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München (ots) - Studie zeigt strukturelles Sicherheitsproblem in Unternehmen:
Aktivität ersetzt oft echte Sicherheit
Report "The State of Assumed Security 2026" steht zum Download bereit:
https://ots.de/8oTgbz
Unternehmen investieren massiv in Cybersicherheit, messen ihren Erfolg jedoch
häufig an den falschen Kriterien. Das zeigt eine aktuelle internationale Studie
der Cybersecurityfirma Horizon3.ai. Diese basiert auf einer Umfrage unter 750
IT-Sicherheitsexperten aus Europa und den USA. Hierbei wurden sowohl
Sicherheitsverantwortlichen als auch operative Fachkräfte adressiert. Ziel war
es, Unterschiede zwischen strategischer Einschätzung und operativer Realität
sichtbar zu machen.
Die Umfrage hat einen grundlegenden Befund zutage gefördert: Viele
Organisationen verwechseln operative Aktivität mit tatsächlicher
Widerstandsfähigkeit gegenüber Angreifern. Sicherheitsprogramme sind hochgradig
ausgelastet, Prozesse etabliert und Kennzahlen umfassend vorhanden. Gleichzeitig
fehlt es häufig an systematischer Überprüfung, ob erkannte Schwachstellen
wirklich beseitigt wurden oder ob Angriffe weiterhin möglich sind.
"Viele Unternehmen haben in den vergangenen Jahren stark in Tools, Prozesse und
Automatisierung investiert. Das ist wichtig - reicht aber allein nicht aus.
Entscheidend ist, regelmäßig zu überprüfen, ob Sicherheitsmaßnahmen einem realen
Angriff tatsächlich standhalten. Genau hier zeigt die Studie eine gefährliche
Lücke zwischen wahrgenommener Sicherheit und tatsächlicher
Widerstandsfähigkeit", sagt James Lee, Regional Director DACH bei Horizon3.ai.
Interessen können die Studie kostenfrei herunterladen: https://ots.de/rScygB
Hohe Sicherheit im Management, nicht bei den Systemen
So gaben in der Umfrage 93 Prozent der IT-Sicherheitsverantwortlichen an,
nachweisen zu können, dass ihr Unternehmen angemessene und überprüfte Maßnahmen
ergriffen hat, um einen Sicherheitsvorfall zu verhindern. 97 Prozent sind
überzeugt, dass ihre Endpoint-Sicherheitslösungen seitliche Bewegungen oder
Privilegieneskalationen erkennen würden. 96 Prozent glauben, dass ihr Security
Operations Center einen Angreifer innerhalb der eigenen IT-Umgebung
identifizieren könnte.
Aber: Nicht einmal ein Drittel (30 Prozent) sagen, dass ihre Unternehmen nach
dem Patchen von Sicherheitslücken auch testen, ob das Risiko tatsächlich
beseitigt wurde. Fast die Hälfte spielt zwar Patches ein, überprüft anschließend
aber lediglich erneut mit einem Schwachstellenscanner allgemein die Sicherheit.
Nur 12 Prozent haben eigenen Angaben zufolge die Wirksamkeit ihrer EDR-Lösungen
(Endpoint Detection & Response) in den letzten drei Monaten überprüft. Lediglich
26 Prozent nutzen Red-Teaming-Übungen oder Penetrationstests, um die
Erkennungsfähigkeit ihres Security Operations Centers (SOC) zu bewerten. Unter
den Fachkräften geht ein Drittel davon aus, dass die Ergebnisse von Scannern
korrekt sind, ohne sie weiter zu prüfen, und 17 Prozent validieren die
Ergebnisse überhaupt nicht.
Verzögerungen bei aktiv ausgenutzten Schwachstellen
Auch bei bekannten, aktiv ausgenutzten Schwachstellen zeigt sich eine ähnliche
Verzögerung. Nur elf Prozent der Befragten berichten, dass sie innerhalb von 24
Stunden nach einer Warnung von CISA (Cybersecurity and Infrastructure Security
Agency) oder ENISA (European Union Agency for Cybersecurity) überprüfen oder
patchen. Viele benötigen eine Woche oder länger, um festzustellen, ob sie
betroffen sind.
Das Muster ist eindeutig, heißt es im Report von Horizon3ai:
Sicherheitsprogramme sind auf das Abarbeiten von Prozessen ausgerichtet -
scannen, patchen, erneut scannen, abschließen. Erkennungssysteme werden
eingesetzt und überwacht, und durch Automatisierung steigt die Geschwindigkeit.
Was jedoch überwiegend fehlt, ist die tatsächliche Überprüfung der Wirksamkeit.
Hohe Zuversicht - geringe Überprüfung
Besonders auffällig ist laut Umfrage die Diskrepanz zwischen Wahrnehmung und
Realität. Führungskräfte zeigen sich überwiegend überzeugt von der
Leistungsfähigkeit ihrer Sicherheitsmaßnahmen. In der operativen Praxis hingegen
sehen viele Fachkräfte weiterhin erhebliche Risiken. Diese unterschiedliche
Einschätzung beeinflusst Entscheidungen über Budgets, Prioritäten und
Reaktionsgeschwindigkeit - und führt häufig dazu, dass reale Gefahren
unterschätzt werden.
