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Köln (ots) -
- 28. April: Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (https://www.
ilo.org/topics-and-sectors/safety-and-health-work/world-day-safety-and-health-
work-2026)
- Gewalt am Arbeitsplatz vorbeugen
- TOP-Prinzip bei Gewaltprävention
- Beratung durch Expert:innen für Arbeits- und Gesundheitsschutz von TÜV
Rheinland: http://www.tuv.com/amd
Ein wesentlicher Aspekt für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz ist der
Schutz vor psychischer und körperlicher Gewalt. Doch nicht nur Rettungskräfte
oder Mitarbeitende der Polizei sind am Arbeitsplatz immer öfter Gewalt
ausgesetzt. Auch in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Arztpraxen oder in der
öffentlichen Verwaltung, im Handel und in Schulen sind Beschäftigte mit
Beleidigungen und Übergriffen konfrontiert. In einigen Branchen kommt das Risiko
von Überfällen hinzu.
Eine Gewalterfahrung am Arbeitsplatz kann dazu führen, dass Betroffene unter
Angst und Stress leiden. Häufige Folgen: Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit,
Krankschreibungen und im schlimmsten Fall, die Aufgabe des Berufs. Dies kann
dazu führen, dass Unternehmen, Behörden und Organisationen dringend benötigte
Fachkräfte nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung stehen.
Aufgabe des Arbeitgebers ist es, die Mitarbeitenden bestmöglich vor Gewalt zu
schützen. Welche Rolle systematische Gefährdungsbeurteilungen und ein
Maßnahmenmix aus technischen, organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen
spielen können, zeigt das Whitepaper von TÜV Rheinland " Gewalt bei der Arbeit:
Gefährdungen erkennen und Mitarbeitende schützen (https://go.tuv.com/whitepaper-
gewalt?wt_mc=Press.Press-Release.no-interface.DE26_A05_BBS.DE26_A05_BBS_PR_03.te
xtlink.&cpid=DE26_A05_BBS_PR_03) ".
Erster Schritt: Gefährdungen beurteilen
Welche Formen von Gewalt auftreten können, hängt von der Branche und den
Gegebenheiten im Unternehmen ab. Daher ist es wichtig, diese Gefährdungen im
Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung zu ermitteln. Aus den Ergebnissen leiten
sich die für das Unternehmen passenden Maßnahmen ab. Generell gilt auch bei der
Gewaltprävention das TOP-Prinzip - technische, organisatorische und persönliche
Schutzmaßnahmen.
Gewalt mit smarter Raumgestaltung ausbremsen
Technische Maßnahmen sind zum Beispiel Trennwände an den Kassen im Einzelhandel,
wie sie in der Coronazeit üblich waren, und Sicherheitsvorkehrungen an Türen.
Auch Notfallknöpfe in Besprechungsräumen und Büros tragen zu mehr Sicherheit
bei. Darüber hinaus kann schon die durchdachte Gestaltung des Büros Gewalt gegen
Mitarbeitende verhindern: Sind Tische und Stühle in einem Beratungsraum so
platziert, dass die Beschäftigten die Tür erreichen können, ohne am Kunden
vorbeigehen zu müssen, schafft dies einen sicheren Fluchtweg. Zudem sollten
Arbeitsmittel wie Schere oder Locher, die als Waffen dienen können, nicht auf
dem Schreibtisch, sondern in Schubladen aufbewahrt werden.
Deeskalationstraining schafft Sicherheit
Vor allem in Berufen mit viel Kontakt zu Menschen sind Schulungen zum Umgang mit
Gewalt wichtig. Deeskalationstrainings können Mitarbeitende darin unterstützen,
in angespannten Situationen klare Grenzen zu setzen und ein verbales "Nein"
durch gezielte Körpersprache zu unterstützen. Aber auch Schulungen zur
interkulturellen Kompetenz können helfen, Missverständnisse und daraus
resultierende Gewalt zu vermeiden.
Sicherheit ist eine Frage der Unternehmenskultur
Eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Gefährdungen durch Gewalt am
Arbeitsplatz reduziert werden können, ist, dass alle Vorfälle durch die
Mitarbeitenden gemeldet werden. Das passiert oftmals nicht, da Führungskräfte
davon abraten oder Betroffene befürchten, dass ihre beruflichen Fähigkeiten
angezweifelt werden. Dabei kann eine Meldung auch Kollegen und Kolleginnen
schützen, beispielsweise wenn Kunden in Ämtern und Behörden Kontakt mit
wechselnden Beratern und Beraterinnen haben. Daher ist es wichtig, dass sowohl
die Unternehmensleitung als auch alle Führungskräfte für das Thema Gewalt am
Arbeitsplatz sensibilisiert sind und die Beschäftigten ermutigen, durch eine
Meldung zu einer Verbesserung der Sicherheit beizutragen.
Umfassende Informationen über das Angebot zum Arbeits- und Gesundheitsschutz von
TÜV Rheinland erhalten Unternehmen und Beschäftigte unter:
http://www.tuv.com/amd
Über TÜV Rheinland
Die Welt zu einem sicheren Ort machen: Dafür steht die TÜV Rheinland AG als
einer der international führenden Prüfdienstleister - seit über 150 Jahren. Mehr
als 28.000 Mitarbeitenden prüfen, testen und zertifizieren Produkte, Anlagen und
Prozesse und trainieren Menschen in zahlreichen Berufen - an 500 Standorten in
gut 50 Ländern rund um den Globus. Als Teil der Qualitätsinfrastruktur mit
Hauptsitz in Köln und einem jährlichen Umsatz von rund 3 Milliarden Euro bringt
TÜV Rheinland Sicherheit in zentrale Lebens- und Wirtschaftsbereiche. Seit 2006
ist das Unternehmen Mitglied im UN Global Compact gegen Korruption und für mehr
Nachhaltigkeit.
Über TÜV Rheinland Arbeitsmedizinische Dienste
Die TÜV Rheinland Arbeitsmedizinischen Dienste (AMD) betreiben als
Tochterunternehmen der TÜV Rheinland Group bundesweit arbeitsmedizinische
Zentren und beraten Betriebe hinsichtlich Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Rund
840 Fachärzt:innen, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Psycholog:innen,
Arbeitsmedizinische Assistent:innen, Gesundheitsmanager:innen und Berater:innen
setzen sich dafür ein, Risiken und Gefahrenpotenziale in Unternehmen zu
verringern und die physische wie psychische Gesundheit zu schützen. Damit
gehören die AMD zu einem der größten Anbieter für arbeitssicherheits- bzw.
arbeitsmedizinische Dienstleistungen in Deutschland. Ging es beim Arbeitsschutz
lange nur um die technische Vermeidung von Arbeitsunfällen, so kümmern sich die
AMD heute zunehmend um die ganzheitliche Prävention und Gesundheitsvorsorge.
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Die aktuellen Presseinformationen sowie themenbezogene Fotos und
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OTS: TÜV Rheinland AG
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