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Berlin (ots) - Neuer Preis für die innovativsten Mobilitätskonzepte. Acht
Gemeinden und Städte pitchen vor interdisziplinärer Jury. Preisverleihung bei
der Mobilitätskonferenz "TÜV MobiCon 2026" am 10. Juni in Berlin.
Die Nominierten für den TÜV Award "New Mobility City" stehen fest: Acht deutsche
Städte und Gemeinden haben es nach einer umfangreichen Datenanalyse der
"Initiative für sichere Straßen" und Interviews mit TÜV-Expert:innen auf die
Shortlist geschafft. Grundlage der Auswahl sind wissenschaftlich ausgewertete
Mobilitäts- und Unfalldaten sowie weitere zentrale Indikatoren zur Qualität
kommunaler Mobilität wie sichere Schulwege, der Umgang mit Gefahrenstellen und
Unfallschwerpunkten, aber auch die Qualität und Funktionsfähigkeit des
Verkehrsnetzes über alle Mobilitätsarten hinweg. "Die individuelle Mobilität des
Einzelnen entscheidet darüber, wie gut der Alltag funktioniert und wie
lebenswert Städte insgesamt sind", sagt Richard Goebelt, Fachbereichsleiter
Fahrzeug & Mobilität beim TÜV-Verband. "Zeitgemäße Mobilitätskonzepte verbessern
ganz konkret den Alltag der Menschen. Die nominierten Städte und Gemeinden
zeigen, wie sich Verkehrssicherheit, Nachhaltigkeit und hohe Lebensqualität in
urbanen Räumen verbinden lassen."
Die Nominierten haben gestern ihre Zukunftskonzepte vor einer interdisziplinären
Jury aus Politik, Wissenschaft, Expert:innen für Stadtentwicklung und
Vertreter:innen der Zivilgesellschaft präsentiert. Jetzt werden die qualitativen
Daten mit den Jury-Eindrücken für die Auswahl der Gewinner verknüpft. Die
Preisverleihung findet im Rahmen der Mobilitätskonferenz "TÜV MobiCon" am 10.
Juni 2026 in Berlin statt.
Die Nominierten des TÜV Award "New Mobility City" 2026 in drei Kategorien
Kategorie "Regionalräume" - Kommunen in Stadtregionen/Umland und in ländlichen
Regionen
- Hattersheim am Main: Flächendeckendes Tempo 30, sichere Schulwege und eine
klare Priorisierung des Fuß- und Radverkehrs. Die Maßnahmen greifen
systematisch ineinander und stärken Verkehrssicherheit und Lebensqualität.
- Lünen: Lünen verfolgt einen integrierten Ansatz aus Mobilitäts-, Klima- und
Smart-City-Strategien. Die Umsetzung erfolgt schrittweise über Pilotprojekte
und Kooperationen mit Fokus auf Verkehrssicherheit und Alltagstauglichkeit.
Kategorie "Metropolräume" - Hauptpreis für Regiopole und Großstädte
- Braunschweig: Integrierte Planung und datenbasierte Steuerung prägen die
Mobilitätsstrategie der Stadt. Der Mobilitätsentwicklungsplan 2035+, Maßnahmen
zur Verkehrsberuhigung und Schulstraßen sowie die Verknüpfung von
Verkehrssicherheit, Klimaschutz und Lebensqualität greifen systematisch
ineinander.
- Fürth: Fürth verfolgt eine datenbasierte und strategisch gesteuerte
Mobilitätsentwicklung auf Grundlage klarer Leitbilder. Ein integrierter Ansatz
mit Fokus auf Verkehrssicherheit, Klimaanpassung und Lebensqualität sowie die
Priorisierung des Fußverkehrs prägen die Umsetzung.
- Mannheim: Mannheim verankert die Mobilitätswende strategisch im Stadtraum auf
Basis eines klaren Leitbilds und politisch legitimierter Masterpläne. Die
Neuordnung des öffentlichen Raums, die Stärkung des Umweltverbunds und Ansätze
zur Bürgerbeteiligung treiben die Entwicklung voran.
- Rostock: Rostock setzt auf einen integrierten Ansatz aus Verkehrssicherheit,
Klimaschutz und sozialer Teilhabe. Infrastrukturelle Maßnahmen werden mit
Kommunikationskampagnen und aktiver Bürgerbeteiligung verknüpft.
