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Begrenzte Freude

17.04.2026 19:30 Uhr Frankfurter Rundschau

Frankfurt (ots) - Es muss viel passieren, damit die fragile Waffenruhe im Libanon nicht nur eine Atempause für die Menschen im Zedernstaat bleibt. Die israelische Regierung von Benjamin Netanjahu ließ lediglich widerwillig auf Druck aus Washington die Waffen schweigen. Sie ist ohnehin bislang nicht an langfristigen Friedenslösungen interessiert, wie der Konflikt mit der radikalislamistischen Hamas und der Krieg gegen den Iran zeigen. Militärisch ist die Hisbollah wohl genauso wenig zu besiegen wie die Hamas. Die libanesische Regierung von Joseph Aoun ist zudem zu schwach, um die Miliz zu entwaffnen und deren Infrastruktur zu zerstören. Obendrein haben die israelischen Attacken im Libanon Aoun politisch noch mehr geschwächt. Mehr Einfluss auf die Miliz hat Teheran, doch diesen nutzt das theokratische Regime für eigene Vorteile im Krieg mit den USA und Israel. Und so dürfte die Freude der Libanesinnen und Libanesen über den Waffenstillstand leider nicht lange währen.

Pressekontakt:

Frankfurter Rundschau Ressort Politik Telefon: 069/2199-3222

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/10349/6257778 OTS: Frankfurter Rundschau


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Frankfurter Rundschau
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