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Berlin (ots) - Nach drei Tagen intensiver Begegnungen und fachlicher Gespräche
endet heute die 8. Deutsch-Ukrainische Kommunale Partnerschaftskonferenz in
Berlin. Als Ausrichterin hat Engagement Global mit ihrer Servicestelle Kommunen
in der Einen Welt (SKEW) rund 600 Vertreter*innen aus beiden Ländern
zusammengebracht. Unter dem Titel "Zusammen machen wir Europa stärker: kommunal,
solidarisch, partnerschaftlich" tauschten sich Kommunalvertretende,
Regierungsmitglieder und weitere Engagierte darüber aus, wie kommunale
Partnerschaften Bevölkerungsschutz, krisenfeste Infrastruktur, nachhaltigen
Wiederaufbau und den Weg der Ukraine in die Europäische Union unterstützen
können. Die Konferenz wurde gemeinsam mit der Berliner Senatsverwaltung im
Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) ausgerichtet.
Wie wichtig diese kommunalen Verbindungen nicht nur für die beiden Länder,
sondern für ganz Europa sind, machten bereits die politischen Gäste der
Eröffnung deutlich. Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan und
Bundesminister des Auswärtigen Dr. Johann Wadephul eröffneten die Konferenz
gemeinsam mit dem online zugeschalteten ukrainischen Minister für Gemeinden,
Territorien und Binnenvertriebene, Vitalii Bezhin, sowie Berlins Bürgermeisterin
und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe Franziska Giffey.
Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan sagte:
"300 Partnerschaften bestehen zwischen Deutschland und der Ukraine. 300
kommunale Verbindungen zwischen Menschen, Städten, Gemeinden und Landkreisen.
300 Verbindungen, die zeigen: Zusammen machen wir Europa stärker."
Mit der auf der Konferenz gewürdigten 300. Partnerschaft hat sich das
deutsch-ukrainische Partnerschaftsnetzwerk seit Beginn der russischen
Vollinvasion 2022 vervierfacht. Hinter dieser Zahl stehen direkte Verbindungen
zwischen Kommunen und Menschen, die gemeinsam konkrete Lösungen entwickeln.
Bundesminister des Auswärtigen Dr. Johann Wadephul betonte:
"Freunde stehen zusammen. Im Grunde könnte das das inoffizielle Motto dieser
Konferenz sein. Weil kommunale Partnerschaften ein Ausdruck von Freundschaft
sind. Einem ganzen Netz von Freundschaften sogar."
Persönlicher Austausch schafft konkrete Lösungen
Im Mittelpunkt der Konferenz standen die persönlichen Begegnungen zwischen den
Partnerkommunen. In Fachforen, Arbeitsgruppen und bilateralen Gesprächen
tauschten sie Erfahrungen aus, benannten konkrete Bedarfe und planten die
nächsten Schritte ihrer Zusammenarbeit.
Ein Schwerpunkt war die Frage, wie Kommunen ihre Bevölkerung schützen und die
Versorgung mit Energie, Wärme, Wasser und medizinischer Hilfe auch in Krisen
aufrechterhalten können. Ukrainische Kommunen brachten ihre Erfahrungen im
Umgang mit komplexen Krisenlagen ein. Deutsche Kommunen teilten unter anderem
ihre Expertise bei erneuerbaren Energien und langfristiger kommunaler Planung.
So entstehen Lösungen, die den Menschen vor Ort unmittelbar zugutekommen und
zugleich beide Seiten krisenfester machen.
Der ukrainische Minister Vitalii Bezhin sagte:
"Es geht nicht nur darum, wie wir überleben können, sondern auch darum, wie wir
Projekte umsetzen, gemeinsam erfolgreich sein und unseren Erfolg auf dem Wissen
und der Erfahrung unserer beiden Nationen und Länder aufbauen können."
Berlins Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe,
Franziska Giffey, unterstrich die europäische Bedeutung der Zusammenarbeit:
"Der Frieden, um den die Menschen in der Ukraine kämpfen, ist auch unser
Frieden. Die Angriffe auf die Ukraine betreffen uns unmittelbar, denn sie
bedrohen den Frieden in ganz Europa."
Partnerschaften wirken im Alltag der Menschen
Ein zum Auftakt vorgestelltes Projekt machte die konkrete Wirkung der
Zusammenarbeit sichtbar: Der Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg und sein
Partnerbezirk Darnyzja in Kyjiw statten zehn Schulen mit Solaranlagen aus. Sie
tragen zu einer dezentraleren und widerstandsfähigeren Energieversorgung bei.
Das Projekt wird von Engagement Global über ihre SKEW im Auftrag des BMZ
gefördert.
Es zeigt, wie staatliche Förderung, kommunale Partnerschaften und die Kenntnis
lokaler Bedarfe ineinandergreifen. Aus persönlichem Engagement, Vertrauen und
fachlichem Austausch entsteht Unterstützung, die unmittelbar bei den Menschen
ankommt.
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