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Berlin (ots) - Die guten Ziele der geplanten Reform der Kinder- und Jugendhilfe
sind mit den jetzt vorliegenden Plänen nicht zu erreichen. Das sagt das für
Kinder- und Jugendhilfe zuständige Präsidiumsmitglied des Bundesverbandes
privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa), Christof Schaefers, anlässlich
der heutigen Anhörung im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren,
Frauen und Jugend.
"Leistungen für junge Menschen mit und ohne Behinderungen unter dem Dach des SGB
VIII zusammenzuführen, ist ein richtiges Ziel. Unter dem Sparkorsett droht die
fachlich sinnvolle und notwendige Umsetzung der inklusiven Jugendhilfe aber als
reine Leistungskürzungssammlung auf Kosten von gefährdeten jungen Menschen oder
Kindern und Jugendlichen mit Behinderung zu enden.
Während parallel im Kanzleramt gemeinsam mit Kommunen und Ländern Pläne
diskutiert werden, dramatisch die Teilhabe und Leistungserbringung
einzuschränken, um Kosten zu senken, werden hier bereits erste Pflöcke
eingeschlagen. Individuelle Rechtsansprüche sollen begrenzt werden. Die
kommunale Kassenlage zählt künftig mehr als der Bedarf des Kindes. Insbesondere
dem in den letzten Jahren unter großen Anstrengungen ausgebauten Angebot an
Schulbegleitung droht erheblicher Schaden.
Die Reformpläne müssen daher dringend im Sinne der betroffenen Kinder und
Jugendlichen überarbeitet werden. Bestehende Diskriminierungen privater Träger
sind dabei ersatzlos zu streichen, die Pläne für die Schulbegleitung müssen
korrigiert und das ambulante Vertragsrecht muss schiedsstellenfähig ausgestaltet
werden."
Pressekontakt:
Für Rückfragen: Norbert Grote, bpa-Hauptgeschäftsführer
Tel.: 030/30 87 88 60, www.bpa.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/17920/6263156
OTS: bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.
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