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Frankfurt (ots) - Es muss viel passieren, damit die fragile Waffenruhe im
Libanon nicht nur eine Atempause für die Menschen im Zedernstaat bleibt. Die
israelische Regierung von Benjamin Netanjahu ließ lediglich widerwillig auf
Druck aus Washington die Waffen schweigen. Sie ist ohnehin bislang nicht an
langfristigen Friedenslösungen interessiert, wie der Konflikt mit der
radikalislamistischen Hamas und der Krieg gegen den Iran zeigen. Militärisch ist
die Hisbollah wohl genauso wenig zu besiegen wie die Hamas. Die libanesische
Regierung von Joseph Aoun ist zudem zu schwach, um die Miliz zu entwaffnen und
deren Infrastruktur zu zerstören. Obendrein haben die israelischen Attacken im
Libanon Aoun politisch noch mehr geschwächt. Mehr Einfluss auf die Miliz hat
Teheran, doch diesen nutzt das theokratische Regime für eigene Vorteile im Krieg
mit den USA und Israel. Und so dürfte die Freude der Libanesinnen und Libanesen
über den Waffenstillstand leider nicht lange währen.
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