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München (ots) -
- Kostenfalle Verflechtung: Nicht die Größe, sondern der Grad der Verflechtung
mit der Muttergesellschaft treibt die Einmalkosten - bei komplexen Strukturen
können diese über 15 Prozent des Umsatzes betragen
- Dauerhafte Effekte: Nach der Ausgliederung steigen die laufenden Kosten im
Schnitt um 11 Prozent, insbesondere in IT, Finanzen und HR - der Wegfall von
Skaleneffekten macht sich bemerkbar
- Value Creation durch Transformation: Wer die Zielorganisation nicht nur
kopiert, sondern transformiert, legt den Grundstein für nachhaltige
Wertsteigerung und Wettbewerbsvorteile
Carve-outs sind für viele Unternehmen ein zentrales Instrument zur strategischen
Neuausrichtung und Wertsteigerung. Dabei müssen sie die tatsächlichen Kosten und
Komplexitäten solcher Separationsprojekte berücksichtigen, um kostspielige
Überraschungen zu vermeiden und nachhaltige Wertschöpfung zu erzielen. Das zeigt
der aktuelle Report "The true price of carve-outs" von Roland Berger, für die
mehr als 50 internationale Carve-out-Experten aus verschiedenen Branchen befragt
wurden.
Bei stark verflochtenen Ausgliederungen, wie beispielsweise solchen, die eine
physische Trennung, eine eigenständige IT-Infrastruktur oder erhebliche
personelle Veränderungen erfordern, entstehen mitunter hohe einmalige
Trennungskosten. Diese können bis zu 15 Prozent des Umsatzes der neuen
Gesellschaft ausmachen.
Dabei ist es besonders der Grad der organisatorischen und strukturellen
Abhängigkeiten, der hohe einmalige Kosten bei Ausgliederungen verursacht. Rund
92 Prozent der Umfrageteilnehmenden nennen diesen Punkt als Hauptkostentreiber -
vor allem mit Blick auf IT, HR und Einkauf.
Unternehmensgröße nur selten als Kostentreiber gesehen
Auf den weiteren Plätzen folgen mit Zeitdruck (80,8%), geografischer Präsenz
(78,8%) und branchenspezifischen Merkmalen (73,1%) zusätzliche Faktoren, die
laut der Umfrageteilnehmenden die Kosten in die Höhe treiben. Dagegen sind nur
19 Prozent der Meinung, dass die Unternehmensgröße der neuen Gesellschaft als
Kostentreiber fungiert.
Ein eigenständiger Betrieb ist strukturell teurer, die Unabhängigkeit hat ihren
Preis. Wenn Skaleneffekte wegfallen und kritische Aktivitäten, die zuvor die
Muttergesellschaft erbracht hat, ersetzt werden müssen, steigen die
wiederkehrenden Kosten in allen Bereichen im Durchschnitt um 11 Prozent. Zu
nennen sind hier insbesondere die IT (+19,8 %), Finanzen & Rechnungswesen (+15,6
%) sowie HR (+12,7 %).
Zentrale Hebel zur Wertsteigerung bei Carve-outs
"Carve-outs sorgen für eine Wertsteigerung - aber nur, wenn Unternehmen die
Trennungskosten von Anfang an realistisch planen und konsequent steuern. Wer nur
Bestehendes repliziert, verschenkt Potenzial. Transformation ist der Schlüssel
zur Value Creation", sagt Dr. Patrick Heinemann, Senior Partner bei Roland
Berger.
Für eine nachhaltige Wertsteigerung bei Carve-outs sollten Unternehmen
frühzeitig Transparenz schaffen, indem sie Abhängigkeiten und zentrale
Kostentreiber systematisch identifizieren. Darauf aufbauend ist ein
transformativ gestaltetes Separationsdesign entscheidend: Die Zielorganisation
sollte nicht nur kopiert, sondern gezielt auf Effizienz und Wertschöpfung
ausgerichtet werden. Ebenso wichtig ist eine stringente Steuerung mit klaren
Verantwortlichkeiten und konsequenter Umsetzung, um den Separationserfolg
nachhaltig abzusichern.
Über die Studie
Die Ergebnisse basieren auf einer Umfrage unter mehr als 50 erfahrenen
Carve-out-Experten aus verschiedenen Branchen in Europa und den USA. Jeder von
ihnen hat in den vergangenen drei Jahren mindestens ein Carve-out-Projekt in
leitender Funktion verantwortet.
Die vollständige Studie können Sie hier herunterladen:
https://mailing.rolandberger.com/hubfs/Roland%20Berger_Carve-out%20Studie.pdf
Über Roland Berger
Roland Berger ist eine weltweit führende Strategieberatung mit einem breiten
Leistungsangebot für alle relevanten Branchen und Unternehmensfunktionen. Roland
Berger wurde 1967 gegründet und hat seinen Hauptsitz in München. Die
Strategieberatung ist vor allem für ihre Expertise in den Bereichen
Transformation, industrieübergreifende Innovation und Performance-Steigerung
bekannt und hat sich zum Ziel gesetzt, Nachhaltigkeit in all ihren Projekten zu
verankern. Roland Berger erzielte 2024 einen Umsatz von rund 1 Milliarde Euro.
Pressekontakt:
Philipp Topitsch
Corporate Communications & PR
Tel.: +49 40 37631-4452
E-Mail: mailto:philipp.topitsch@rolandberger.com
http://www.rolandberger.com
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/32053/6264610
OTS: Roland Berger
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