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Berlin (ots) - radio3 vom rbb und die Senatsverwaltung für Kultur und
Gesellschaftlichen Zusammenhalt vergeben den Jazzpreis Berlin 2026 an Julia
Hülsmann. Der mit 7.000 Euro dotierte Preis ist eine der wichtigsten
Auszeichnungen im Bereich des Jazz in Deutschland. Seit seiner Einführung 2017
wird der Jazzpreis Berlin in diesem Jahr zum 10. Mal verliehen. Die
Preisverleihung findet im Rahmen eines öffentlichen Konzertes am 16. Juni im
Kleinen Sendesaal des rbb statt.
Die Jury begründet die Auszeichnung: "Die Pianistin und Komponistin Julia
Hülsmann macht ihre Musik nicht nur für einen Teil der Jazz-Szene, sie verbindet
viele Szenen und öffnet sich nach vielen Seiten. Sie spricht in einer sanften
und insistierenden Art ein Publikum auch weit jenseits der Jazz-Bubbles an. Ihre
Kompositionen verbinden sich mit Literatur und anderen Kunstformen und behalten
dabei immer eine Leichtigkeit. Julia Hülsmann hat mit ihren eigenen Ensembles
Stetigkeit in der künstlerischen Arbeit bewiesen und war früh ein Role Model für
jüngere Jazzmusikerinnen. Als Lehrende fördert sie die junge Generation und als
engagierte Musikerin hat sie sich auch in mehreren Gremien für die
Besserstellung von Jazzmusiker:innen eingesetzt. Ihre Strahlkraft wirkt weit
über den Berliner Raum hinaus."
Nach ersten Schritten als klassische Pianistin kam Julia Hülsmann 1991 nach
Berlin, um hier an der Universität der Künste Jazzklavier zu studieren und über
das Selbstbild von Jazzpianistinnen zu promovieren. 1997 gründete sie ihr
eigenes Trio und veröffentlichte 2000 ihr Debütalbum. In New York arbeitete sie
u.a. mit Rebekka Bakken zusammen und vertonte Gedichte von E.E. Cummings.
Kompositionen für Klavier und Streichorchester sowie Streichquartett erweiterten
ihr musikalisches Spektrum, Songs von Randy Newman verlieh sie eine eigene Note.
Ihr Quartett schuf Julia Hülsmann 2012 als Erweiterung ihres Trios, arbeitete
aber auch mit Bigbands z.B. des NDR und des hr zusammen. Ihre CD-Aufnahmen, vor
allem für das renommierte Label ECM, finden nicht nur beim Fachpublikum
Resonanz. Auf den großen Jazzfestivals und auf vielen Tourneen bis nach Peru hat
sie sich in den vergangenen Jahren auch international einen Namen gemacht.
Von den Vorschlägen der Jury standen am Ende fünf auf der Shortlist für den
Jazzpreis Berlin 2026: Julia Hülsmann, Kalle Kalima, Julie Sassoon, Fabiana
Striffler und das Moses Yoofee Trio.
Der Jazzpreis Berlin 2026 wird im Rahmen eines Konzertes am 16. Juni um 20.00
Uhr im Kleinen Sendesaal des rbb verliehen. Das Konzert von Julia Hülsmann wird
live auf radio3 übertragen.
Die Jury war besetzt mit Marie Blobel (Festival-Leiterin der Jazzwerkstatt
Peitz), Oli Bott (Vibraphonist und Komponist), Andreas Brandis (Labelchef ACT),
Victoriah Szirmai (Journalistin), Dirk Hühner (rbb, Vorsitz) und Claudia Schurz
(Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, ohne
Stimmrecht).
Pressekontakt:
Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb)
Presse und Information
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Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/51580/6263472
OTS: rbb - Rundfunk Berlin-Brandenburg
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