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Jena (ots) - ESET rät Unternehmen, Multi-Faktor-Authentifizierung für zentrale
Zugänge zu Netzwerken und Konten zu nutzen
Passwörter bleiben wichtig. Allein tragen sie die Sicherheit von Unternehmen
aber nicht mehr. Der World Password Day am 7. Mai erinnert jedes Jahr daran,
sichere Kennwörter zu verwenden. Für Unternehmen greift diese Botschaft
inzwischen zu kurz. Cloud-Dienste, VPN-Zugänge, Remote Desktop, E-Mail-Konten
und Administrationsoberflächen brauchen mehr Schutz als Benutzername und
Passwort.
Der Grund ist einfach: Angreifer müssen heute nicht immer technische
Schwachstellen ausnutzen. Oft genügt eine gültige Identität. Gestohlene oder
wiederverwendete Zugangsdaten öffnen den Weg in Postfächer, Cloud-Umgebungen
oder interne Systeme. Für Sicherheitsabteilungen ist das besonders tückisch. Im
ersten Moment sieht ein solcher Zugriff nicht wie ein Einbruch aus, sondern wie
eine normale Anmeldung.
Wie konkret dieses Risiko ist, zeigt die aktuelle ESET-Telemetrie. Im ESET
Threat Report H2
(https://www.welivesecurity.com/en/eset-research/eset-threat-report-h2-2025/)
2025 stiegen E-Mail-Bedrohungen gegenüber der ersten Jahreshälfte um 36 Prozent.
Unter den Top-Bedrohungen in E-Mails lag HTML/Phishing.Agent mit 30,8 Prozent
klar vorn. Auch klassische Passwortangriffe bleiben relevant. Bei externen
Netzwerkangriffsvektoren entfiel mit 43,3 Prozent der größte Anteil auf Password
Guessing. Hinzu kommen Infostealer wie Formbook, Agent Tesla oder SnakeStealer,
die Zugangsdaten, Browserdaten und weitere sensible Informationen von
kompromittierten Geräten abgreifen können.
"Viele Angriffe beginnen heute mit einer ganz normalen Anmeldung", sagt Michael
Schröder, Head of Product Marketing bei ESET Deutschland. "Genau deshalb dürfen
Unternehmen Passwörter nicht länger alleinlassen. Multi-Faktor-Authentifizierung
sorgt dafür, dass ein gestohlenes Passwort nicht automatisch zum Zugang ins
Unternehmen wird. Wichtig ist aber, dass MFA sauber eingeführt und im Alltag
akzeptiert wird."
Multi-Faktor-Authentifizierung wird zur Pflichtaufgabe
Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) ergänzt das Passwort um mindestens einen
weiteren Nachweis. Das kann eine App-Freigabe sein, ein Einmalcode, ein
Hardware-Token, ein biometrisches Merkmal oder ein FIDO-basierter
Sicherheitsschlüssel. Der Nutzen liegt auf der Hand: Selbst, wenn ein Passwort
kompromittiert wurde, fehlt Angreifern ein weiterer Faktor.
Auch regulatorisch gewinnt MFA an Bedeutung. Das BSI verweist im NIS2-Kontext
auf Multi-Faktor-Authentisierung (https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Regulierte-W
irtschaft/NIS-2-regulierte-Unternehmen/NIS-2-Infopakete/NIS-2-MFA/NIS-2-MFA.html
) und gesicherte Kommunikation als Teil der Risikomanagementmaßnahmen für
wichtige und besonders wichtige Einrichtungen. Damit wird MFA für viele
Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht nur zu einer
technischen Empfehlung, sondern zu einem Baustein professioneller
Unternehmensführung.
ESET rät Unternehmen deshalb, MFA nicht als Einzelprojekt zu betrachten.
Entscheidend ist eine Strategie, die kritische Zugänge priorisiert,
Nutzergruppen einbindet und Sonderfälle sauber regelt. Dazu gehören verlorene
Smartphones, Gerätewechsel, Dienstleisterzugänge, Notfallkonten und ältere
Anwendungen, die moderne Authentifizierung nur eingeschränkt unterstützen.
World Password Day als Anlass für den Sicherheitscheck
Auch mit MFA bleiben gute Passwörter wichtig. Sie sollten lang, einzigartig und
nicht mehrfach verwendet werden. Passwortmanager helfen, sichere Zugangsdaten
praktikabel zu machen. Der regelmäßige Zwangswechsel ohne konkreten Anlass ist
dagegen kein Allheilmittel. Wichtiger ist, unsichere oder kompromittierte
Kennwörter zu erkennen und kritische Zugänge zusätzlich abzusichern.
Der World Password Day sollte für Unternehmen deshalb mehr sein als ein Hinweis
auf Sonderzeichen und Mindestlängen. Er ist ein guter Anlass, die eigene
Identity-Security-Strategie zu prüfen. Welche Konten sind besonders kritisch? Wo
fehlt MFA noch? Welche Dienstleister haben Zugriff? Welche Altanwendungen
umgehen moderne Sicherheitsregeln? Und wie schnell erkennt das Unternehmen, wenn
Zugangsdaten missbraucht werden?
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