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Köln (ots) - Dietmar Schott, ehemaliger Sportchef, Reporter und Moderator des
Westdeutschen Rundfunks, ist 88 - jährig am Montag gestorben. Für den WDR
arbeitete er 40 Jahre lang, von 1962 bis 2002. Große Bekanntheit erlangte er
unter anderem als Moderator der Radiosendung "Sport und Musik", deren zentrales
Element - die ARD-Bundesliga-Schaltkonferenz - von ihm miterfunden wurde.
WDR-Intendantin Dr. Katrin Vernau: "Dietmar Schott wurde häufig
,Hörfunk-Legende' genannt, und das völlig zu Recht. Für alle, die samstags vor
dem Radio saßen und mit ihrem Fußballverein mitfieberten, war er eine der
wichtigsten Stimmen des Landes. Zudem schätzte man ihn als Pferdesport- und
Basketball-Kenner - als Experten, der Leidenschaft und journalistische
Objektivität zu verbinden wusste. Mit ihm verlieren wir einen großen
Sportjournalisten und beliebten Kollegen."
Geboren wurde Dietmar Schott 1937 in Köln. Er wuchs in Hamburg auf, wo er die
Zeitschrift "Der Jazzer" gründete und zunächst freiberuflich für den NDR
arbeitete. 1962 kehrte er nach Köln zurück und nahm eine Stelle als
Sportredakteur beim WDR an. Im Hörfunk moderierte er mehr als 2.000 Sendungen,
im WDR Fernsehen fast fünf Jahre lang. Unter anderem berichtete er 32-mal vom
bedeutendsten Trabrennen der Welt, dem "Prix d'Amerique", 25-mal vom Deutschen
Derby und von elf Olympischen Spielen. Die Fußballbundesliga begleitete er vom
ersten Tag ihres Bestehens an; er selbst nannte sich deshalb auch "Kind der
Bundesliga". 1988 trat er die Nachfolge von Kurt Brumme als WDR-Sportchef an.
2002 ging er in den Ruhestand. Für seine Reportagen wurde Dietmar Schott mit dem
"Herbert-Zimmermann-Preis" und in Neuseeland mit dem "Weltpreis" ausgezeichnet;
dabei setzte er sich gegen 149 Kollegen durch. Nach seiner Zeit beim WDR war
Dietmar Schott weiterhin als Journalist tätig; so erschien 2008 sein Buch "Ich
danke Sie!" über den Fußballer Willi "Ente" Lippens.
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