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Berlin (ots) - Menschen mit einem anerkannten Pflegegrad können unter bestimmten
Voraussetzungen einen Herdwächter von ihrer Pflegekasse finanzieren lassen.
Darauf weist die Initiative "Stop Herdbrand" anlässlich des Weltseniorentags am
1. Oktober hin. Viele Pflegebedürftige und ihre Angehörigen kennen diese
Möglichkeit bislang nicht.
"Ein Pflegegrad eröffnet vielen Familien eine konkrete Möglichkeit, den
Brandschutz in der Küche zu verbessern. Denn nur ein Herdwächter kann einen
Küchenbrand verhindern, bevor er entsteht. Das schützt die Senioren und gibt
Angehörigen zusätzliche Sicherheit" , sagt Hermann Schreck, Vizepräsident des
Deutschen Feuerwehrverbandes und ständiger Vertreter des Präsidenten.
Ein neues Infoblatt
(https://stop-herdbrand.de/wp-content/uploads/2026/09/Antrag_Pflegekasse.pdf)
der Initiative erklärt, unter welchen Voraussetzungen eine Kostenübernahme
infrage kommt und welche Unterlagen für den Antrag benötigt werden.
Selbstständigkeit im Alltag erhalten
Für viele Senioren gehört selbstständiges Kochen zum Alltag. Mit zunehmendem
Alter können jedoch Gedächtnis, Sehvermögen, Mobilität oder Reaktionsfähigkeit
nachlassen. Dadurch steigt das Risiko für Unfälle und Brände. Nach Angaben der
Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes entsteht fast jeder zweite
Wohnungsbrand in der Küche.
61 Prozent der Brandtoten in Deutschland sind älter als 60 Jahre. Herdwächter
sind die einzige Sicherheitslösung für Haushalte, die Brände tatsächlich
verhindern. Damit stellen sie die nächste Generation des vorbeugenden
Brandschutzes dar.
Technik greift ein, bevor ein Brand entsteht
Ein Herdwächter überwacht über einen Sensor die Temperaturentwicklung am
Kochfeld. Erkennt das System eine gefährliche Situation, warnt es zunächst
akustisch. Reagiert niemand, unterbricht eine Steuereinheit die Stromzufuhr und
schaltet das Kochfeld ab. Die Installation der Steuereinheit an den Herd wird
von einem Elektrofachbetrieb übernommen.
Weitere Informationen zur Funktionsweise, Förderung und Installation von
Herdwächtern gibt es unter http://www.stop-herdbrand.de/ .
Kostenübernahme bei Pflegegrad möglich
Herdwächter gelten als technische Pflegehilfsmittel. Liegt mindestens Pflegegrad
1 vor, kann die Pflegekasse die Kosten für das Gerät und den Einbau übernehmen.
Eine Kostenübernahme wird in der Regel gewährt, wenn: die pflegebedürftige
Person einen Pflegegrad hat; Risiken und Gefahren am Herd nicht rechtzeitig
wahrnehmen oder darauf reagieren kann; allein oder über weite Teile des Tages
allein lebt; und selbst und ohne Aufsicht kocht.
Auch Angehörige können einen Antrag stellen
Der Antrag kann von der pflegebedürftigen Person selbst oder von
bevollmächtigten Angehörigen gestellt werden. Auch Pflegefachkräfte oder der
Medizinische Dienst können den Bedarf anstoßen. Vor dem Kauf und der
Installation des Herdwächters sollte der Antrag bei der Pflegekasse eingereicht
werden.
Für die Beantragung werden folgende Unterlagen benötigt:
- Antrag auf Pflegehilfsmittel bei der Pflegekasse,
- kurze Begründung für den Bedarf, und
- Kostenvoranschlag eines Elektrobetriebs für Gerät und Einbau des bei der GKV
gelisteten Herdwächters, mit der zugehörigen Pflegehilfsmittelnummer
52.40.03.3001
Das neue Infoblatt von "Stop Herdbrand" fasst die Voraussetzungen und den Ablauf
verständlich zusammen. Es steht unter folgendem Link kostenfrei zum Download
bereit: https://stop-herdbrand.de/antrag_pflegekasse/
(https://stop-herdbrand.de/wp-content/uploads/2026/09/Antrag_Pflegekasse.pdf)
Über Stop Herdbrand
"Stop Herdbrand" ist eine Initiative des Netzwerks für Brandschutz in der Küche.
Unterstützer dieses Netzwerks sind die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V.
(DAlzG), der Deutsche Feuerwehrverband (DFV), die Vereinigung zur Förderung des
Deutschen Brandschutzes (vfdb), der Gemeinsame Ausschuss Brandschutzerziehung,
Brandschutzaufklärung und Selbsthilfe von DFV und vfdb, die Deutsche
Gesellschaft für Gerontotechnik sowie Hersteller von Herdwächtern.
Die Pressemitteilung als PDF (https://stop-herdbrand.de/wp-content/uploads/2026/
09/Pressemitteilung_Stop_Herdbrand_01.102026.pdf)
Pressekontakt:
Claudia Groetschel
Netzwerk für Brandschutz in der Küche
Tel.: 030/44 02 01 33
E-Mail: mailto:info@stop-herdbrand.de
http://www.stop-herdbrand.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/181048/6360911
OTS: Netzwerk für Brandschutz in der Küche
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