Berlin
Top-News
Berlin, Stadt
Fläche: 891,76 km²
Einwohner: 3.388.434
PLZ: 10178
|
Europäisches Parlament fordert "Stop-the-clock" der KARL |
 |
| 18.06.2026 17:50 Uhr |
Pharma Deutschland e.V. |
|
|
Berlin (ots) - Aussetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) bis zur
Überprüfung ihrer Auswirkungen auf die Arzneimittelversorgung gefordert
In einer heute beschlossenen Resolution fordert das Europäische Parlament ein
Implementierungsstopp für die kommunale Abwasserrichtlinie (UWWTD/KARL).
Jörg Wieczorek, Vorsitzender von Pharma Deutschland: "Die heute verabschiedete
Resolution zeigt einmal mehr, die breite Skepsis gegenüber der europäischen
Kommunalabwasserrichtlinie in seiner jetzigen Form. Die EU-Kommission ist jetzt
aufgefordert, die berechtigten Hinweise und Argumente umzusetzen und die
Richtlinie umfassend zu erneuern. Denn Europa braucht klare, faire und
rechtskonforme Regeln für saubere Wasser und eine sichere und stabile
Arzneimittelversorgung. Weder das eine noch das andere liefert die jetzige KARL.
Deshalb muss die Implementierung jetzt gestoppt werden."
Neben dem Implementierungsstopp fordert das Europäische Parlament die Kommission
auf, eine neue Studie in die Wege zu leiten, die die Auswirkungen der Richtlinie
auf die Versorgungssicherheit von Arzneimittel überprüft. Darüber hinaus fordert
das Europäische Parlament, die im sogenannten "Impact Assessment" beschriebenen
Ursachen und Verursacher der Mikroschadstoffeinträge im kommunalen Abwasser
unabhängig neu zu untersuchen.
Die angenommene Resolution weist ebenfalls darauf hin, dass die Zuordnung von
rund 92 Prozent der Mikroschadstoffbelastung zu Arzneimitteln und Kosmetika aus
methodischen und wissenschaftlichen Gründen fraglich ist. Sowie, dass sich
Wirkstoffe von Arzneimitteln sich nicht einfach ändern lassen.
Pharma Deutschland weist seit Jahren darauf hin, dass die
Kommunalabwasserrichtlinie in ihrer derzeitigen Ausgestaltung erhebliche Risiken
für den Pharmastandort und die Versorgungssicherheit der Bevölkerung mit
Arzneimitteln mit sich bringt. Die vorgesehene vierte Reinigungsstufe in
Kläranlagen ist zwar umweltpolitisch richtig, die Ausgestaltung der erweiterten
Herstellerverantwortung (EPR) mit einer Kostenbeteiligung der Pharma- und
Kosmetikunternehmen von mindestens 80 Prozent beruht auf nachweislich falschen
Annahmen zu Mikroschadstofffracht im kommunalen Abwasser.
_______________
Der Pharma Deutschland e.V. ist der mitgliederstärkste Branchenverband der
Pharmaindustrie in Deutschland. Er vertritt die Interessen von rund 400
Mitgliedsunternehmen, die in Deutschland ca. 80.000 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter beschäftigen. Die in Pharma Deutschland e.V. organisierten
Unternehmen tragen maßgeblich dazu bei, die Arzneimittelversorgung in
Deutschland zu sichern. So stellen sie fast 80 Prozent der in Apotheken
verkauften rezeptfreien und fast zwei Drittel der rezeptpflichtigen Arzneimittel
sowie einen Großteil der stofflichen und dentalen Medizinprodukte für die
Patientinnen und Patienten bereit. Unter http://www.pharmadeutschland.de/ gibt
es mehr Informationen zu Pharma Deutschland.
Ihre Ansprechpartner in der Pressestelle von Pharma Deutschland:
Hannes Hönemann
Leiter Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
T. +49 171 5618203
mailto:hoenemann@pharmadeutschland.de
Anna Frederike Gutzeit
CvD Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
T. +49 170 4548014
mailto:gutzeit@pharmadeutschland.de
Geschäftsstelle Berlin
Pharma Deutschland e.V.
Friedrichstraße 134
10117 Berlin
Geschäftsstelle Bonn
Pharma Deutschland e.V.
Ubierstraße 71-73
53173 Bonn
Geschäftsstelle Brüssel
Pharma Deutschland e.V.
Rue Marie de Bourgogne 58
1000 Brüssel
http://www.pharmadeutschland.de
LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/pharmadeutschland/
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/54882/6297392
OTS: Pharma Deutschland e.V.
|
|
Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Pharma Deutschland e.V.
Für den Inhalt übernehmen wir keine Verantwortung
|