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Stuttgart (ots) - Kleine und mittelständische Unternehmen und Gewerbetreibende
erkennen zunehmend die Notwendigkeit, bargeldlos zu kassieren - viele Inhaber
kleinerer Betriebe befürchten bei Kartenzahlung aber technische Störungen,
"Knebelverträge" oder undurchsichtige Preismodelle. Andere dagegen folgen den
digitalen Payment-Trends, erkennen die Vorteile für ihren Geschäftserfolg und
akzeptieren alle gängigen bargeldlosen Zahlungssysteme.
Das sind Kernergebnisse der S-Payment-Marktstudie "Händlergeschäft am Point of
Sale (POS)". Sie bietet fundierte Einblicke in die Anforderungen von kleinen und
mittelständischen Unternehmen verschiedener Branchen in Deutschland an
Bezahlverfahren, POS-Terminals und Kassensysteme und zeigt, wie sie heute in
ihrem täglichen Geschäft kassieren.
Von Bedenkenträgern, Experimentierfreudigen und Überzeugungstätern
Die befragten Unternehmen kommen aus dem stationären und mobilen Einzelhandel,
aus dem Handwerk, der stationären und mobilen Gastronomie sowie den mobilen
Dienstleistungen. Die Studie identifiziert drei Händlertypen, die sich mit Blick
auf Technikaffinität, Erfahrung mit Terminals und POS-Systemen sowie dem
unternehmerischen Selbstanspruch an Payment-Lösungen unterscheiden:
- "Einsteiger" (55% der befragten Unternehmen, diese Gruppe besitzt überhaupt
(noch) kein Terminal)
- "Wechsler" (8% der befragten Unternehmen, sie haben in den letzten 24 Monaten
ein Terminal oder POS-System angeschafft)
- "Experten" (37% der befragten Unternehmen, sie besitzen länger als 24 Monate
mindestens ein Terminal oder POS-System).
Einen hohen Anteil an "Einsteigern" gibt es im Handwerk (92%) und bei Mobilen
Dienstleistungen (90%, z. B. ambulante soziale Dienste, Gebäudereiniger).
"Einsteiger" haben generell große Vorbehalte gegenüber Kartenzahlung und
empfinden sie oft als "Black-Box". Man will zwar mitmachen, traut sich aber
nicht aufgrund diffuser Vorbehalte und Unwissenheit. Die "Einsteiger" fürchten
technische Störungen/Ausfälle, "Knebelverträge", die sie langfristig binden und
undurchsichtige Preismodelle.
Die "Wechsler" sind in der mobilen Gastronomie am stärksten vertreten (zu 24%,
z. B. Event-Caterer, Food-Trucks, Imbissbuden). Sie haben oft schon seit
längerem die Notwendigkeit erkannt, den Payment-Trends zu folgen. Sie halten es
für den eigenen Geschäftserfolg für wichtig, ihren Kund:innen die
Zahlungsmöglichkeiten anzubieten, die diese sich wünschen.
Die "Experten" sind in der stationären Gastronomie (71%, z. B. Restaurants,
Cafés, Eissalons) und im Fachhandel (55%, z. B. Auto-Werkstätten, Friseur- und
Kosmetiksalons, Mode-Boutiquen, Schmuckhändler) sehr präsent. Diese Gruppe sieht
klar die faktischen Vorteile für ihr Business, routiniert mit Kartenzahlung
umzugehen. Auf der Grundlage eines hohen Unternehmensgeists und ausgeprägter
Technik-Affinität haben sie ihr Payment meist aus eigenem Antrieb optimiert und
sind damit auch weitgehend zufrieden.
