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Betreiber des LNG-Terminals Mukran missachtet Nachweis-Pflicht zu Lärm-Immissionen: Deutsche Umwelthilfe fordert Stilllegung |
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| 14.10.2026 06:05 Uhr |
Deutsche Umwelthilfe e.V. |
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Berlin (ots) -
- Deutsche Regas hätte laut Genehmigung im Mai 2026 Lärm-Messungen vorlegen
müssen, geht stattdessen aber gerichtlich gegen die Vorgaben vor
- DUH fordert, das Terminal stillzulegen, bis alle erforderlichen Nachweise
durch Betreiberfirma erbracht wurden
- Widerspruchsverfahren der DUH gegen die Änderungsgenehmigung für den Betrieb
des Terminals mit lauten Generatoren ist weiterhin offen
Die Betreiberfirma des LNG-Terminals Mukran Deutsche Regas kommt ihrer
Nachweis-Pflicht für die Einhaltung von Lärm-Immissionswerten nicht nach. Das
hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) mit einer Anfrage nach
Umweltinformationsgesetz aufgedeckt. Laut Genehmigung muss die Deutsche Regas
die Einhaltung zu bestimmten Zeitpunkten durch Messungen nachweisen. Erstmals
hätte eine solche Messung im Mai 2026 vorgelegt werden müssen. Statt der
Bestimmung nachzukommen, geht die Deutsche Regas dagegen in einem Eilverfahren
vor dem Bundesverwaltungsgericht vor. Damit ist der erforderliche Schutz von
Mensch und Umwelt aktuell nicht sichergestellt.
Die DUH hat im April 2026 Widerspruch gegen die aktuelle Änderungsgenehmigung
des LNG-Betriebs in Mukran eingelegt, über den noch nicht entschieden wurde. In
dem Verfahren hat die Umweltorganisation wiederholt betont, dass der in der
Genehmigung vorgesehene Betrieb mit Bordgeneratoren mit höheren Lärmbelastungen
verbunden sein dürfte. Die DUH ruft die Genehmigungsbehörde auf, das Terminal so
lange stillzulegen, bis die Deutsche Regas die Erfüllung aller Bestimmungen
nachgewiesen hat.
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: "Seit Inbetriebnahme
leiden die Menschen unter der Lärmbelastung durch das Terminal. Zahlreiche
Beschwerden sind deswegen bereits bei der zuständigen Behörde eingegangen. Die
Deutsche Regas will in Mukran offenbar keine Transparenz zu den realen
Lärmbelastungen durch ihr Terminal schaffen. Das ist kein Zeichen guter
Nachbarschaft und zerstört weiter Vertrauen. Es ist aus unserer Sicht nicht
hinnehmbar, dass das Terminal trotz des Verstoßes gegen die Nachweis-Pflichten
weiter läuft. Der Schutz von Mensch und Umwelt darf nicht hinter
Betreiberinteressen zurückstehen."
Hintergrund:
Die Deutsche Regas erhielt im April 2024 eine Genehmigung des Staatlichen Amts
für Landwirtschaft und Umwelt in Mecklenburg-Vorpommern für den Betrieb von
LNG-Terminalschiffen im Hafen Mukran. Diese Genehmigung wurde auf Grundlage des
LNG-Beschleunigungsgesetzes ohne Umweltverträglichkeitsprüfung erteilt. Mit der
im April 2026 erteilten Änderungsgenehmigung wurde der Deutschen Regas
ermöglicht, den Betrieb der Terminalschiffe auch langfristig ohne
Kraft-Wärme-Kopplung-Anlage fortzuführen und stattdessen Bordgeneratoren
einzusetzen, jedoch unter Berücksichtigung einiger Nebenbestimmungen. In der
Änderungsgenehmigung wurden strengere Immissionsrichtwerte im Vergleich zur
Ursprungsgenehmigung aus 2024 festgelegt sowie die Bestimmung, dass die
Betreiberfirma Messnachweise für deren Einhaltung erbringen muss.
Pressekontakt:
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer
0160 90354509, mailto:mueller-kraenner@duh.de
DUH-Newsroom:
030 2400867-20, mailto:presse@duh.de
http://www.duh.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/22521/6370580
OTS: Deutsche Umwelthilfe e.V.
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Deutsche Umwelthilfe e.V.
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