Kategorie "Mobil mit Herz" - Sonderpreis für Kommunen ab 500.000 Einwohner:innen
- Dortmund: Dortmund treibt den Wandel der Mobilität mit klaren Prioritäten und
strategischer Verankerung voran. Maßnahmen zur Schulwegsicherheit und der
Aufbau eines stadtweiten Velorouten-Netzes übersetzen langfristige Planung in
konkrete Verbesserungen im Alltag.
- Duisburg: Duisburg entwickelt Mobilität unter herausfordernden
Rahmenbedingungen pragmatisch und sicherheitsorientiert weiter. Ein
schrittweiser Transformationsansatz mit Fokus auf Verkehrssicherheit zeigt
sich unter anderem in Projekten wie dem Shared Space am Opernplatz und der
qualitätsorientierten Umsetzung von Fahrradstraßen.
TÜV Award "New Mobility City"
Der TÜV Award "New Mobility City" wurde vom TÜV-Verband in Kooperation mit der
Initiative für sichere Straßen entwickelt. Der Preis bewertet Mobilität als
zentralen Faktor für Lebensqualität, Sicherheit und moderne Stadtentwicklung.
Grundlage der Auszeichnung ist eine umfassende, wissenschaftliche Auswertung von
Stadtplänen, Mobilitäts- und Unfalldaten. Städte bewerben sich nicht aktiv.
Stattdessen wurden im Rahmen einer deutschlandweiten Analyse mehr als 700
Gemeinden und Städte systematisch untersucht. Die am besten bewerteten Städte
wurden daraufhin von Mobilitätsexpert:innen des TÜV-Verbands interviewt und für
die weitere Teilnahme am TÜV Award nominiert. Bei der Gewinnerauswahl
berücksichtigt die Jury neben der Datenanalyse die Gesamtstrategien und
Einzelmaßnahmen für die kommunale Verkehrsplanung. "Mit dem Award machen wir
sichtbar, was oft unter dem Radar bleibt: die konkrete Arbeit der Kommunen an
zukunftsfähiger Mobilität", sagt Goebelt. "Die Kombination aus Datenanalyse und
fachlicher Bewertung ermöglicht einen differenzierten Blick auf die Qualität
kommunaler Verkehrsplanung." Im Jahr 2026 wird der Preis erstmals vergeben.
Weitere Informationen: http://www.tuev-verband.de/new-mobility-city-award
TÜV MobiCon - Die Konferenz für Sicherheit und Vertrauen in der Mobilität
Die TÜV MobiCon ist die Konferenz des TÜV-Verbands für sichere und
zukunftsfähige Mobilität. Sie bringt Expert:innen aus Politik, Wirtschaft und
Wissenschaft zusammen, um aktuelle Entwicklungen rund um Elektromobilität,
autonomes Fahren und KI im Verkehr zu diskutieren. Im Fokus stehen Lösungen, die
Sicherheit, Innovation und gesellschaftliche Akzeptanz verbinden. Zu den
Sprecher:innen zählen unter anderem Jörg Burzer (Mitglied des Vorstands und CTO,
Mercedes-Benz Group AG), Isabel Cademartori MdB (Verkehrspolitische Sprecherin
der SPD), Gitta Connemann MdB (Parlamentarische Staatssekretärin im
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie), Till Oberwörder (CEO Daimler
Buses) und Dr. Elif Stutz (Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr).
Die Konferenz findet am 10. und 11. Juni 2026 in Berlin statt.
Alle Informationen zum Programm der TÜV MobiCon und die Möglichkeit zur
Anmeldung gibt es unter
https://event.tuev-verband.de/public/events/df40d021c0/pages/fa37b1dd6f
Über den TÜV-Verband: Als TÜV-Verband e.V. vertreten wir die politischen
Interessen der TÜV-Prüforganisationen und fördern den fachlichen Austausch
unserer Mitglieder. Wir setzen uns für die technische und digitale Sicherheit
sowie die Nachhaltigkeit von Fahrzeugen, Produkten, Anlagen und Dienstleistungen
ein. Grundlage dafür sind allgemeingültige Standards, unabhängige Prüfungen und
qualifizierte Weiterbildung. Unser Ziel ist es, das hohe Niveau der technischen
Sicherheit zu wahren, Vertrauen in die digitale Welt zu schaffen und unsere
Lebensgrundlagen zu erhalten. Dafür sind wir im regelmäßigen Austausch mit
Politik, Behörden, Medien, Unternehmen und Verbraucher:innen.
Pressekontakt:
Linda Roy
Pressesprecherin
TÜV-Verband e. V.
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OTS: TÜV-Verband e. V.
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