|
Köln (ots) - Menschen mit Behinderungen oder gesundheitlichen Einschränkungen
bringen Erfahrung, Fachwissen und Perspektiven in Unternehmen ein. Damit
Inklusion im Arbeitsalltag gelingt, braucht es passende Rahmenbedingungen,
Offenheit und individuelle Lösungen. Die Berufsgenossenschaft Energie Textil
Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) zeigt, worauf es dabei ankommt.
Inklusion ist mehr als Barrierefreiheit. Sie bedeutet, Arbeitsplätze so zu
gestalten, dass Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen
selbstverständlich mitarbeiten können. Die BG ETEM weist darauf hin, dass von
gelungener Inklusion im Betrieb alle profitieren: Beschäftigte mit Behinderungen
oder gesundheitlichen Einschränkungen selbst - und ganze Unternehmen.
Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels lohnt es sich, vorhandene Potenziale zu
nutzen und erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Betrieb zu halten -
auch dann, wenn sie lange erkrankt waren oder einen Unfall hatten. Das sichert
Wissen und eröffnet neue Perspektiven. Zugleich stärkt es Motivation, Bindung
und Unternehmenskultur.
Damit die Integration und Inklusion von Beschäftigten mit Einschränkungen
dauerhaft gelingt, sind alle gefordert: Betroffene selbst, die
Unternehmensführung, Kolleginnen und Kollegen. Auf fünf Dinge kommt es besonders
an.
1. Kommunikation ist der Schlüssel
Führungskräfte sollten mit Betroffenen offen über Bedürfnisse, Möglichkeiten und
Unterstützungsbedarf sprechen. Ebenso wichtig ist transparente Kommunikation in
die Belegschaft - das schafft Verständnis auf allen Seiten und baut wortwörtlich
Barrieren ab. Fragen stellen sollte ausdrücklich erlaubt sein. Offene Gespräche
erleichtern den Umgang mit Unsicherheiten auf allen Seiten.
2. Arbeitsplätze prüfen und anpassen
Unterschiedliche Einschränkungen erfordern unterschiedliche Lösungen. Wo
bestehen Barrieren - baulich, organisatorisch oder digital? Dies sollten
Unternehmen und Beschäftigte mit Einschränkungen regelmäßig gemeinsam
analysieren und individuelle Lösungen finden. Das macht den Arbeitsalltag
produktiver und einfacher und trägt so zum Unternehmenserfolg bei.
3. Beschäftigte stärkenorientiert einsetzen
Einschränkungen infolge einer Krankheit oder eines Unfalls können dazu führen,
dass Beschäftigte ihren bisherigen Job nicht mehr ausüben können. Das macht sie
für Unternehmen nicht weniger wertvoll: Statt Rollenbildern sollten neue
Aufgaben dann stärker an vorhandenen Kompetenzen und Erfahrungen ausgerichtet
werden. So bleibt Wissen im Betrieb.
4. Interne und externe Unterstützung nutzen
Rund um das Thema Inklusion gibt es vieles zu beachten. Unternehmen können
interne und externe Angebote nutzen, um Fragen zu klären, Hilfsmittel zu
beschaffen oder rechtliche Fallstricke zu vermeiden. Anlaufstellen sind etwa
Schwerbehindertenvertretung, Betriebsrat, Fachkräfte für Arbeitssicherheit oder
Rehabilitationsträger. Auch die BG ETEM steht Unternehmen mit vielfältigen
Beratungsangeboten rund um Inklusion zur Seite.
5. Inklusion sichtbar vorleben
Führungskräfte prägen die Unternehmenskultur. Wenn sie Diversität der
Belegschaft fördern und vorleben, stärkt das die Vielfalt im Unternehmen - und
macht es letztlich auch attraktiver für potenzielle Bewerberinnen und Bewerber.
Podcast anhören und mehr Informationen
Wie Inklusion nach einem schweren Arbeitsunfall konkret gelingen kann, welche
Rolle Unternehmen dabei spielen und warum Offenheit für beide Seiten ein Gewinn
ist, zeigt die aktuelle Folge von "Ganz sicher", dem Podcast der BG ETEM für
Menschen mit Verantwortung. Zu Gast ist Martin Malicki. Er verlor nach einem
schweren Arbeitsunfall einen Unterarm. Mit Unterstützung seines Arbeitgebers und
der BG ETEM gelang ihm eine strukturierte Wiedereingliederung. Malicki trägt
inzwischen eine Prothese und kann sein Know-how in neuer Funktion im Betrieb
einbringen. Darüber hinaus hilft er als Schwerbehindertenvertreter anderen
Betroffenen. Malicki spricht im Podcast über seine Erfahrungen als Mitarbeiter
mit Einschränkung und als Schwerbehindertenvertreter. Er erklärt, warum
Inklusion so wichtig ist - und worauf Betriebe dabei achten sollten.
Der Podcast der BG ETEM ist auf der Webseite der BG ETEM unter der Adresse
https://www.bgetem.de/ganzsicher zu finden. Ebenso bei Spotify, YouTube Music,
Deezer, RTL+, Pocket Casts sowie Apple Podcasts. Zur Folge "Inklusion: Ein
Gewinn für alle" geht es hier (https://www.bgetem.de/presse-aktuelles/themen-und
-geschichten/podcasts/folge-52-inklusion-ein-gewinn-fuer-alle) .
Pressekontakt:
Christian Sprotte
Pressesprecher
Telefon: +49 221 3778-5521 (Zentrale: - 0)
Telefax: +49 221 3778-25521
Mobil: +49 175 260 73 90
E-Mail: mailto:sprotte.christian@bgetem.de
Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse
Hauptverwaltung
Gustav-Heinemann-Ufer 130
50968 Köln
http://www.bgetem.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/18978/6273535
OTS: BG ETEM - Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Mediene
rzeugnisse
|