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Berlin (ots) -
- Interaktive Deutschlandkarte: Beyond Fossil Fuels, BUND, Deutsche Umwelthilfe,
Fridays for Future, FragDenStaat, Gaswende, Greenpeace, Klimawende Köln und
urgewald zeigen neu geplante Gaskraftwerke, LNG-Terminals, Pipelines,
Bohrungen und Co.
- Pläne von Energieministerin Reiche würden Abhängigkeit von fossilem Gas auf
Jahre zementieren und Energiewende torpedieren
- Organisationen rufen unter dem Motto "Gemeinsam gegen Gas" zu bundesweiter
Vernetzung und gemeinsamem Protest auf, um neue fossile Projekte zu stoppen
Die Umweltschutzorganisationen Beyond Fossil Fuels, Bund für Umwelt und
Naturschutz Deutschland (BUND), Deutsche Umwelthilfe (DUH), Fridays for Future,
FragDenStaat, Gaswende, Greenpeace, Klimawende Köln und urgewald kündigen unter
dem Motto "Gemeinsam Gegen Gas" an, übertriebene neu geplante fossile
Gasinfrastruktur in Deutschland zu verhindern. Den Weg dafür bereiten sie mit
einer interaktiven Karte, die erstmals den massiven und intransparenten Ausbau
fossiler Gasinfrastruktur in vollem Umfang sichtbar macht - von neuen
Gaskraftwerken über LNG-Terminals bis hin zu Pipelines und Gasbohrungen.
Engagierte und Betroffene können sich damit ab sofort informieren, vernetzen und
gemeinsam protestieren.
Die Bundesregierung treibt derzeit zahlreiche fossile Infrastrukturvorhaben
voran, ohne transparent darüber zu informieren. Die Pläne gefährden die
Klimaziele, machen abhängig von autokratischen Regimen und drohen, die
Energiekosten für viele Menschen in die Höhe zu treiben. Die Organisationen
fordern einen sofortigen Stopp neuer Gasprojekte und einen konsequenten Ausbau
erneuerbarer Energien.
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: "Seit Amtsantritt treibt
Wirtschaftsministerin Reiche den Ausbau fossiler Infrastruktur voran und
behindert die Energiewende. Bis 2031 will die Bundesregierung Leistung in Höhe
von 12 Gigawatt zubauen, davon 10 allein für Gaskraftwerke. Obwohl Alternativen
längst auf dem Tisch liegen, werden Milliarden in Infrastruktur gelenkt, die die
Klimakrise verschärfen und die Transformation blockieren. Wir fordern die
Bundesregierung auf, jetzt umzusteuern und endlich die Erneuerbaren konsequent
voranzubringen - für Klimaschutz und Energieunabhängigkeit."
Moritz Leiner, Energie-Campaigner bei urgewald: "Fossile Konzerne wie RWE, EPH,
Uniper, EnBW und Siemens Energy üben massiven Druck auf die Bundesregierung aus,
um staatliche Subventionen für neue Gaskraftwerke zu sichern. Statt diesen
teuren fossilen Backlash zu unterstützen, sollte Ministerin Reiche den Ausbau
eines erneuerbaren und global gerechten Energiesystems voranbringen."
Mika Schachenmayr, Sprecher von Fridays for Future: "Überall im Land gibt es
Menschen, die sich gegen den neuen Gasrausch der Bundesregierung wehren. Wir
bringen diese Kämpfe zusammen. Unsere Karte vernetzt lokale Initiativen und
macht Widerstand sichtbar. Bundesweit und vor Ort ist sie Werkzeug für
Aufklärung, Vernetzung und Protest."
Hintergrund:
Die Karte basiert auf aktuellen Daten zum Ausbau fossiler Infrastruktur von
urgewalds "Global Oil & Gas Exit List" (GOGEL) und Beyond Fossil Fuels "European
Gas Plant Database".
Link:
Karte und weitere Informationen: https://gemeinsam-gegen-gas.de/
Pressekontakt:
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer DUH
0160 90354509, mailto:mueller-kraenner@duh.de
Moritz Leiner, Energie-Campaigner urgewald
mailto:moritz.leiner@urgewald.org
Mika Schachmayr, Sprecher Fridays for Future
mailto:mika.schachenmayr@gmail.com
DUH-Newsroom:
030 2400867-20, mailto:presse@duh.de
http://www.duh.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/22521/6255460
OTS: Deutsche Umwelthilfe e.V.
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