Patchen ersetzt keine Sicherheit
Ein zentrales Problem liegt im Umgang mit Schwachstellen, schreibt Horizon3.ai
in dem Report. In vielen Unternehmen gilt ein Problem als gelöst, sobald ein
Patch eingespielt und ein Ticket geschlossen wurde. Ob die zugrunde liegende
Sicherheitslücke tatsächlich nicht mehr ausnutzbar ist, wird hingegen deutlich
seltener überprüft. Damit entsteht eine trügerische Sicherheit: Prozesse werden
korrekt abgearbeitet, während potenzielle Angriffspfade bestehen bleiben können.
Erkennungssysteme werden selten unter Realbedingungen getestet
Auch bei der Angriffserkennung zeigt sich laut Umfrage ein ähnliches Muster.
Moderne Sicherheitslösungen sind weit verbreitet und werden kontinuierlich
überwacht. Dennoch fehlt häufig die systematische Überprüfung unter
realistischen Bedingungen. Ohne gezielte Tests bleibt unklar, ob Angriffe
tatsächlich rechtzeitig erkannt und gestoppt werden - oder erst dann sichtbar
werden, wenn der Schaden bereits entstanden ist.
KI beschleunigt Prozesse - ersetzt aber keine Kontrolle
Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz nimmt in der Cybersicherheit deutlich
zu. Automatisierte Systeme helfen dabei, Schwachstellen schneller zu
priorisieren, Tickets zu bearbeiten und Maßnahmen umzusetzen. Doch auch hier
zeigt sich im Report: Geschwindigkeit ersetzt keine Wirksamkeit. Ohne
unabhängige Validierung bleibt offen, ob automatisierte Entscheidungen
tatsächlich zu einer Reduktion des Risikos führen.
Kennzahlen messen Tempo, nicht Wirkung
Viele IT-Organisationen orientieren sich an klassischen Leistungskennzahlen wie
Bearbeitungszeiten oder Anzahl geschlossener Vorgänge. Diese Werte zeigen, wie
schnell gearbeitet wird - nicht jedoch, ob ein Angriff verhindert werden kann.
Der eigentliche Erfolgsmaßstab, nämlich die tatsächliche Widerstandsfähigkeit
gegenüber Angreifern, wird deutlich seltener erfasst.
Neue Priorität: Nachweis statt Annahme
Horizon3.ai spricht in der Studie von einem Paradigmenwechsel bei der
Cybersicherheit. Entscheidend ist künftig nicht mehr, wie viele Maßnahmen
umgesetzt werden, sondern ob diese nachweislich wirken. Unternehmen stehen vor
der Aufgabe, ihre Sicherheitsstrategien stärker an realen Angriffsszenarien
auszurichten und regelmäßig zu überprüfen, ob ihre Systeme diesen standhalten.
Hierzu heißt es im Report: Cybersicherheit befindet sich an einem Wendepunkt.
Organisationen haben ihre Prozesse professionalisiert und ihre Systeme
ausgebaut. Doch der entscheidende Schritt steht noch aus: der Übergang von
angenommener Sicherheit zu nachweisbarer Widerstandsfähigkeit. In einer
Bedrohungslandschaft, in der Angreifer gezielt Schwachstellen kombinieren und
bestehende Systeme umgehen, wird genau diese Fähigkeit zum entscheidenden
Wettbewerbsvorteil.
Über die Studie
Die Untersuchung basiert auf einer Befragung von 750 IT-Sicherheitsexperten aus
Europa und den USA.
Über Horizon3.ai und NodeZero: Horizon3.ai, das KI-native Unternehmen für
proaktive Sicherheit, definiert neu, wie Unternehmen ihre Sicherheitsmaßnahmen
validieren und stärken. Mit NodeZero®, dem weltweit erfahrensten KI-Hacker,
bietet das Unternehmen eine Plattform, die von vier der Fortune-10-Unternehmen,
globalen Banken, führenden internationalen Pharma- und Halbleiterherstellern
sowie Betreibern kritischer Infrastrukturen eingesetzt wird.
NodeZero ermöglicht es Unternehmen, ihre Umgebungen proaktiv zu hacken,
Schwachstellen zu beheben, Sicherheitsmaßnahmen zu verifizieren und Tests
jederzeit bedarfsgerecht zu wiederholen. So lassen sich Sicherheitsmaßnahmen
nachhaltig stärken und die Cyberresilienz messbar verbessern. Horizon3.ai wurde
von Branchenexperten sowie ehemaligen Mitgliedern der US-Spezialeinheiten
gegründet und hat das Vertrauen von mehr als 5.200 Kunden, die bereits über
225.000 produktionssichere Pentests durchgeführt haben.
Als eines der weltweit innovativsten und am schnellsten wachsenden
Cybersecurity-Unternehmen wurde Horizon3.ai unter anderem von Fast Company,
Deloitte, Inc., Fortune und den Black Unicorn Awards ausgezeichnet. Das
Unternehmen wurde von ehemaligen Mitgliedern der US-Spezialeinheiten sowie
Branchenexperten gegründet und hat seinen Hauptsitz in San Francisco.
Warenzeichenhinweis: NodeZero und alle Varianten davon sind Trademarks von
Horizon3.ai
Pressekontakt:
Informationen: Horizon3.AI Europe GmbH, Prielmayerstraße 3, 80335
München, http://www.horizon3.ai
Presseagentur: euromarcom public relations GmbH, http://www.euromarcom.de,
mailto:team@euromarcom.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/163532/6268299
OTS: Horizon3.AI Europe GmbH
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