrängt und wirtschaftliche Vorteile verteilen sich neu. Den Gruppen bleibt
nur wenig Zeit, um darauf zu reagieren.
Unter diesem Druck treten Verhaltensweisen auf, die im normalen Arbeitsalltag
leicht verborgen bleiben. Manche Gruppen sichern zunächst den eigenen Bereich
ab, werden misstrauischer, verschieben die Verantwortung nach außen oder
versuchen, sich in Verhandlungen Vorteile zu verschaffen. Andere entwickeln
gemeinsam neue Regeln, statt ausschließlich bestehende Interessen und
Zuständigkeiten zu verteidigen. Gleichzeitig wirken sich ihre Entscheidungen auf
das gesamte System aus. Sichert ein Land beispielsweise seine eigene Wirtschaft
auf Kosten eines anderen ab, kann dieses später als wichtiger Handelspartner
ausfallen und damit langfristig auch die eigene Position schwächen.
"Führungskräfte erleben hier unmittelbar, wie ihre Gruppe tatsächlich reagiert,
wenn vertraute Lösungen nicht mehr greifen und Entscheidungen trotzdem getroffen
werden müssen", erklärt Michael Fuchs.
Die dabei erkennbaren Verhaltensmuster bilden anschließend die Grundlage für die
gemeinsame Reflexion. Nach jeder Spielrunde betrachten die Teilnehmenden, welche
Entscheidungen sie getroffen haben, welche Muster dabei erkennbar wurden und
welche Auswirkungen ihr Handeln auf die anderen Gruppen und das Gesamtsystem
hatte. Genau dieser Ablauf unterscheidet das GlobalCommunityGame® von
klassischen Führungstrainings: Statt zunächst ein Modell zu erklären und es
anschließend einzuüben, steht die konkrete Erfahrung am Anfang. Spiral Dynamics,
systemische Reflexion und erfahrungsorientiertes Lernen helfen dabei, das
Erlebte einzuordnen und die eigenen Muster auf den Führungsalltag zu übertragen.
Warum gute Entscheidungen mehr als Daten brauchen
Unter Druck liegt es nahe, nach zusätzlicher Sicherheit zu suchen. Führungsteams
sammeln weitere Zahlen, fordern neue Analysen an und versuchen, die Situation
immer genauer zu verstehen. Doch selbst wenn ausreichend Informationen
vorliegen, bleibt die Entscheidung häufig schwierig. Für Michael Fuchs kommt es
deshalb vor allem auf menschliche Urteilskraft an: die Fähigkeit, die richtigen
Fragen zu stellen, vorhandene Informationen einzuordnen und die Folgen der
eigenen Entscheidungen verantworten zu können.
Eng damit verbunden ist die Fähigkeit zum Systemdenken. Entscheidungen wirken
schließlich selten nur dort, wo sie getroffen werden. Was einen einzelnen
Bereich effizienter macht, kann an anderer Stelle neue Probleme verursachen.
Michael Fuchs sieht dieses Risiko besonders bei KI-gestützter Optimierung. Ein
Kundendienst kann effizienter werden und gleichzeitig die Beziehung zu den
Kunden schwächen. Eine Personalauswahl kann präziser werden und zugleich genau
jene Reibung aus einer Organisation entfernen, aus der zuvor neue Ideen
entstanden sind. Führung muss deshalb neben der unmittelbaren Wirkung auch
mittelbare und langfristige Folgen einer Entscheidung berücksichtigen.
Je leistungsfähiger KI bei Analysen und der Optimierung einzelner Prozesse wird,
desto wichtiger wird diese Einordnung. Andernfalls besteht die Gefahr, dass
Führungskräfte nicht nur Aufgaben automatisieren, sondern schleichend auch
Urteilskraft und Verantwortung an Systeme delegieren, deren Auswirkungen sich
nicht vollständig überblicken lassen. Analytisches Denken bleibt deshalb
wichtig, kann die verantwortungsvolle Entscheidung unter Unsicherheit aber nicht
ersetzen.
Warum Teams unter Druck anders miteinander umgehen
Unsicherheit stellt Führungskräfte allerdings nicht nur bei ihren Entscheidungen
vor Herausforderungen, sondern auch im Umgang mit anderen Menschen. Gerade wenn
unterschiedliche Interessen aufeinandertreffen, kommt es darauf an, im Gespräch
zu bleiben, Konflikte konstruktiv auszutragen und die Zusammenarbeit
aufrechtzuerhalten. Beziehungsfähigkeit trägt damit wesentlich dazu bei, dass
eine Gruppe auch unter Spannung gemeinsam nach Lösungen suchen kann. "Führung
bedeutet in solchen Situationen nicht, jede Unsicherheit sofort aufzulösen,
sondern Spannung aushalten zu können, selbst handlungsfähig zu bleiben und damit
auch der Gruppe wieder einen arbeitsfähigen Zustand zu ermöglichen", erklärt
Michael Fuchs.
