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ACV fordert: E-Auto-Förderung auf Gebrauchtwagen ausrichten |
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| 15.10.2026 11:41 Uhr |
ACV Automobil-Club Verkehr |
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Köln (ots) - Interesse an gebrauchten Elektroautos steigt deutlich.
Automobilclub fordert, die staatliche Förderung auch für Gebrauchtwagen zu
öffnen.
Das Interesse an gebrauchten Elektroautos wächst deutlich: Im September 2026 lag
die Nachfrage auf AutoScout24 um 67 Prozent über dem durchschnittlichen Niveau
von Januar und Februar. Allein gegenüber August stiegen die Kaufanfragen um 26,8
Prozent. Doch wer ein gebrauchtes E-Auto kauft, erhält weiterhin keine
Kaufprämie aus dem Förderprogramm des Bundes. Der ACV Automobil-Club Verkehr
fordert deshalb, die verfügbaren Fördermittel auch für gebrauchte Elektroautos
einzusetzen.
Aus Sicht des Automobilclubs muss sich die Förderung stärker an der Kaufrealität
der meisten privaten Haushalte orientieren: Für sie kommt vor allem ein
Gebrauchtwagen infrage. Die Beschränkung auf Neufahrzeuge lässt damit einen
entscheidenden Zugang zur Elektromobilität unberücksichtigt.
"Eine Kaufprämie für Neuwagen hilft wenig, wenn ein Neuwagen für das eigene
Budget gar nicht infrage kommt. Wer Elektromobilität für breite
Bevölkerungsschichten erreichbar machen will, muss gebrauchte E-Autos fördern",
sagt ACV Geschäftsführer Holger Küster.
Förderung an der Kaufrealität ausrichten
Die seit 1. Januar 2026 geltende und seit Mai beantragbare E-Auto-Förderung ist
bislang auf den Kauf und das Leasing von Neufahrzeugen begrenzt. Bereits die bis
2023 gewährten Prämien kamen vor allem einkommensstarken Haushalten zugute. Eine
Förderung gebrauchter Elektroautos würde dagegen auch Menschen den Umstieg
erleichtern, für die ein Neuwagen finanziell nicht infrage kommt.
Verbindliche Batteriezertifikate schaffen Vertrauen
Neben einer Kaufprämie braucht es verbindliche Standards für
Batteriezustandszertifikate, um den Gebrauchtwagenmarkt für Elektroautos zu
stärken. Solche Zertifikate sind bereits bei verschiedenen Anbietern erhältlich.
Die Verfahren zur Ermittlung des Batteriezustands, des sogenannten State of
Health, unterscheiden sich jedoch teilweise in ihren Berechnungsgrundlagen und
Bezugsgrößen. Das erschwert den Vergleich der Ergebnisse und damit die
Orientierung beim Kauf.
"Ein Batteriezertifikat soll Fragen beantworten, keine neuen aufwerfen. Käufer
müssen erkennen können, was der ausgewiesene Batteriezustand bedeutet und ob die
Angaben verschiedener Angebote vergleichbar sind. Dafür brauchen wir einen
verbindlichen Standard", sagt Holger Küster.
Die Forderungen sind Teil des aktuellen verkehrspolitischen Positionspapiers des
ACV. Alle Positionen mit Hintergründen, Daten und Grafiken sind unter
https://magazin.acv.de/positionen/start verfügbar.
Pressekontakt:
Philipp Mathey
Pressesprecher
An der Wachsfabrik 5
50996 Köln
Telefon: +49 2236 94 98 104
E-Mail: mailto:mathey@acv.de
http://www.acv.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/116025/6371548
OTS: ACV Automobil-Club Verkehr
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - ACV Automobil-Club Verkehr
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