Bargeld und Rechnung bei kleinen Betrieben beliebt
Barzahlung bleibt in vielen Branchen dominant, insbesondere im Einzelhandel
sowie in der stationären und mobilen Gastronomie. Kartenzahlung per girocard,
Kreditkarte oder Debitkarte gewinnt jedoch zunehmend an Bedeutung, vor allem in
technikaffinen Segmenten und bei jüngeren Kund:innen. Zahlung auf Rechnung ist
ebenfalls verbreitet - hauptsächlich in Branchen mit geringer Terminalnutzung,
wie etwa im Handwerk oder bei mobilen Dienstleistern. Als Vorteile der
Kartenzahlung (z. B. mit der girocard) sehen die befragten Händler die Aspekte
Schnelligkeit, Bargeldreduzierung, geringeres Diebstahl-/Betrugsrisiko und die
einfache Bedienung.
Bunte Vielfalt von Geldkassetten bis zu mobilen Terminals
Bei den Terminals und Kassensystemen gibt es quer durch die betrachteten
Branchen eine große Ausstattungsvielfalt. Vor allem bei den "Einsteigern" (z. B.
dem mobilen Pizza- oder Kaffeestand, der ländlichen Gaststätte oder der kleinen
Modeboutique) findet man häufig noch offene Handkassen, kleine Geldkassetten mit
Wechselgeld, Bauchtaschen oder Registrierkassen ohne POS-System. Der Großteil
der Handwerker und mobilen Dienstleister hat gar keine Kasse und bietet nur
Bezahlung auf Rechnung an.
Mehr als drei Viertel der Befragten nutzen einfache Terminals, die nur für
Kartenzahlungen genutzt werden können, ohne Anbindung an ein Kassensystem
(POS-System). Diese Ausstattungsvariante nutzt vor allem die stationäre
Gastronomie (54%). Jeder zweite Händler mit mobilem Verkaufsstand ist überzeugt,
dass das Angebot von Kartenzahlung seinen Umsatz steigert.
Mobile Terminals werden vor allem in der Gastronomie, an mobilen Verkaufsständen
und im Einzelhandel eingesetzt. Daher plant rund jeder zehnte gastronomische
Betrieb und rund jeder zehnte mobile Verkaufstand (überwiegend "Wechsler" und
"Experten"), binnen Jahresfrist mobile Terminals mit / ohne Anbindung an ein
Kassensystem anzuschaffen.
Die wichtigsten Kaufkriterien für ein (neues) Terminal sind quer durch alle
Branchen:
- zuverlässige Transaktionen (86% erwarten eine reibungslose, ortsunabhängige
Zahlungsabwicklung, die Akzeptanz aller relevanten Karten und Zahlverfahren
sowie Schutz vor Datenmissbrauch und Hackerangriffen)
- günstige Transaktionskosten (81% erwarten flexible und wettbewerbsfähige
Preiskonditionen)
- schnelle Auszahlung der Umsätze aufs Firmenkonto (79% erwarten die Gutschrift
nach 2-4 Tagen auf ihrem Geschäftskonto).
Zur Studie:
Befragt wurden insgesamt 524 Händler und Unternehmer, die Entscheider beim Thema
Bezahlen am POS sind, und zwar aus den folgenden Branchen: stationärer und
mobiler Einzelhandel, Handwerk, stationäre und mobile Gastronomie sowie mobile
Dienstleistungen. Der maximale Jahresumsatz der ausgewählten Unternehmen beträgt
bis 2 Mio. Euro. Sie gehören zu keiner großen Unternehmenskette und keinem
Franchiseanbieter, bei denen die Zentrale über die akzeptierten Bezahlverfahren
und die technische Geräteausstattung entscheidet. Es gab 24 qualitative
Online-Interviews (im Zeitraum vom 26.05. bis 03.06.2025) und 500 quantitative
Telefoninterviews (im Zeitraum vom 08.07. bis 20.08.2025).
Pressekontakt:
Stephan Arounopoulos
Senior Corporate Communication Manager
Tel.: +49 711 782 99 - 230
E-Mail: mailto:stephan.arounopoulos@s-payment.com
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/162563/6268763
OTS: S-Payment GmbH
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