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LKA-BW: Rezeptfälschungen: Eine wachsende Gefahr für die Gesundheit (FOTO) |
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| 23.06.2026 12:14 Uhr |
Landeskriminalamt Baden-Württemberg |
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Stuttgart (ots) - Die Zahl der Verwendung gefälschter Rezepte steigt in
Baden-Württemberg spürbar an. Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei im
Land 540 Fälle, bei denen gefälschte Rezepte benutzt wurden. Das zieht nicht nur
strafrechtliche Folgen, sondern auch erhebliche gesundheitliche Risiken nach
sich. Das Landeskriminalamt und der Landesapothekerverband haben daher gemeinsam
eine Kampagne ins Leben gerufen, die aufklären und für das Thema sensibilisieren
soll.
Ziel der Rezeptfälscher ist es, in der Regel verschreibungspflichtige und oft
hochpreisige Medikamente unrechtmäßig zu erlangen, um sie anschließend
gewinnbringend über den Schwarzmarkt weiterzuverkaufen. Besonders betroffen sind
dabei Arzneimittel zur Gewichtsreduktion sowie zur Behandlung von
Krebserkrankungen.
Auf dem Schwarzmarkt werden die Arzneimittel ohne entsprechende ärztliche
Diagnose, fachliche Begleitung und pharmazeutische Kompetenz abgegeben. Zudem
wird die notwendige Sorgfalt beim Umgang mit den Medikamenten häufig außer Acht
gelassen - etwa durch die Unterbrechung der Kühlkette, die für die Wirksamkeit
vieler Präparate zwingend erforderlich ist.
"Den Betrügern geht es nur um Gewinn. Die erheblichen Gesundheitsrisiken für
ihre Opfer sind ihnen hierbei gänzlich egal. In engem Schulterschluss mit dem
Landesapothekerverband setzen wir auch auf Aufklärung der Patientinnen und
Patienten als ein wirksames Instrument bei der Bekämpfung von
Rezeptfälschungen", so der Präsident des Landeskriminalamts Andreas Stenger
"Unsere Patienten müssen darauf vertrauen können, dass sie mit den Arzneimitteln
versorgt werden, die sie benötigen und die Ihnen helfen. Illegal erlangte und
willkürlich verbreitet Medikamente sind gefährlich. Zusätzlich binden
Rezeptfälschungen in der Apotheke enorme Kräfte und bedeuten für die Apotheke
und auch für die Krankenkassen ein erhebliches wirtschaftliches Risiko. Unsere
Apotheken werden jeden Versuch, gefälschte Rezepte einzulösen, konsequent zur
Anzeige bringen", betont die Präsidentin des Landesapothekerverbandes Tatjana
Zambo.
Aktuell werden deshalb Plakate an die Apotheken im Land verteilt, um Kundinnen
und Kunden auf mögliche Folgen aufmerksam zu machen.
Rückfragen bitte an:
Landeskriminalamt Baden-Württemberg
Pressestelle
Kriminaloberrätin Lisa Schröder
E-Mail: pressestelle-lka@polizei.bwl.de
Telefon: 0711 5401-2044
Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V.
Stellv. Geschäftsführer | Pressesprecher
Frank Eickmann
E-Mail: presse@apotheker.de
Telefon: 0711 22334-77
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/110980/6300090
OTS: Landeskriminalamt Baden-Württemberg
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Landeskriminalamt Baden-Württemberg
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