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Leipzig (ots) - Zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai kommt der
MDR mit Jugendlichen ins Gespräch: Mit Dialogangeboten an Schulen in Sachsen,
Sachsen-Anhalt und Thüringen rückt der Sender Themen wie Medienkompetenz,
Meinungsfreiheit und journalistische Verantwortung in den Mittelpunkt. Auch
MDR-Intendant Ralf Ludwig stellt sich dabei persönlich den Fragen von
Schülerinnen und Schülern in Sachsen-Anhalt. Zudem beleuchtet der MDR rund um
den Aktionstag in zahlreichen Programmformaten die Bedeutung von Journalismus,
Recherche und Fakten - ebenso wie die Arbeitsbedingungen von Medien weltweit.
Aktionswochen für freie Medien
Der MDR bietet von Ende April bis Anfang Mai erneut vielfältige
Medienkompetenz-Angebote für Schulklassen in seinem Sendegebiet an. Ob direkt in
den Schulen oder im MDR: Auf dem Programm stehen Seminare zu journalistischer
Objektivität, Fake News, Empörungskultur und Meinungsfreiheit sowie Führungen
durch das MDR Aktuell Newscenter ( MDR Aktuell Newscenter-Tour (https://mdr-die-
studiotour.de/tourangebote-leipzig/mdr-aktuell-newscenter-tour/) ). Die
Aktionstage sind Teil einer ARD-weiten Initiative. Der MDR setzt sie gemeinsam
mit starken Partnern um - darunter die Landeszentrale für politische Bildung
Sachsen-Anhalt, "Journalismus macht Schule" in Sachsen sowie die Thüringer
Landesmedienanstalt.
MDR-Intendant Ralf Ludwig: "Heutige Jugendliche sind in einer schnelllebigen
Informationsgesellschaft groß geworden. Für sie sind Smartphone, Tablet und
Konsole tägliche Begleiter. Und die meisten Schülerinnen und Schüler informieren
sich größtenteils digital und auf Social Media. Dies hat unglaublich viele
Vorteile, aber gerade in der Schnelllebigkeit und im schier endlosen
Informationsangebot lauern auch Gefahren. Zum Beispiel fällt die Unterscheidung
von verifizierten und gefälschten Informationen nicht immer leicht. Auch die
Echtheit von Bildern ist heute mit bloßem Auge nicht mehr zweifelsfrei zu
erkennen. Zudem sind die polarisierenden Mechanismen von Algorithmen vielen
nicht bekannt oder bewusst. Und das wiederum hat Auswirkungen auf die
Meinungsbildung. Deshalb ist Medienkompetenz eine Schlüsselkompetenz unserer
Zeit."
MDR im Austausch mit Schulen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen
MDR-Chefredakteurin Christin Bohmann besucht eine Schule in Leipzig. Thüringens
MDR-Landesfunkhausdirektorin Dr. Astrid Plenk ist in ihrer Heimatstadt Bernburg
zu Gast. MDR-Unternehmenssprecher Michael Naumann spricht mit Schülerinnen und
Schülern in Oschersleben.
Auch die MDR-Regionalstudios beteiligen sich aktiv. Im Regionalstudio Bautzen
etwa lernen mehrere Klassen die redaktionelle Arbeit aus nächster Nähe kennen
und erfahren, wie Journalistinnen und Journalisten recherchieren und Quellen
prüfen und wie Nachrichten entstehen.
Filme, Reportagen und internationale Perspektiven
Der MDR nimmt den Tag der Pressefreiheit zudem zum Anlass, das Thema
Medienfreiheit umfassend programmlich zu begleiten. Die Ostblogger aus Osteuropa
(https://www.mdr.de/nachrichten/welt/osteuropa/ostblogger/index.html) berichten
über die Lage in ihren Herkunftsländern: Andrej Ivanji aus Belgrad beschreibt,
wie serbische staatsnahe Medien gezielt gegen Künstlerinnen und Künstler,
Intellektuelle und Oppositionelle vorgehen. Zudem erklärt Ungarn-Expertin Thyra
Veyder-Malberg, wie Politiker Peter Magyar und seine Partei Tisza es geschafft
haben, die Medienübermacht von Orbán zu brechen.
In der ARD Mediathek und im MDR-Fernsehen ist am 3. Mai ab 22.25 Uhr der Film
"Zeitenwende - DDR-Medien zwischen Aufbruch und Untergang"
(https://www.mdr.de/tv/programm/sendung-1108984.html) zu sehen. Er geht auf
Spurensuche in die Jahre, in denen die Medienlandschaft in Ostdeutschland neu
gestaltet wurde. Zudem läuft in der ARD Mediathek und im MDR-Fernsehen mit " Der
Wahrheit verpflichtet" (https://www.mdr.de/tv/programm/sendung-1108986.html)
eine Dokumentation über den Friedensnobelpreisträger, Chefredakteur und
Nowaja-Gaseta-Gründer Dmitri Muratow und seinen Einsatz für die Meinungsfreiheit
in Russland.
Das ARD-Infotainment-Magazin Brisant (https://www.ardmediathek.de/sendung/brisan
t/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL2JyaXNhbnQ) blickt am 3. Mai (in der ARD Mediathek
und ab 17 Uhr in Das Erste) zusammen mit der Washington-Korrespondentin Gudrun
Engel auf die aktuelle Situation in den USA. Wie steht es um das Verständnis von
Medienfreiheit in der Trump-Administration aus - und welche Veränderungen zeigen
sich insbesondere in seiner zweiten Amtszeit?
Das MDR-Nachmittagsmagazin "MDR um vier - Der starke Osten"
(https://www.mdr.de/derstarkeosten/index.html) fährt während der Aktionswoche
#PressefreiheitMachtSchule zu einem Workshop zum Erkennen von Fake News in
Chemnitz. Der Beitrag, in dem Schülerinnen und Schüler zu Wort kommen werden,
ist für den 7. Mai (in der ARD Mediathek und ab 16 Uhr im MDR-Fernsehen)
geplant.
Auch das ARD-Mittagsmagazin begleitet eine Schulklasse aus Sachsen-Anhalt. Dabei
wird Danko Handrik, ARD-Korrespondent in Prag, Schülerinnen und Schülern während
eines Workshops Rede und Antwort stehen.
"Leipziger Appell" für Medienfreiheit gewinnt zahlreiche weitere Unterzeichnende
Die MDR-Initiative "Leipziger Appell" für Medienfreiheit hat zahlreiche weitere
renommierte Unterzeichnende gewonnen. Der "Leipziger Appell" (https://www.mdr.de
/unternehmen/informationen/gemeinwohl/leipziger-appell-freiheit-unabhaengigkeit-
medien-demokratie-100.html) setzt ein klares Zeichen für freie und unabhängige
Medien. Die aktualisierte Liste der Unterzeichnenden wird am 29. April
veröffentlicht.
Pressekontakt:
MDR, Kommunikations- und Mediendesk, Tel.: (0341) 3 00 64 55, E-Mail:
mailto:kommunikation-desk@mdr.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/7880/6263483
OTS: MDR Mitteldeutscher Rundfunk
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