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WIESBADEN (ots) - Produktion im Produzierenden Gewerbe
Juni 2026 (real, vorläufig):
+0,2 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)
-0,1 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)
Mai 2026 (real, revidiert):
+0,7 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)
0,0 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)
Die reale (preisbereinigte) Produktion im Produzierenden Gewerbe ist nach
vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Juni 2026
gegenüber Mai 2026 saison- und kalenderbereinigt um 0,2 % gestiegen. Im weniger
volatilen Dreimonatsvergleich war die Produktion von April bis Juni 2026 um 0,7
% höher als in den drei Monaten zuvor. Im Mai 2026 stieg die Produktion
gegenüber April 2026 nach Revision der vorläufigen Ergebnisse um 0,7 %
(vorläufiger Wert: +0,9 %). Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juni 2025 war die
Produktion Juni 2026 kalenderbereinigt 0,1 % niedriger.
Deutlicher Produktionsanstieg in der Automobilindustrie
Die positive Entwicklung der Produktion im Juni 2026 ist maßgeblich auf die
Zuwächse in der Automobilindustrie zurückzuführen (saison- und kalenderbereinigt
+3,6 % zum Vormonat). Auch der Anstieg im Sonstigen Fahrzeugbau (Flugzeuge,
Schiffe, Züge, Militärfahrzeuge; +8,4 %) beeinflusste das Gesamtergebnis
positiv. Negativ wirkte sich hingegen der Rückgang im Maschinenbau (-3,9 %) aus.
Die Industrieproduktion (Produzierendes Gewerbe ohne Energie und Baugewerbe)
blieb im Juni 2026 gegenüber Mai 2026 saison- und kalenderbereinigt unverändert
(0,0 %). Dabei stieg die Produktion von Konsumgütern um 1,0 % und die Produktion
von Investitionsgütern um 0,2 %. Die Produktion von Vorleistungsgütern sank
dagegen um 0,9 %. Außerhalb der Industrie stieg die Energieerzeugung um 1,9 %
und die Bauproduktion um 0,1 %.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juni 2025 sank die Industrieproduktion
kalenderbereinigt um 0,8 %.
Produktion in energieintensiven Industriezweigen gesunken
In den energieintensiven Industriezweigen ist die Produktion im Juni 2026
gegenüber Mai 2026 saison- und kalenderbereinigt um 1,8 % gesunken. Im
Dreimonatsvergleich war die Produktion in den energieintensiven Industriezweigen
von April bis Juni 2026 um 2,5 % höher als in den drei Monaten zuvor. Verglichen
mit dem Vorjahresmonat Juni 2025 war die energieintensive Produktion im Juni
2026 kalenderbereinigt um 2,2 % höher. Eine Analyse zum Produktionsindex für
energieintensive Industriezweige ist auf der Themenseite "Industrie,
Verarbeitendes Gewerbe" im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes
verfügbar.
Methodische Hinweise:
In allen Meldungen zu Konjunkturindikatoren sind die unterschiedlichen
Vergleichszeiträume zu beachten. Im Fokus der Konjunkturbeobachtung steht der
Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte zum Vormonat/Vorquartal.
Hieraus lässt sich die kurzfristige konjunkturelle Entwicklung ablesen. Der
kalenderbereinigte Vorjahresvergleich dient einem längerfristigen
Niveauvergleich und ist von saisonalen Schwankungen und Kalendereffekten
unabhängig.
Die Veränderungsraten basieren auf dem Produktionsindex für das Produzierende
Gewerbe. Das durchschnittliche Ergebnis im Jahr 2021 wird dabei als Basis des
Index verwendet und auf 100 Indexpunkte festgelegt (2021 = 100). Die Saison- und
Kalenderbereinigung erfolgte mit dem Verfahren X13 JDemetra+.
Die dem Produktionsindex zugrundeliegende Datenerhebung erfolgt fachlich
gegliedert nach dem Güterverzeichnis für Produktionsstatistiken (GP). Im
Berichtsmonat Januar 2026 hat die neue Fassung des Güterverzeichnisses, Ausgabe
2026 (GP 2026), die bisher gültige Ausgabe 2019 (GP 2019) abgelöst. Die bei der
Ergebnisdarstellung genutzte Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008
(WZ 2008) änderte sich durch die GP-Umstellung nicht, die Abgrenzung der
Wirtschaftszweige bleibt somit bestehen. Auch die in der Pressemitteilung
betrachteten Ergebnisse auf höher aggregierter Ebene (WZ-2-Steller und
Aggregate) bleiben unverändert. Die GP-Umstellung betrifft lediglich die interne
Zuordnung der produzierten Güter auf die 4-Steller der Klassifikation der
Wirtschaftszweige.
Die fünf hier als energieintensiv bezeichneten Branchen haben einen besonders
hohen Energiebedarf im Verhältnis zu ihrer Bruttowertschöpfung. Bezogen auf das
Berichtsjahr 2021 benötigten sie zusammen 77 % des gesamten industriellen
Energieverbrauchs. Ihr Anteil an der industriellen Bruttowertschöpfung betrug 17
%. In diesen Branchen waren 2021 rund 930 000 Beschäftige in rund 7 000
Industriebetrieben in Deutschland tätig.
In dieser Pressemitteilung werden für einige Wirtschaftszweige für ein besseres
Verständnis Kurzbezeichnungen verwendet, die von den Bezeichnungen der
Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008) abweichen. Eine
Übersicht dieser Kurzbezeichnungen ist auf der Themenseite "Industrie,
Verarbeitendes Gewerbe" im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes zu
finden.
Weitere Informationen:
Basisdaten und lange Zeitreihen zum Produktionsindex im Produzierenden Gewerbe
können über die Tabelle Indizes der Produktion (42153-0001) in der Datenbank
GENESIS-Online abgerufen werden. Die Zeitreihe Produktionsindex energieintensive
Industriezweige liegt dort nun ab dem Jahr 2005 vor.
Eine Analyse zum Zusammenhang zwischen Materialknappheit, Auftragseingängen,
Produktion und Preisen in der Industrie und ausführliche Informationen zur
Produktion der energieintensiven Industriezweige sind auf der Themenseite
"Industrie, Verarbeitendes Gewerbe" verfügbar.
Der Produktionsindex ist auch im "Dashboard Konjunktur"
(www.dashboard-konjunktur.de) verfügbar. In diesem Datenportal bündelt das
Statistische Bundesamt hochfrequente Indikatoren der amtlichen Statistik und
weiterer Datenanbieter zu den Themen Wirtschaft und Finanzen sowie Arbeitsmarkt,
Bauen und Energie.
Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen
und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter
www.destatis.de/pressemitteilungen.
Weitere Auskünfte:
Konjunkturindizes, Saisonbereinigung
Telefon: +49 611 75 2806
www.destatis.de/kontakt
Pressekontakt:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
www.destatis.de/kontakt
Telefon: +49 611-75 34 44
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/32102/6328862
OTS: Statistisches Bundesamt
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