Neben dieser Beziehungsfähigkeit braucht es eine klare Orientierung für das
weitere Vorgehen. Führungskräfte müssen schwierige Situationen benennen, ohne
sie zu beschönigen, und zugleich vermitteln, worauf es jetzt ankommt. Dazu
gehört auch, Prioritäten zu setzen, nächste Schritte aufzuzeigen und deutlich zu
machen, welche Maßnahmen bewusst nicht ergriffen werden. So entsteht eine
gemeinsame Grundlage für das Handeln, auch wenn noch nicht alle Fragen
beantwortet sind.
Vom Wissen zur Wisdom-Organisation: Was Führung im KI-Zeitalter leisten muss
Künstliche Intelligenz verändert nicht nur, wie Führungskräfte Entscheidungen
treffen, sondern auch, wie Unternehmen arbeiten. KI kann heute bereits Texte
erstellen, Daten auswerten und Aufgaben übernehmen, für die bislang Fachkräfte
gebraucht wurden. Damit entstehen neue Fragen: Welche Aufgaben sollen Menschen
künftig selbst erledigen? Wo kann KI unterstützen? Und wer trägt die
Verantwortung, wenn Entscheidungen auf Grundlage ihrer Ergebnisse getroffen
werden?
Michael Fuchs spricht in diesem Zusammenhang von einem Wandel hin zu sogenannten
"Wisdom-Organisations". Gemeint sind Unternehmen, in denen es nicht mehr allein
darauf ankommt, möglichst viel Fachwissen zu besitzen. Entscheidend wird
vielmehr, vorhandenes Wissen einzuordnen und daraus Orientierung und
verantwortliches Handeln abzuleiten. Denn wenn KI bisher knappe Kompetenzen
zunehmend verfügbar macht, verändern sich auch Rollen, Verantwortlichkeiten und
die Zusammenarbeit innerhalb einer Organisation.
Wie weitreichend solche Veränderungen sein können, zeigt der
"KI-Arbeitsmarkt-Schock" im GlobalCommunityGame®. Dort müssen die Teilnehmenden
innerhalb kurzer Zeit auf eine Situation reagieren, in der KI große Teile der
bisherigen Arbeit übernimmt und sich bisherige Verantwortlichkeiten und
Abhängigkeiten verschieben. Die Frage, die sich daraus auch für Unternehmen
ergibt: Wie gestalten sie ihre Arbeit und Zusammenarbeit neu, wenn KI immer mehr
Aufgaben übernehmen kann?
Was Führungsteams aus dem simulierten Ernstfall mitnehmen
Der besondere Wert des GlobalCommunityGame® liegt darin, dass Führungsteams ihre
eigenen Reaktionen auf schwierige Situationen beobachten und hinterfragen
können, ohne dabei reale wirtschaftliche Folgen zu riskieren. In der
anschließenden Reflexion erkennen die Teilnehmenden regelmäßig Parallelen zum
eigenen Unternehmen. Sie können nachvollziehen, welche Entscheidungen die
Zusammenarbeit erschwert haben, wo sie anders hätten handeln können und welche
Erkenntnisse sich daraus auf ihren Führungsalltag übertragen lassen.
Das Planspiel liefert damit keine fertigen Antworten auf die Herausforderungen
durch künstliche Intelligenz. Es bietet Führungsteams vielmehr die Gelegenheit,
den Umgang mit unvorhergesehenen Veränderungen gemeinsam zu erproben. "Wir
können nicht vorhersagen, wie genau KI unsere Arbeitswelt verändern wird. Aber
wir können lernen, auch dann gemeinsam handlungsfähig zu bleiben, wenn vertraute
Antworten nicht mehr funktionieren", betont Michael Fuchs abschließend.
Möchten Sie herausfinden, wie Ihr Führungsteam unter Unsicherheit reagiert und
welche Muster dabei die gemeinsame Handlungsfähigkeit beeinflussen? Dann melden
Sie sich jetzt bei Michael Fuchs (https://michaelfuchs.com/) und erfahren Sie,
wie das GlobalCommunityGame® Führungsteams dabei unterstützen kann, den Umgang
mit komplexen Veränderungen praktisch zu erproben!
Pressekontakt:
Michael Fuchs
E-Mail: mailto:info@michaelfuchs.com
Website: https://michaelfuchs.com/
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/181241/6371353
OTS: Michael Fuchs
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